Plauen
Umfrage: Wer ist Ihr Vogtländer des Jahres 2025?

Die „Freie Presse“ im Vogtland ruft zum 22. Mal dazu auf, den Ehrentitel zu vergeben. Zehn Männer, Frauen und Teams der Region, die in diesem Jahr für Schlagzeilen sorgten, sind nominiert. Entscheiden Sie mit, wer den Preis der „Freie Presse“-Leser erhält!

Vogtland.

Viele Menschen aus und in der Region haben mit ihren Leistungen oder ihrem Engagement 2025 für positive Schlagzeilen gesorgt. Wer aber hat dafür besondere Anerkennung verdient? Seit mehr als 20 Jahren ruft die „Freie Presse“ im Vogtland ihrer Leserinnen und Leser dazu auf, den Ehrentitel „Vogtländer des Jahres“ zu vergeben. Wer erhält den Preis der „Freie Presse“-Leser für das zu Ende gehende Jahr 2025?

Die Lokalredaktionen der „Freien Presse“ im Vogtland haben zehn Frauen, Männer und Paare beziehungsweise ein Team nominiert, die in diesem Jahr mit ihren Geschichten in besonderer Erinnerung geblieben sind oder uns stark beeindruckt haben.

Womit die Nominierten Eindruck hinterlassen haben

Die Kandidatinnen und Kandidaten stehen ab sofort zur Wahl - per Online-Abstimmung sowie Telefon-Voting für Leser der gedruckten Ausgaben. Bitte geben Sie Ihrem Favoriten oder Ihrer Favoritin unter den hier Vorgestellten Ihre Stimme.

Nominiert sind in diesem Jahr vor allem Menschen, die anpacken oder angepackt haben, die mit ihrer positiven Einstellung und ihrem Optimismus andere anstecken und motivieren, die sich berappelt haben und Neues wagen. Sollten wir das nicht alle viel öfter tun? Im neuen Jahr ist bestimmt mehr als einmal Gelegenheit dazu.

Bevor Sie Ihre Stimme abgeben, können Sie hier ihre Vorauswahl treffen. Das sind die Nominierten im Einzelnen:

Sein Motto: Machen statt meckern

Bäckermeister Frank Behrendt aus Zwota.
Bäckermeister Frank Behrendt aus Zwota. Bild: Eckhard Sommer

Bäckermeister Frank Behrendt aus Zwota: Frank Behrendt lädt zur Party mit Tom Astor, bäckt mit Kindergartenkindern und baut eine Minigolfanlage: Der Zwotaer ist mehr als ein Bäckermeister, der Brot und Semmeln verkauft. Machen statt meckern ist seine Devise. Der 50-Jährige schwärmt vom Vogtland und seine schönen Ecken. „Deshalb muss man doch etwas dafür tun, dass sich das Leben hier lohnt“, sagt er. Behrendt hat das Ohr nah an den Menschen, spürt, wenn sich Unzufriedenheit breitmacht. Als er kürzlich im Klingenthaler Stadtrat den Anwesenden ins Gewissen redete, hörten alle hin. Auch, weil er den Ton traf. Er wünscht sich, dass Konzepte für Klingenthal und seine Ortsteile entwickelt und realisiert werden – besonders für junge Leute, um sie im Vogtland zu halten. (eso)
Telefon 0137585 6020-4601

Europäischen Bauernmarkt zur Erfolgsgeschichte entwickelt

Landwirt Michael Bretschneider.
Landwirt Michael Bretschneider. Bild: Silvia Kölbel

Landwirt Michael Bretschneider aus Rothenkirchen: Michael Bretschneider ist das Gesicht des Europäischen Bauernmarktes in Plauen und der Vorsitzende des organisierenden Vereins Vogtländischer Direktvermarkter. Der feierte dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Der Europäische Bauernmarkt, an dem sich Direktvermarkter aus etwa 14 Ländern beteiligen, lockt jährlich bis zu 40.000 Besucher an. Wenn der Europäische Bauernmarkt auch als erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt zu sehen ist, so profitierte er doch auch vom Mut und der Zuversicht des Vorsitzenden, der in Rothenkirchen einen eigenen landwirtschaftlichen Familienbetrieb leitet. Auch der Bauernmarkt immer freitags in Rothenkirchen entstand auf Initiative Michael Bretschneiders hin. (sia)

Telefon 0137585 6020-4602

Adorfs Glanz krönt sein Leben

Museumsleiter Steffen Dietz aus Adorf.
Museumsleiter Steffen Dietz aus Adorf. Bild: Elisa Schu/dpa

