Ludwig: Ich hatte Angst um die Stadt

Die Oberbürgermeisterin zur Kritik an ihrer Person, warum sie bei der ersten Kundgebung im Rathaus blieb und zum Chemnitz-Bild nach außen

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium

Unsere Empfehlung

  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 19,49 €/Monat)
  • Monatlich kündbar
  • Inklusive E-Paper

Standard


  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 7,99 €/Monat)
  • Monatlich kündbar

Sie sind bereits registriert? 

14Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    6
    Interessierte
    25.10.2018

    Hatten oder haben Sie auch Angst um die Bürger in ihrer Stadt ?

  • 4
    6
    gelöschter Nutzer
    13.09.2018

    @submain, ist wohl einfacher Menschen die sich Sorgen machen als dumm hinzustellen, als sich mit den Sorgen zu beschäftigen?

  • 4
    4
    Steuerzahler
    13.09.2018

    @submain: „Das ist eine selbstgeschürte Angst, die sich in den Köpfen festsetzt hat und schwer wieder los wird.“ O je, das sieht ja schon nach Gedächtnisverlust aus! Immerhin scheinen Sie zu vergessen, was in der vergangenen Zeit in Chemnitz, und speziell im Stadtzentrum los war. Der letzte Höhepunkt war ein Mord mit zwei weiteren Körperverletzungen. Der Anteil ausländischer TV lag bei deutlich über 40%, was sogar einen Videotexteintrag wert war. Alles kein Grund für Resentiments. Wer kümmert sich um die Geschädigten? Haben Sie etwas von den beiden Schwerverletzten gehört in letzter Zeit?

  • 5
    7
    submain
    12.09.2018

    Ich find es auch komisch, dass soviel Menschen auf das Thema Angst so sensibel reagieren. Ist das eine Angst vor Menschen, die anders aussehen, eine andere Sprache sprechen und aus einem anderen Land kommen? Oder ist das Angst, weil in der Stadt nur noch Angst und Schrecken verbreitet wird?

    Ich denke, ersteres ist der Fall... Das ist eine selbstgeschürte Angst, die sich in den Köpfen festsetzt hat und schwer wieder los wird. Die Angst um die eigene Zukunft, hat sich zur Angst vor Menschen gewandelt.

    Ich finde es vernünftig, dass in der jetzigen Situation nicht über polititsche Konsequenzen in der Stadt gesprochen wird. Weil, das letzte was die Stadt jetzt braucht ist, jemand auf den Chefsessel zu setzen, der sich entweder durch Propaganda hervorhebt und diese Situation ausschließlich zu seinen eigenen Gunsten nutzt oder jemanden der keinerlei Bezug zu der Stadt hat.

    Klar, hat die Oberbürgermeisterin in den ersten zwei, drei Tagen Fehler gemacht. Klar ist auch, dass sie hätte im Nachhinein anders handeln müssen. Aber wie sie schon sagte, diese Situation ist für eine Stadt wie Chemnitz, absolut neu und hat es in diesem Ausmaß auch noch nicht gegeben. Dementsprechend lag dafür auch kein Handlungs- und Notfallplan vor. Chemnitz ist nunmal nicht Berlin, Hamburg oder München. Wenn sogar eine Weltstadt wie Köln, in Ausnahmesituationen (Silvesternacht) macht- und hilflos ist, dann ist es nicht verwunderlich, wie es in Chemnitz die ersten beiden Tage abgelaufen ist. Das wäre sicherlich woanders genauso gewesen. Umso besser und wichtiger ist es, aus den Fehlern zu lernen, Konsequenzen daraus zu ziehen um in der Zukunft bei sowas besser darauf vorbereitet zu sein und reagieren zu können.

    Die OB wirkte zwar in der Ausnahmewoche ziemlich macht- und hilflos, aber im nachhinein muss ich sagen, dass Sie alles in Ihrer Macht stehende getan hat, damit wieder Normalität einkehrt. Vorallem wenn man sieht, was das für politische Kreise bis ganz nach Oben gezogen und die Regierung scheinbar noch immer keine Antwort darauf gefunden hat, dann ist es umso bemerkenswerter, wie die "Stadt" jetzt darum bemüht ist, ihr Bild wieder zurecht zu rücken.

    Und wie sie ja gesagt hat, vorher hat sich für Chemnitz außerhalb Sachsens niemand interessiert. Für die Medien und Presse waren wir eine graue Maus, über die es nichts (weder positiv noch negativ) zu berichten gibt. Vieles gute und einzigartige hat außerhalb niemanden interessiert. Das einzige wo gelegentlich öffentliche Aufmerksamkeit erhielt, sind die Kunstsammlungen gewesen. Naja, und mittlerweile auch Kraftklub, auch wenn die Band viele Antipatien hat, muss man ihr aber auch dankbar sein, dass die immer zu Chemnitz gehalten und diese Stadt nicht verlassen haben.

