Bündnis will Widerstand gegen Treff ausweiten

Initiative setzt Sammlung von Unterschriften gegen Pro-Chemnitz-Pläne fort

Reitbahnviertel.

Die Mitglieder des Bündnisses Aufstehen gegen Rassismus werden ihre Unterschriftensammlung gegen den von Pro Chemnitz geplanten Treff im Reitbahnviertel fortsetzen. Das hat Gabi Engelhardt vom Bündnis angekündigt. Bisher wurden mehr als 600Unterschriften gesammelt. Ein Großteil davon ist in der vergangenen Woche Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig überreicht worden.

Jetzt ist darüber hinaus vorgesehen, die Aktion als Petition im Internet zugänglich zu machen. So könne der Protest bundesweit gezeichnet werden und werde auch über die Grenzen von Chemnitz hinaus bekannt, sagte Engelhardt.

Das Bündnis setzt sich seit mehreren Wochen gegen die Pläne der in Teilen rechtsextremen Bewegung Pro Chemnitz ein, die in einem Gebäude an der Brauhausstraße einen Treff für Anhänger einrichten will. In dem Haus hat der Chef von Pro Chemnitz, Martin Kohlmann, seine Rechtsanwaltskanzlei.

Zudem wird es voraussichtlich am 25. März im Weltecho ein Kommunalwahlforum mit Kandidaten für die Stadtratswahl geben, die am 26. Mai stattfindet, kündigte Engelhardt an. AfD und Pro Chemnitz werden nach ihren Angaben für die Veranstaltung keine Einladungen erhalten. "Wir wollen Rassisten und Rechten keine Plattform geben", erklärte sie. Zudem müsse sich das Bündnis Aufstehen gegen Rassismus an kein Neutralitätsgebot halten. Inhalte der Gesprächsrunde mit Stadtratskandidaten sollen der geplante Treff von Pro Chemnitz sowie die rechten Mobilisierungen in der Stadt sein, so Engelhardt.

Auf die Proteste gegen den Treff wollen sie und ihre Mitstreiter auch am 16. März, dem Europäischen Aktionstag gegen Rassismus, aufmerksam machen. An diesem Tag werde es am Karl-Marx-Monument eine Kundgebung von Mitgliedern des Bündnisses und anschließend eine Demonstration durch die Innenstadt geben, sagte Engelhardt. (hfn)

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4Kommentare
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  • 3
    6
    Distelblüte
    01.03.2019

    Neun rote Daumen... Da hab ich wohl einen wunden Punkt erwischt. Sorry, but... No sorry.

  • 11
    7
    sunhiller
    28.02.2019

    @Distelblüte...bitte vergessen Sie bei der politischen Bildung nicht die Steinewerfer. Die will hier auch keiner !!!

  • 14
    14
    Distelblüte
    28.02.2019

    @ArndtBremen: Sie haben recht; Kinder und Jugendliche gegen rechtsextreme Einflüsse fit zu machen ist ein wichtiges Anliegen. Die Bundeszentrale für politische Bildung stellt dafür Material bereit, auch einige andere Initiativen.
    Noch besser wäre es, es gäbe solche Weiterbildung auch für Eltern und Familien. Wenn Lehrer manche ihrer Schüler wie kleine Nazis reden hören, dann kann man sich denken, was zu Hause vorgelebt wird.

  • 6
    18
    ArndtBremen
    28.02.2019

    Frau Engelhard, bewegen Sie Ihre "Mitglieder" doch mal zur Aktion "Schulbildung gegen Rechts".



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