Museumsleiter Steffen Dietz aus Adorf: Wenn Besucher über das neue Erlebnismuseum Perlmutter in Adorf staunen und es weiterempfehlen, freut sich Steffen Dietz (63) im Stillen. Es drängt ihn nicht ins Rampenlicht - obwohl er Grund gehabt hätte, dieses Jahr darin zu stehen. Nach mehr als 40 Jahren als Museumsleiter in Adorf erreichte er im September mit Mitstreitern sein größtes Ziel - ein Museum, das lebendig, kurzweilig und vielfältig über einen großen Schatz des Vogtlandes erzählt: Die Flussperlmuschel, ihr Leben und die Verarbeitung von Perlmutt in Adorf. „Ich bin lieber in der zweiten Reihe als vorn“, gesteht Dietz. Aus dieser hat er die Idee entwickelt, das Motto „Adorf einfach anders“ auch aufs Museum anzuwenden: Mit dem Verzahnen von Alt und Neu sowie einer besonderen Architektur. (hagr)

Telefon 0137585 6020-4603

Ein Hauch Hollywood im Vogtland

Matthias Ditscherlein aus Rodewisch.
Matthias Ditscherlein aus Rodewisch. Bild: Thomas Voigt

Filmemacher Matthias Ditscherlein aus Rodewisch: Eine Tüte Popcorn und ein Kinderfilm für 1 Euro - das gibt‘s im kleinsten Kino des Vogtlandes. Mit seinem Kinobus rollt Matthias Ditscherlein (37) bis ins kleinste Dorf - dorthin, wo Kultur sonst selten Halt macht. Er bringt einen Hauch von Hollywood mit. 45 Mal stoppte der Bus 2025 im Vogtland, Westsachsen, Freiberg und Hof. Weil Kino Alt und Jung vereint, erhielt der Inselkinoverein Rodewisch einen Preis der Sächsischen Medienanstalt. Der Filmemacher ist es auch, der Kindermoderator Willi Weitzel ins Vogtland holte, zu Events wie Kurzfilm- oder Star-Trek-Nacht lädt. Der große Vorhang aber öffnete sich für Ditscherlein zu den Hofer Filmtagen: Dort hatte sein eigener Film „Über Unterbiberger“ Weltpremiere. (cze)

Telefon 0137585 6020-4604

Die nettesten Vogtländer des Globus

Kitty Fischer mit Serviceroboter Globy.
Kitty Fischer mit Serviceroboter Globy. Bild: Ellen Liebner

Marktleiterin Kitty Fischer und Roboter Globy in Weischlitz: 2025 war ein herausforderndes Jahr für Kitty Fischer (51), die langjährige Leiterin des Globus-Einkaufsmarktes in Weischlitz: Streikende Kassensoftware, Einbruch in ein Juweliergeschäft, Einsatz des ersten vogtländischen Einkaufsroboters namens Globy - Fischer hat alles gewuppt. Sogar die Fan-Kollektion für den beliebten Fleischkäse im Brötchen. Globus ist für Kitty Fischer mehr als eine Arbeitsstätte - es ist Familie. Als 19-Jährige hatte die gebürtige Schleizerin in der Obst- und Gemüseabteilung begonnen. Und auch über 30 Jahre später gibt es für sie - Kennzeichen: Jeansjacke statt Blazer - keinen Stillstand: Roboter Globy bringt Fortschritt und frischen Wind in den Markt. Beide zusammen: ein unschlagbares Team. (sasch)

Telefon 0137585 6020-4605

Zahnärztin zeigt Herz für Kinder

Anja Gürtler beim Flohmarkt.
Anja Gürtler beim Flohmarkt. Bild: Team Anja Gürtler

Zahnärztin Anja Gürtler aus Reichenbach: Sie ist in Sachen Charity für Kinder über ihre Heimatstadt Reichenbach hinaus eine Institution. Seit Jahren organisiert die Zahnärztin Praxis-Flohmärkte, deren Erlös an Kindereinrichtungen geht beziehungsweise Kindern zugute kommt, die nicht auf Rosen gebettet sind. So ermöglichte sie im Vorjahr Kindern kostenlose Tobe-Tage im Reichenbacher Hüpfburgenland, inklusive Eis und Popcorn. Ihr diesjähriger Flohmarkt brach in dieser Hinsicht alle Rekorde – Einnahmen in Höhe von 18.500 Euro setzten neue Maßstäbe. Der Löwenanteil geht an Kinderhäuser in Reichenbach und Mylau. Zahlreiche Käufer loben das Engagement von Anja Gürtler und ihrem 20-köpfigen Helferteam. Anja Gürtler: „Das ist für mich Ansporn fürs nächste Jahr.“ (gem)

Telefon 0137585 6020-4606

Mit ihnen nimmt das Dorfleben Fahrt auf

Pfarrer-Ehepaar für Theuma und Neuensalz: Knut und Ellen Meinel.
Pfarrer-Ehepaar für Theuma und Neuensalz: Knut und Ellen Meinel. Bild: Silvia Kölbel