    Doch dann auf einmal wurde fast zwei Wochen ununterbrochen von dieser Stadt berichtet. Hier waren soviel Medienanstalten und Pressevertreter wie es gerade mal bei internationalen Großereignissen der Fall ist. Leider war der Anlass alles andere als toll und aus unserem nicht vorhandenen Weltbild wurde in ein negatives Bild. Unsere Stadt kennt jetzt jeder, sogar CNN haben ständig aus Chemnitz berichtet. Diese Situation muss jetzt genutzt werden, das Bild umzudrehen um in die Welt postives zu senden. Die Augen werden weiterhin auf uns gerichtet sein und das sollte für die Zukunft zum Vorteil genutzt werden. Nicht ohne Grund hat der Vorsitzende irgendeines Vereins, der über die Vergabe der Kulturhauptstadt mit entscheidet, gesagt, dass gerade jetzt ein Bild in die Welt gesendet werden kann, was die Chancen auf die Ausrichtung dieses "Events" erhöht.

    Auch wenn es sich ziemlich makaber anhört, ist an dieser Aussage auch viel glaubwürdiges dran. Weil es ja gerade jetzt, noch nie so einfach war, aus dieser Stadt was in die Welt zu senden.

    Jeder Chemnitzer, der zu seiner Heimat steht, sollte wenigstens einen kleinen Teil dazu beitragen, aus dieser grauen Maus, eine anerkannte, positive, berichtenswerte Stadt zu machen. Auch wenn es nur im Urlaub bei einem Gespräch mit Nicht-Chemnitzern ist, indem man denen erzählt, wie die Stadt wirklich ist.

    Ich glaub mittlerweile haben auch viele begriffen, die Anfang vorletzter Woche noch bei der AfD/Pegida und Pro-Chemnitz mitgelaufen sind, dass man da ausschließlich die rechten Gruppierungen und Nationalsozialisten unterstützt und die eigentlich Anliegen und Sorgen überhaupt nicht wahrgenommen werden. Das gerade mal 2.500 bei der letzten Pro-Chemnitz Kundgebung waren, ist schonmal ein gutes Zeichen.

    Die Worte, wer rechtsradikalen Gruppen und bekennenden Nazis hinterherläuft, ist auch einer von denen, hat sicher viele zum Nachdenken gebracht. Auch wenn es Anfangs wehement abgestritten wurde. Aber so ist es nunmal...
    Ist genau das selbe, wenn man auf Gegenveranstaltungen geht, wo die Hälfte aus linksradikalen Aktivisten besteht. Egal ob Antifa oder Rechtsradikal, beide Gruppen lehnen die Demokratie und den Rechtsstaat ab.

  • 5
    6
    cn3boj00
    11.09.2018

    @Steuerzahler: ich glaube, Daniel hätte nichts gegen Feiern für Liebe und Frieden, im Gegensatz zuKohlmann-Demos.
    Und es ist gut so, dass sich Normalität einstellt. Wer erwartet, dass nun jede Woche 50000 durch die Stadt ziehen hat wohl wenig Realitätssinn.

    Was ich vergessen hatte zu sagen: Es ist schade dass Frau Fischer die OB nicht auf politische Verantwortung angesprochen hat, z.B. wegen des Versagens der Ausländerbehörde. So etwas gehört auch zur Aufarbeitung, wenn man Menschen überzeugen will, dass ein Mitmarschieren mit Chaoten keine Lösung ist.

  • 8
    7
    cn3boj00
    11.09.2018

    @Pixelghost: danke für die Aufklärung. Auch wenn man die meisten ja irgendwie "kennt" kann ich mir so was nicht merken. Na dann kennt er sich ja offenbar bestens aus, wie hier die nackte Furcht umgeht!
    Übrigens, ich bin auch kein direkter Chemnitzer, wohne 500m von der Flurgrenze entfernt, und ein Verwaltungsakt hat daher befohlen, dass meine Herrschaft in Zwickau residiert, ohne Rücksicht, dass wir uns als Chemnitzer fühlen und hier arbeiten und einkaufen, ins Kino, ins Theater, ins Museum, zum Arzt gehen, wir gehen über die Zenti und im Dunkel durch den Stadthallenpark, sogar durch den Park der OdF bin ich neulich erst gegangen. Okay, früher war der nachts menschenleer, jetzt sitzen da welche rum, beides ist nicht toll. Und ich gebe zu, dass ich mir wünsche, dass es Polizisten gäbe, die da auch zu Fuß ab und zu vorbeikommen. Aber von "ständiger Angst Tag und Nacht" bin ich sehr weit entfernt, und viele Chemnitzer wohl auch.

