Sommertheater: Das Kribbeln wird stärker

Die Proben der Falkenauer Hobbyschauspieler gehen in die heiße Phase. Die neue Leiterin ist zufrieden mit den Fortschritten, sieht aber auch noch einige Aufgaben, die bewältigt werden müssen.

Falkenau.

Der Kalender ist derzeit nicht gerade der beste Freund von Madeleine Oehme. Denn mit jedem Blick darauf wird der 22-Jährigen klar, dass die Premiere von "Alles nur Show" immer näher rückt. Am Freitag, dem 6.September, ist es soweit, dann wird das neue Stück des Falkenauer Sommertheaters erstmals aufgeführt. Weitere Vorstellungen folgen am Samstag und am Sonntag darauf. Das Drehbuch des Musicals hat Madeleine Oehme geschrieben, auch die Regie hat sie übernommen. Es ist sozusagen "Ihr Baby", das da in wenigen Tagen erstmals das Licht der Bühnentechnik erblickt. "Ein kleines bisschen geht mir schon der Stift", sagt die Ensemble-Chefin über ihre aktuelle Gemütslage. "Es ist ja noch ziemlich viel zu tun. Ich hoffe, dass wir das alles schaffen."

Optimistisch stimmt Madeleine Oehme, dass es in den vergangenen Jahren nie anders gewesen ist. Bis zum vergangenen Jahr hatte noch Oehmes Stiefvater Silvio Neumann den Hut auf, er hat das Sommertheater vor neun Jahren gegründet, fast alle Stücke geschrieben und auch selbst mitgespielt. Nach seinem Umzug in den hohen Norden musste die sympathische Falkenauer Laienschauspieltruppe erstmals ohne den langjährigen Chef auskommen, doch der Neuanfang scheint reibungslos zu funktionieren.

"Die Mädels und Jungs haben nicht über das Drehbuch gemeckert, das war schon mal gut", sagt Madeleine Oehme und lacht. "Mittlerweile sind wir mit den Proben auch schon sehr weit fortgeschritten. Besonders die Lieder klappen schon richtig gut." Worum genau es im neuen Stück "Alles nur Show" gehen wird, verrät die neue Chefin nicht - und führt damit die Tradition ihres Vorgängers fort. Silvio Neumann, der die Premiere selbstverständlich nicht verpassen und dafür in die Heimat kommen will, hatte auch immer nur angedeutet, was es auf der Bühne im Freibad Falkenau zu sehen geben wird.

Apropos Bühne. Diese wurde, passend zu den jeweiligen Aufführungen, Jahr für Jahr liebevoll gestaltet und bot eine tolle Kulisse für die Darbietung. Wie sie in diesem Jahr gestaltet wird, ist für Madeleine Oehme schon klar, allerdings hapert es noch ein wenig an der Umsetzung, wie sie sagt. "Eines der Bühnenbilder soll aufgesprüht werden. Allerdings hat der Mann, der das machen will, nur sehr wenig Zeit", sagt sie. "Aber wir bekommen das bis zur Premiere schon noch hin. Müssen wir ja." Immerhin steht das Grundgerüst bereits, auf diesem sind in den vergangenen Wochen - geprobt wird seit Anfang Juni - auch schon die ersten Komplettdurchläufe über die Bühne gegangen. "Immer mit Unterbrechungen, aber wir haben das Stück schon mal durchgespielt", sagt Madeleine Oehme.

In der Woche vor der Premiere werden die Proben dann intensiviert. Am Mittwoch steht die Technikprobe an, Donnerstag ist Generalprobe. Und wenn am Freitag dann zum ersten Mal der Vorhang für "Alles nur Show" fällt, wird vor der Bühne kein Platz frei sein. Denn sowohl die erste Vorstellung als auch die zweiten am Samstag sind bereits restlos ausverkauft. "Wie ich gehört habe, soll es noch ein paar Restkarten für den Sonntag geben", sagt Madeleine Oehme. "Das kann aber heute schon wieder Geschichte sein. Das Interesse ist groß. Und das nervöse Kribbeln wird auch immer stärker."

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