Gelungene Premiere im Ferienhof

Ihre eigene Version der "Weihnachtsgans Auguste" haben die Laien vom Sommertheater Falkenau am Samstag auf die Bühne gebracht. Der Ortswechsel könnte eine neue Tradition begründen.

Falkenau.

Weihnachten bei Löwenhaupts läuft alles andere als ideal: Die Tochter will lieber Party und Pizza statt Liedersingen und Braten, der Lieferdienst schickt statt Weihnachtsbaum eine Yucca-Palme und statt Gans einen Uhu. Was es am Ende braucht, um das Fest zu retten - der Braten ist es jedenfalls nicht - das wollten die Falkenauer sich nicht entgehen lassen. Sie erschienen am Samstag zahlreich zum diesjährigen Weihnachtsstück des Sommertheaters Falkenau.

Erstmals trat die Schauspielgruppe mit der "Weihnachtsgans Auguste" im Ferienhof Falkenau auf, da ihr einstiger Aufführungsort in der alten Feuerwache nun ihr Lager ist. "Uns hat das Ambiente dort immer gefallen - daher kam die Idee, das bei uns auf dem Hof zu versuchen", sagte Ferienhof-Mitarbeiterin Sabine Strohbach. Gemeinsam mit Mitgliedern des Heimatvereins, die Klitscher und Krapfen buken, mit Cärstin Rehwagen und Freunden, deren selbst gemachte Weihnachtsdeko zum Verkauf stand, und weiteren Freiwilligen haben sie zusätzlich einen Mini-Weihnachtsmarkt geschaffen. In der Grillhütte haben sie eine Hutzenstube eingerichtet und drei übermannsgroße Pyramiden, entworfen und gebaut von Werner Vogel, ausgestellt. "Wenn es gut läuft, würden wir gerne eine Tradition daraus machen", so Strohbach.

Wie beim Sommertheater üblich wurde das Stück gezeigt, bis alle es gesehen hatten. Das bedeutete diesmal drei Aufführungen vor insgesamt 174 Gästen. "Nach der ersten Runde fällt alles von einem ab und dann läuft es", sagte dazu Uwe Fischer. Er spielte den Fleischer, der aus dem Uhu einen Braten machen sollte. Er und Gabi Oehme, die die Oma gab, gehörten bereits 2014 zur Besetzung. In die weiteren Rollen schlüpften Manja Mann als Mutter Löwenhaupt, Lea Uhlig als Tochter, Tobias Berthold als Sohn und Ronny Höthe als Paketbote, dessen dauergestresste Figur gut ankam. In der Hauptrolle war Peter Pötscher als Vater nie um eine Schote verlegen.

Mit den Dialogen und dem Dialekt nah an den Zuschauern und mit den irrwitzigen Versuchen, das Fest zu retten, gewannen sie das Publikum für sich: Herzhaftes Lachen, vor allem bei den Witzen, die nur Falkenauer verstehen konnten, war neben dem Applaus ihr Lohn. Denn alle gespendeten Einnahmen, rund 450 Euro, gehen an die Freiwillige Feuerwehr Falkenau, berichtete Theater-Organisatorin Franziska Dietze. "Sie waren immer für uns da, jetzt wollen wir etwas zurückgeben", erklärte Fischer.

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