Aus Grau macht die Lugauer Oberschule Grün

Schüler, Lehrer und Eltern bleiben dran und setzen ihr Schulgarten-projekt fort. Ein Problem ist allerdings die weitere Finanzierung.

Lugau.

Dass Lugauer Oberschüler in der Ratssitzung vorstellig werden, ihre Projekte erklären und um Unterstützung bitten, ist nichts Neues. Bürgermeister Thomas Weikert (Linke) hat in der jüngsten Sitzung gar von einem "schon gewohnten Bild" gesprochen, als er Vertreter des Lehrerkollegiums, der Eltern und Schüler begrüßte. Nachdem in der vorangegangenen Sitzung die Teilnehmer an einem Architekturprojekt ihr Buswartehäuschen vorgestellt hatten, waren es jetzt die, die sich an der Umgestaltung des Schulgartens beteiligen. Schon im Frühjahr hatten diese den Räten ihr Vorhaben erläutert. Nun berichteten sie von einem neuen Zwischenstand.

Nach vielen kleinen und zwei großen Einsätzen im Schulgarten, die in den zurückliegenden Jahren stattgefunden haben, stand der nicht mehr genutzte Volleyballplatz im Mittelpunkt, der an das Schulgartengelände angrenzt. Lehrerin Andrea Melzer berichtete, dass der alte Ballfangzaun gestrichen und bepflanzt und so ein weiteres Vorhaben vorbereitet wurde: Auf dem Areal sollen Sitzmöglichkeiten - möglichst aus stabilen Steinquadern - und ein Sonnenschutz geschaffen werden. Gedacht ist das Ganze nicht nur als Aufenthaltsort in den Pausen, sondern auch für Unterrichtsstunden im Freien.

Bei der Finanzierung der Umgestaltung konnten bisher zwei Preisgelder eingesetzt werden: Im Vorjahr hatte der Schulförderverein für sein Schulgartenprojekt eine 2000-Euro-Prämie über das Dorfentwicklungsprogramm Leader erhalten. In diesem Jahr erreichte die Oberschule beim 11. Sächsischen Schulgartenwettbewerb "Aus Grau macht Grün!" die zweite Stufe, was wiederum mit 400 Euro Preisgeld verbunden war. Nun sei man aber an einem Punkt, an dem weitere finanzielle Unterstützung gebraucht wird, sagte Melzer.

Seitens der Ratsmitglieder und auch von Bürgermeister Weikert gab es nicht nur Lob für das Engagement der Schüler, sondern durchaus auch Überlegungen, wie bei der Finanzierung geholfen werden könnte. Dies aber unter dem Gesichtspunkt, dass es trotz großer Investitionen an der Schule in der Vergangenheit - für den Sportplatz und aktuell noch die Turnhalle - an mehreren Stellen Bedarf gibt. So werde beispielsweise auch die geplante digitale Ausstattung viel Geld verschlingen. Aber, so Weikert, beide Schülerprojekte seien in den aktuellen Beitrag für den Städtewettbewerb "Ab in die Mitte" integriert worden. "Vielleicht spielen wir über diese Schiene ein paar Euro ein", sagte er. Unbegründet ist die Hoffnung nicht, Lugau gehörte bereits mehrfach zu den Preisträgern des Wettbewerbs.

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