Pfad führt zu Kultur und Geschichte

Auf einem Rundweg sollen Bürger und Touristen künftig Wissenswertes zur Stadt Frankenberg erfahren. Das EU-geförderte Projekt soll noch in diesem Jahr umgesetzt werden. 19 Skulpturen sind geplant, inklusive der fünf, die bereits vorhanden sind.

Frankenberg.

Auf einem Skulpturenpfad im Zentrum können die Frankenberger und Gäste die Stadt bald auf besondere Weise entdecken. "Es handelt sich um eine EU-geförderte Maßnahme über das Programm Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (Efre)", so Bildungsmanagerin Sandra Saborowski. Ende 2017 wurden 80Prozent Förderung für die Gesamtkosten in Höhe von 91.000Euro bewilligt. Nun soll die Projektsteuerung ausgeschrieben und ein künstlerischer Leiter gefunden werden.

Die Idee dazu hatte laut Sandra Saborowski der Kunst- und Kulturverein Frankenberg. "Er soll auch bei der Umsetzung mit ins Boot geholt werden", betont Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU). Hintergrund: In Frankenberg gibt es bereits Skulpturen - die Dichterlinde beim Archiv, das Körnerdenkmal am Körnerplatz, das Lutherdenkmal am Gymnasium, den Nackten Mann auf dem Marktplatz und den Hochzeitsbrunnen auf dem Kirchplatz. "Der neue Pfad soll die vorhandenen Skulpturen mit neuen verbinden", so Sandra Saborowski. Zudem sei geplant, die vorhandenen Skulpturen aufzuwerten.


14 neue Skulpturen sollen hinzukommen, für die es bereits Ideen für Standorte und Inhalte gebe (Grafik). Ob diese auch so umgesetzt würden, sei aber noch nicht entschieden, sagt Sandra Saborowski. Erste Vorstellungen sehen etwa am Gymnasium eine Skulptur vor, die an Heiner Müller erinnert. Im Friedenspark könnte eine an das 1946/47 verschwundene Germania-Denkmal und an den in Frankenberg geborenen Künstler Jürgen Böttcher, alias Strawalde, erinnern. Teils stehen die Standorte aber auch noch nicht final fest (siehe Standort 13 in der Grafik).

Denn Ziel ist es laut Bürgermeister Firmenich, dass sich Bürger und Touristen mit der Geschichte der Stadt auseinandersetzen. Die Punkte werden historische Begebenheiten und bedeutende Persönlichkeiten hervorheben. "Damit erfüllen wir als Stadt der Bildung auch unseren Bildungsauftrag", ergänzt Sandra Saborowski. So sollen die neuen und alten Skulpturen-Standorte mittels eines QR-Codes vor Ort Informatives vermitteln. Außerdem würde damit die Innenstadt belebt.

Für die Fertigstellung hat sich die Stadt laut Sandra Saborowski ein sportliches Ziel gesetzt: noch dieses Jahr. Dafür müsse nach der Ausschreibung der Projektsteuerung ein Künstlerwettbewerb folgen. Mittels des Wettbewerbes sollen Künstler, Bürger oder ortsansässige Firmen gefunden werden, die sich mit Entwürfen für Skulpturen zu einem vorgegebenen Thema einbringen und die Umsetzung der Skulpturen übernehmen. Eine Jury wird die Gewinner ermitteln. Dann redet auch der Stadtrat noch ein Wörtchen mit.

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