Sturm lässt Bäume stürzen: Erzgebirge teils abgeschnitten

Sturmtief "Sabine" ist über Mittelsachsen gefegt und hat für Sperrungen und Ausfälle gesorgt. In Halsbrücke ist ein Baum in ein Wohnhaus gekracht.

Freiberg/Brand-Erbisdorf.

Das Sturmtief "Sabine" hatte Mittelsachsen am Montag im Griff. Bereits am frühen Morgen stieß ein Transporter auf der B 101 in Richtung Großhartmannsdorf gegen einen umstürzenden Baum. Wie die Polizei weiter mitteilte, erlitt der 53-jährige Fahrer leichte Verletzungen; Sachschaden von etwa 5000 Euro entstand.

Am Vormittag wurde es noch befürchtet, am Mittag passierte es dann: Ein paar Meter weiter in der sogenannten Kohlendelle zwischen Brand-Erbisdorf und Großhartmannsdorf Bäume stürzten um und lagen quer auf der Straße lagen. Mitarbeiter der Straßenmeisterei Brand-Erbisdorf arbeiteten daran, die Bäume zu beseitigen und die Bundesstraße wieder freizumachen.

Cämmerswalde: Auch die Staatsstraße 211 zwischen Rechenberg-Bienenmühle und der Ringelkreuzung gen Cämmerswalde war wegen gefallener Bäume gestern gegen Mittag bis auf Weiteres gesperrt. Die Bäume wurden in Absprache mit dem Forst beräumt, teilte Tina Soltysiak vom Landratsamt mit.

Holzhau: Die Montagmorgen-Züge der Freiberger Eisenbahn sind wegen des Sturmes aus Sicherheitsgründen nicht gefahren. Das teilte Sandy Eyring, Geschäftsführerin des Bahnunternehmens mit. In der Zeit habe ein Freischnitt-Trupp die Bahnstrecke bis Holzhau geprüft, Bäume freigeschnitten und die Gleise beräumt, sagte sie. Der erste Zug verließ dann 10.40 Uhr den Freiberger Bahnhof.

Linda: Elf Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Linda sind am Montagmorgen gegen 5.30 Uhr alarmiert worden, weil eine vom Sturm gebrochene Baumkrone die Dorfstraße in Linda versperrt hatte. Wie Brand-Erbisdorfs Stadtwehrleiter Nico Geißler sagte, beräumten die Kameraden die Stelle in Höhe der Kirche. Deshalb sei die Straße bis kurz vor 7 Uhr kurzzeitig gesperrt gewesen, so Geißler.

Halsbrücke: Ab 4.30 Uhr waren die Feuerwehren der Gemeinde im Einsatz, berichtet Bürgermeister Andreas Beger, um beispielsweise einen umgestürzten Baum von der Straße zwischen Falkenberg und Halsbach zu entfernen. In Krummenhennersdorf fiel zeitweilig der Strom aus - vermutlich war eine Freileitung vom Sturm in Mitleidenschaft gezogen worden. Wie Mitnetz Strom meldete, waren in ganz Mittelsachsen rund 2800 Kunden ohne Elektrizität. Am Hammerberg in Halsbrücke landete ein Baum mit seiner Krone auf einem Haus. Zur Behebung des Malheurs rückte die Oederaner Feuerwehr mit an. "Wir haben eine Drehleiter mit abklappbarem Ausleger", sagte der Oederaner Pressesprecher Marco Schaffarschick. Auf dem Gelände wäre man mit einer geraden Leiter nicht an den Dachfirst herangekommen. (mit jan)

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