  • 7
    10
    gelöschter Nutzer
    11.09.2018

    @aussaugerges: Ich lese gerade, dass nächste Woche die Gruppa Karl-Marx-Stadt am Nischel spielt. Die singen auf russisch und machen richtig Spaß. Das wär doch mal was für Sie. Kommen Sie doch mal nach Chemnitz.

  • 13
    6
    Hankman
    11.09.2018

    @Aussaugerges: Ich habe keine Angst, mich im Stadtzentrum zu bewegen, auch nicht am späten Abend. Und Veranstaltungen wie Weinfest, Bierfest, Stadtfest und die Konzerte mit Kraftklub, den Hosen u. a. sowie Kino und Konzerte auf dem Theaterplatz zeigen mir auch, dass die Behauptung, alle hätten furchtbare Angst und trauten sich nicht mehr in die Stadtmitte, völlig haltlos und bloße Propaganda ist. Was keine Propaganda ist: Ja, wir haben Ecken im Stadtzentrum, in denen man sich unwohl/unsicher fühlt. Es gibt Ecken, da werden Drogen vertickt - und dort besteht die Gefahr heftiger Gewalttaten. Und es gibt leider In- und Ausländer, die sich im Stadtzentrum völlig danebenbenehmen. Und, ja, wer als Flüchtling mehrfach erhebliche Straftaten begeht, muss (bei aller Menschlichkeit) das Land verlassen - egal, wie es in der Heimat aussieht. Das sind Sachen, die Politik und Behörden endlich offensiv angehen müssen, damit uns der Laden hier nicht irgendwann um die Ohren fliegt. Das erwartet die große Mehrheit der Chemnitzer. Was jedoch überhaupt nicht weiterhilft, ist Propaganda nach dem Motto "Alle haben nur noch Angst", "Alles wird immer schlimmer" usw. Das ist Schwachsinn. Da kochen Rechtsextremisten und Rechtspopulisten ihr ideologisches Süppchen auf Kosten der Stadt. Und vor allem verbitte ich mir mit Nachdruck, dass mir Auswärtige - ob nun Politiker, Aktivisten oder Journalisten - erzählen, wie es hier sei und wie es sich hier im Stadtzentrum angeblich anfühlt.

  • 16
    12
    Steuerzahler
    11.09.2018

    @Blackadder: Das bringt uns ungeheuer weiter, wenn wir Chemnitz international vergleichen! Die Chemnitzer spüren die Veränderung in ihrer Stadt. Und die letzten Zahlen waren mehr als eindeutig mit über 40% ausländischer Täter. Ja und dass Sie gestern Abend keine Angst hatten, das kann man verstehen. Bei den paar Leuten und der Polizei. Sogar Zöllner hat sich aufgeregt, dass so wenig gekommen sind. Es war eben nicht Kraftklub und Fischfilet! Vielleicht hatten aber auch einige so viel Anstand, nicht in unmittelbarer Nähe des Tatortes zu feiern.

  • 7
    11
    Pixelghost
    11.09.2018

    @cn3bj00, ‚aussaugerges‘ ist kein Chemnitzer.

  • 25
    11
    cn3boj00
    11.09.2018

    @aussaugerges, ich gebe Ihnen insoweit recht, dass sie das Thema Ausländerkriminalität und die Frage, ob Herr Runkel seiner Verantwortung gerecht geworden ist, offen ansprechen muss.
    Warum aber beim Gottesdienst niemand auf das Verbrechen eingegangen ist hat sie erklärt, was reiten Sie denn da darauf herum! Und dieses dauernde Angstgeschüre ist einfach nur nervig. Wie halten Sie das in dieser Stadt bloß aus? Mindestens 98% der BÜRGER sind nicht vor Angst auf die Straße gegengen. Wenn überhaupt hatten die wohl eher Angst vor Chaoten.

  • 15
    26
    aussaugerges
    11.09.2018

    Sie ist beim Gottesdienst nach der Tat nicht darauf eingegangen.

    Ungeheuerlier Akt der Ignoranz.

  • 21
    25
    gelöschter Nutzer
    11.09.2018

    @aussaugerges: Wenn man trotz international vergleichsweise niedriger Verbrechenszahlen Tag und Nacht in ständiger Angst lebt, sollte man einen Arzt aufsuchen, denn das ist nicht normal.

    Ich konnte gestern Abend am Nischel beim Konzert auch nicht erkennen, dass diese Menschen dort in Angst und Panik waren - und das mitten in der Innenstadt im Dunkeln so nah am Stadthallenpark. Boah, wie das überlebt wurde, unglaublich!

  • 19
    22
    aussaugerges
    11.09.2018

    Was ist mit den BÜRGERN die in ständiger Angst sind,Tag und Nacht .