Das Pfarrer-Paar Knut und Ellen Meinel aus Altensalz: Seit das Paar die Pfarrstelle für Theuma-Altensalz angetreten hat, entstanden viele Ideen und Projekte. Die Alte Schule ist heute ein Ort der Begegnung, mit Veranstaltungen und Herberge. Im Sommer öffnet das Cafe „Alte Schule“ unter freiem Himmel. Die Konzepte der „Radwegekirche“ und der „Offenen Kirche“ bekamen neue Impulse. Sowohl Radfahrer als auch Wanderer können pausieren und sich erfrischen. Unter Federführung des Paares entstanden eine Ausstellung über gemalte liebste Bibelverse der Gemeindeglieder, eine Gedenkveranstaltung zum Todesmarsch durch Theuma und eine Ausstellung in Erinnerung an den alten Friedhof von Altensalz, der nach erfolgten Umbettungen im Zuge des Talsperrenbaus im Wasser versank. (sia)

Telefon 0137585 6020-4607

Schwestern wagen den Neustart

Manuela und Susann Pasold backen wieder.
Manuela und Susann Pasold backen wieder. Bild: Ellen Liebner

Susann und Manuela Pasold: Die Bäckerei Pasold gibt es seit 1959 im Plauener Stadtteil Preißelpöhl. Manuela Pasold als Enkelin des Gründers und damalige Inhaberin musste 2022 für ihren Betrieb Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen, zwei Jahre danach stellte der eingesetzte Verwalter den Geschäftsbetrieb ein. Seit Mai dieses Jahres ist die Bäckerei an ihrem Stammsitz an der Schumannstraße wieder geöffnet: Jetzt ist Manuela Pasolds jüngere Schwester Susann die Inhaberin. Der alte Firmenname „Pasolds Bäck“ steht noch immer über dem Eingang. Geschäftsvolumen, Anzahl der Filialen und auch Sortiment sind mit dem Neustart zwar kleiner geworden. Den Schwestern ist es aber gelungen, das traditionsreiche Handwerksunternehmen zu erhalten. (su)

Telefon 0137585 6020-4608

Mälzer lässt es mit Kreativität und Kraftklub krachen

Die Menge feierte Oskar Pögl für den Coup, Kraftklub aufs Dorf zu locken.
Die Menge feierte Oskar Pögl für den Coup, Kraftklub aufs Dorf zu locken. Bild: Ellen Liebner

Mälzer Oskar Pögl aus Rosenbach: Der 23-jährige Oskar Pögl aus dem Rosenbacher Ortsteil Drochaus hat das Bauerngut seiner Großeltern in etwas ganz Eigenes verwandelt. Sein „Bierseitenhof“ ist eine Mischung aus Brauerei, Eventlocation und Begegnungsort. Dafür erhielt Pögl 2023 vom Freistaat Sachsen einen Zukunftspreis und investierte das Preisgeld in erste Anlagen. Heute braut er bis zu 80 Liter Bier pro Woche, verkauft drei Sorten direkt ab Hof und richtet kleine Veranstaltungen aus. Sein Ziel: einen offenen, modernen Ort zu schaffen, der Gemeinschaft und Handwerk verbindet. Mit diesem Konzept überzeugte er Ende November auch die Chemnitzer Erfolgsband Kraftklub, mit einem Überraschungskonzert ihr neues Album vor hunderten Vogtländern erstmals live auf seinem Hof zu spielen. (cbo)

Telefon 0137585 6020-4609

Neunjähriger setzt starkes Zeichen

Louis (vorn) ohne seine langen Locken.
Louis (vorn) ohne seine langen Locken. Bild: Gerd Möckel

Im August hat ein ungewöhnlicher Haarschnitt über Reichenbach hinaus für Schlagzeilen und positives Feedback gesorgt. Viertklässler Louis Seubert trennte sich im Salon Hascher von seinen geliebten langen Haaren – die selbst Rapunzel gut zu Gesicht gestanden hätten. Der Neunjährige spendete sie. Im Rahmen der landesweiten Charity-Aktion Rapunzel werden daraus Perücken oder Haarteile geknüpft. Für Kinder und Erwachsene, denen aufgrund von Chemotherapie, Strahlenbehandlung oder entzündlichen Erkrankungen die Haare ausgefallen sind. Auf seine Idee war der Junge nach dem Tod des geliebten Opas infolge eines Krebsleidens gekommen. Nicht nur die Familie sieht darin ein starkes Zeichen der Verbundenheit und des Verzichts. (gem)

Telefon 0137585 6020-4610

Bis wann und wie die Abstimmung läuft

Die Abstimmung läuft bis zum 30. Dezember, 9 Uhr, online und per Ted. Per Telefon kostet der Anruf 14 Cent aus allen deutschen Netzen. Das summierte Ergebnis aus der Telefon- und der Online-Wertung bildet das Endergebnis, das am letzten Tag des Jahres bekannt gegeben wird. (us)

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