Was Niederfrohnaer zu ihrer neuen Begegnungsstätte sagen

Die Gemeinde hat in den Umbau eines einstigen Gasthofs investiert. Damit sollen die Einwohner einen Platz für Feierlichkeiten und Treffen bekommen. Am Sonntag durften sich die Bürger umschauen.

Niederfrohna.

Das winterliche Wetter hielt die Niederfrohnaeram Sonntag nicht davon ab, ihrem neuen Lindenhof einen Besuch abzustatten - das Interesse zum Tag der offenen Tür der neuen Begegnungsstätte im Ortszentrum war groß. "Ich hoffe, dass das auch in Zukunft so bleibt", sagte Bürgermeister Klaus Kertzscher.

Neben Führungen durch die modernen Räume gab es ein buntes kulturelles Programm auf der Bühne - Musik der Blaskapelle Freudenklänge und des Duos Kathrin und Peter sowie der Gruppe Bergkristall -,und Bastelangebote für Kinder. Der Lindenhof beherbergt ein Begegnungscafé, das Platz für etwa 40 Personen bietet und für Familienfeiern gemietet werden kann. Herzstück des Hauses ist der große Saal mit Bühne und Sitzmöglichkeiten für knapp 200 Personen. Rechts vom Saal befinden sich zwei Vereinsräume: einer vom Niederfrohnaer Carnevals Club (NCC), der andere vom Männerchor Niederfrohna 1871 angemietet. "Wir wurden 1998 hier im Lindenhof gegründet und sind jetzt quasi wieder zuhause", sagte Markus Brause vom Vorstand des NCC. In dieser Woche veranstaltet der Verein das erste Mal seit 2007 wieder einen bunten Fasching im Lindenhof. Ansonsten werde der Vereinsraum vier bis fünf Mal in der Woche für Proben der insgesamt fünf Tanzgruppen des NCC genutzt - das ganze Jahr über. "Nach dem Fasching ist vor dem Fasching. Wir müssen regelmäßig trainieren", so Markus Brause.

Neben dem Vereinszimmer des NCC hat sich der Männerchor einen Probenraum eingerichtet. Jeden Mittwoch von 19.30 bis 21 Uhr singen nun 23 Herren von 18 bis 85 Jahren ihre Lieder. "Wir wollen das Haus mit Leben füllen und planen auch Konzerte im großen Saal", so Vereinsvorsitzender Matthias Bauer.

Generell funktioniere die neue Begegnungsstätte Lindenhof nur "auf Bestellung", so Bürgermeister Klaus Kertzscher. "Es wird hier keinen regelmäßigen Gaststättenbetrieb geben. Wer die Räume nutzen möchte, muss sich anmelden", sagte er. Das geschieht über Objektleiterin Claudia Heinicker, die im Gemeindeamt sitzt und dort alles koordiniert. Sie sagte, dass die Nachfrage nach den Räumlichkeiten bereits groß ist. Für den Saal seien künftig Musikveranstaltungen, Kabarett, Jugendweihefeiern, Schulanfänge und auch ein Kindertheater geplant. Im Sommer soll zudem noch ein Café-Garten im Außenbereich des Lindenhofs dazukommen. Die Planungen dazu seien bereits abgeschlossen. "Wir haben Fördermittel beantragt und warten nun auf die Bewilligung", so Klaus Kertzscher. 350.000 Euro soll die Außenanlage insgesamt kosten, 75 Prozent davon sollen gefördert werden.


Der Familienvater

Benjamin Quellmalz: Das Erste, was dem jungen Mann zum Lindenhof einfällt, ist sein Schulanfang - 1992 fand dazu die Feierlichkeit in dem Gebäude statt. Er selbst war zuletzt vor über zehn Jahren im Lindenhof, zu einer Kirchgemeindeveranstaltung. Benjamin Quellmalz war von der Helligkeit im Saal angetan. "Durch die neuen Fenster wirkt alles viel freundlicher als früher", sagte er. Der 32-Jährige hofft, dass das Haus von den Bürgern mit Leben gefüllt wird. Als Familienvater wünscht er sich auch spezielle Angebote für Familien. (effi)


Die Rentnerin

Christine Graichen: Die Niederfrohnaerin zeigte sich positiv überrascht vom neuen Lindenhof. Zuletzt war sie in dem Gebäude, als noch ein griechisches Restaurant dort angesiedelt war. Auch an Tierausstellungen, zum Beispiel von Geflügel, nach der Wende konnte sie sich erinnern. "Jetzt ist alles schön modern. Ich wünsche mir, dass das Haus rege genutzt wird", sagte Christine Graichen. Kulturelle Angebote für Senioren fände sie schön. Auch das Begegnungscafé für Geburtstags- feiern zu nutzen, kann sie sich vorstellen. (effi)


Der Unternehmer

Jürgen Schade: Der Unternehmer aus Niederfrohna war bereits am Freitag zum Neujahrsempfang zu Gast und kam gestern mit seinen Töchtern erneut in den Lindenhof. "Vor 20 Jahren habe ich hier geheiratet", erzählte er. Das neue Gebäude gefällt ihm sehr gut, besonders das Begegnungscafé, das man mieten kann. Das könnte er sich privat auch vorstellen. Für den Saal würde er sich künftig ein Programm wie zum Neujahrsempfang wünschen. "Ein bisschen Comedy, Konzerte und Theater wären schön", so Jürgen Schade. (effi)

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