Nazi-Marsch: Wirtschaft spürt Schaden

IHK für Toleranz und gegen Fremdenhass

Plauen.

Imageschaden fürs Vogtland: Die regionale Wirtschaft spürt die Auswirkungen der von der rechtsextremistischen Partei Der dritte Weg produzierten Fackelmarsch-Bilder aus Plauen. Nach der Aktion am ersten Mai sorgten sie bundesweit und auch international für Aufsehen. "Die Wahrnehmung unserer Region als fremdenfeindlich und nationalistisch ist nicht zu akzeptieren und gefährdet nicht nur unseren Wirtschaftsstandort, sondern auch das Ansehen Sachsens", heißt es in einer jetzt herausgegebenen Presseerklärung der IHK-Regionalkammer Plauen.

Als Folgen mache sich ein Erschweren bei der Gewinnung von Fachkräften aus dem In- und Ausland, der Vertrauensrückgang nationaler und internationaler Kunden sowie bei Investoren und Gästen in touristischen Einrichtungen des Vogtlands bemerkbar, beklagen verantwortliche Firmenchefs. Die regionale Unternehmensvertretung distanziert sich in dem vorgelegten Papier von Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus und stellt sich gegen das Schüren von Ängsten. Ein Klima von Weltoffenheit, Willkommenseins und Toleranz sei für internationale Handelsbeziehungen und den benötigten Zuzug gut ausgebildeter Fachkräfte Voraussetzung, betonen die Unternehmer des IHK-Präsidiums in ihrer Mitteilung. (nij)

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9Kommentare
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  • 2
    0
    Tauchsieder
    12.07.2019

    Da muss ich der "Distel...." hier mal Recht geben. Der Staat erntet im Osten das was er gesät hat.

  • 2
    5
    Distelblüte
    12.07.2019

    @Malleo: Den Staatsbürgerkunde-Unterricht habe ich schon lange hinter mir gelassen. Er ist auch nicht mehr relevant.
    Das Zitat von Karl Marx hingegen widerspiegelt den Bibelvers, den ich angebracht habe, recht gut. Es geht um das Prinzip von Ursache und Wirkung, verstehen Sie? Man erntet, was man sät. Einfache Dialektik.

  • 4
    2
    Malleo
    12.07.2019

    distel..
    Und wer nicht einmal etwas sät, der erntet auch nichts, lebt aber trotzdem das beschauliche Leben im Land der unbegrenzten Zumutbarkeit.
    Ich kenne da jede Menge, die das erfolgreich praktizieren.
    Sie auch?
    Noch was distel..
    Das Sein bestimmt das Bewußtsein!
    Staatsbürgerkunde Klasse 11 oder 12, stimmt's?

  • 5
    2
    Malleo
    11.07.2019

    Dann war wohl die Treuhand ein Vorreiter des III. Weges?

  • 8
    3
    Freigeist14
    11.07.2019

    Als die -Plamag- , eines der ältesten Druckmaschinen-Hersteller Deutschlands , in die Abwicklung getrieben wurde ,gab es noch keine Neonazis vom III. Weg auf der Straße.

  • 6
    5
    Tauchsieder
    11.07.2019

    Was doch der III. Weg für eine Macht hat, zwingt er angeblich aus Sicht der Schwarzseher der IHK die vogtl. Wirtschaft in die Knie. Dem Vogtland wird es wahrscheinlich bald wie der Pegida-Stadt Dresden gehen, steigende Besucherzahlen, oder eine florierende Industrie. Was bezwecken eigentlich solche angeblichen IHK-Experten mit solchen Aussagen?
    Eine Antwort wurde hier schon gegeben, sehe ich übrigens auch so, ein Ablenkungsmanöver.
    Die vom III. Weg lachen sich schief.

  • 6
    4
    Zeitungss
    11.07.2019

    Ein Imageschaden für das Vogtland ist der Niedriglohnsektor und seine Auswirkung auf diesen Landstrich. Auf diese Erkenntnis kommt man weder in der IHK noch in der Unternehmerschaft, was auch fatal wäre.
    Was dieser dritte Weg in die Landschaft streut, sollte den normalen Bürger nicht beikommen, denn der kann die Sache selbst einschätzen und es wird ihn nicht interessieren. Wenn nun diese Truppe (Ich kenne sie nicht einmal) für die Versäumnisse der Vergangenheit herhalten muss, ist das auch beschämend und ein "Schuldiger" muss schließlich her.
    Der IHK wäre dringend zu empfehlen eine Abteilung Ursachenforschung einzurichten, dann bliebe der Leser in Zukunft von Beiträgen verschont.

  • 6
    9
    Distelblüte
    11.07.2019

    Ich nehme den Firmmenleitungen die Ernsthaftigkeit ihrer Stellungnahmen ab.
    Andererseits kann keiner bestreiten, dass es vor allem der Rückhalt in der Bevölkerung ist, der diese rechtsextremen Gruppen stark macht. In Bayern wurde der 3. Irrweg von staatlicher Seite stark bedrängt und wich dann nach Sachsen aus, wo der Wille zum Widerstand gegen Rechtsextremismus jahrzehntelang fehlte und auch das Bewusstsein, wie gefährlich das ist.
    Man erntet, was man gesät hat.

  • 6
    8
    Tauchsieder
    11.07.2019

    Hört sich an wie ein Witz. Ist wahrscheinlich auch einer.
    Übrigens, wie prüft man eine Einbildung?



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