Die Vergewaltigungen, die es nie gab

Zwei Sexualverbrechen an einem Wochenende - das sorgte im Frühjahr für Aufsehen. Nun liegen die Ermittlungsergebnisse vor.

8Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    2
    cn3boj00
    31.10.2018

    Wie man sieht sind Statistiken leicht zu manipulieren. Je nachdem, welche Sachverhalte man in einer Statistik erfasst sagt sie irgendwas aus. Die Polizeistatistik ist also gar keine Statistik, welche die Zahl der Verbrechen angibt, sondern nur die Zahl der Ermittlungen. Aber man kann mit dieser Statistik natürlich hervorragend beweisen, was auch immer man will. Und selbst wenn die (Lügen)Presse ganz vorsichtig formuliert: in Fakebook & Co finden diese Vorfälle ganz schnell Verbreitung und verselbständigen sich als die alleinige Wahrheit. Und als solche bleiben sie in den Sphären des www in alle Ewigkeit erhalten.
    Und die einen müssen deshalb freitags auf die Straße, um es den Nichtwahrhabenwollern zu zeigen, und die anderen widmen sich wichtigeren Dingen.

  • 14
    3
    Blackadder
    31.10.2018

    @Lesemuffel: Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Polizei in beiden Fällen mit gleicher Intensität ermittelt. Wieso zweifeln Sie daran?

  • 6
    10
    Lesemuffel
    31.10.2018

    Gute Arbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft. Nun kann mit gleicher Intensität an die Aufklärung des Tötungsverbrechens von Ende August während des Stadtfest es herangegangen werden.

  • 1
    15
    CPärchen
    30.10.2018

    Hmmm... interessant finde ich, dass es bis jetzt die einzigen Vergewaltigungen waren, an die ich mich erinnern kann. Alle anderen Vorfälle waren "lediglich" Belästigungen. Beruhigt mich echt sehr, dass das falsche Anschuldigungen waren, vor allem weil ich in der Karl-Immermann-Straße wohnte

  • 22
    7
    Hankman
    30.10.2018

    @HHCL: Soweit ich aus Ihrem Kommentar Kritik an den Medien herauslese, muss ich widersprechen. Ich glaube, jenen Medien, die sachlich und mit der gebotenen Zurückhaltung über die beiden Fälle berichtet haben, kann man keinen Vorwurf machen. Die Polizei hat ja in beiden Fällen ernsthaft ermittelt und darüber auch informiert. Wenn eine Zeitung, ein Radio- oder TV-Sender über solch einen Fall nicht berichtet, sondern erst mal das Ermittlungsergebnis abwartet, wird ja sofort der Vorwurf des Verschweigens und Vertuschens laut.

    Auch die Polizei will sich diesem Vorwurf nicht mehr aussetzen. Dass sie heute viel mehr und viel früher über Kriminalfälle berichtet, ist eine Konsequenz der Kölner Silvesternacht 2015/16. Damals war nicht nur der Polizeieinsatz, sondern auch die Öffentlichkeitsarbeit dazu eine Katastrophe. Das soll sich nicht wiederholen, und das ist gut so.

    Sachlichkeit und Zurückhaltung sollten bei Berichten über Kriminalität oberstes Gebot sein. Das ist aber schwierig, wenn Teile des Publikums von einer Pogromstimmung in die nächste torkeln. Wenn eine Zeitung sachlich richtig schreibt "mutmaßlicher Vergewaltiger", "soll ...vergewaltigt haben", wird dies von einem sehr lauten Teil der Leserkommentatoren gleich als Verharmlosung und Bagatellisierung gegeißelt. Diese Leute fragen nicht nach Fakten, sondern rufen sofort "abschieben!" (Was ja immer passt, denn zu gleichartigen Straftaten von Deutschen äußern sie sich gewöhnlich nicht.) Die Kritik sollte also die richtigen treffen. Medienschelte ist mir zu billig.

  • 13
    8
    DTRFC2005
    30.10.2018

    @Hankman: Ich fürchte das wird nicht passieren. Eher wird es Kommentare bzw. Hinweise hageln, auf z.B Köln, Freiburg o.a.

  • 38
    9
    Hankman
    30.10.2018

    Ich erinnere mich gut an die vernichtenden Kommentare hier und bei Facebook, die beide Fälle nach ihrem Bekanntwerden ausgelöst haben. Und wer zur Besonnenheit mahnte, wurde gern mal als Relativierer und "Teddywerfer" beschimpft. Fälle wie diese zeigen, wie wichtig es ist, besonnen zu bleiben und sich bei der Bewertung nicht von Emotionen mitreißen zu lassen. Denn manchmal stellen sich die Fakten später anders dar, wenn man abwartet, bis die Polizei ihre Arbeit gemacht hat. Es gibt natürlich auch andere Fälle. Aber zu einem objektiven Gesamtbild gehören eben auch die, in denen sich ein anfänglicher dringender Verdacht nicht bestätigt.

    Ich würde mir jetzt wünschen, dass alle, die beim Bekanntwerden der Fälle wütende Kommentare gepostet und Merkel mal wieder für alles verantwortlich gemacht haben, jetzt hier posten: Mea culpa, in diesem Fall habe ich mich geirrt. Die beiden angeblichen Opfer sollten dafür bestraft werden, dass sie falsche Beschuldigungen erhoben haben. Viel wird ihnen nicht passieren, trotzdem wäre das Signal wichtig. Über den eigentlichen "Fall" hinaus haben sie viel dazu beigetragen, das Klima in der Stadt weiter zu vergiften. Für die beiden zu Unrecht beschuldigten Männer muss das im Übrigen ein ziemlicher Albtraum gewesen sein ...

  • 23
    8
    HHCL
    30.10.2018

    So ist das eben in einer Gesellschaft, in der es ausschließlich um die mediale Deutungshoheit geht. Hauptsache man hat die meisten Klicks und die meisten Follower, bzw. man löst, wie in diesem Fall, einen medialen Aufschrei aus.

    Verbrechen und Probleme werden nur noch zur eigenen Präsentation und Mobilmachung missbraucht, die Folgen für das Zusammenleben sind egal.



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