Corona-Proteste: Aufmerksamkeit um jeden Preis

Die Corona-Protestierer haben eine neue Aktionsform für sich entdeckt. Am Wochenende tauchte ein Chemnitzer Video dazu auf. Was steckt dahinter?

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium


  • 1 Monat kostenlos
  • Testmonat endet automatisch
  • E-Paper schon am Vorabend
  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+)

Sie sind bereits registriert? 

1919 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 0
    2
    mops0106
    17.11.2020

    @TWe: "So wirklich häufig können Sie ein Pflegeheim in Ihrem Leben noch nicht von innen gesehen haben."
    Ich hatte erstmal vom betreuten Wohnen gesprochen, in dem meine Schwiemu lebte. Hier wäre es kein Problem, dass die Pflegekraft eine FFP-Maske trägt, falls der Bewohner es möchte oder der Bewohner bei der Hilfestellung (außer beim Essen natürlich).
    Und auch im Pflegeheim gibt es Möglichkeiten, wie man heute sieht. Wir besuchen meinen Schwiegervater seit Jahren. Im Frühjahr war das leider von Mitte März bis Mitte Mai ebenfalls nicht möglich.
    Jegliches Infektionsrisiko lässt sich damit nicht verhindern unabhängig von CO19. Die meist älteren/ multimorbiden Menschen sind immer bedroht z.B. von Influenza- oder Noroviren. Und trotzdem und zum Glück isoliert man die Menschen nicht noch mehr als sie es im Heim sowieso schon sind.
    Diese asoziale Isolierung im Frühjahr empfinde ich als unmenschlich. Ich werfe das nicht den Verantwortlichen Im Heim vor, sondern der Politik.

  • 4
    2
    MuellerF
    17.11.2020

    @paral: Wieso spitzfindig? Ich wies Sie darauf hin, dass & warum eine ihrer Aussagen nicht stimmt & stellte im Anschluss eine Frage. Wie wär's mit einer inhaltlichen Antwort statt "mimimi"?

  • 4
    8
    typewriter
    16.11.2020

    Vielleicht sollte man die Proteste nicht generell verurteilen, sondern sie zum Anlass nehmen über einige offensichtliche Merkwürdigkeiten in dieser "Pandemie" nachzudenken.

  • 3
    5
    paral
    16.11.2020

    @muell...Sie schießen sich hier spitzfindig auf mich ein, weil ich Sie mal angepfiffen habe, wegen der penetranten Rechthaberei. Genau, so!

  • 6
    2
    TWe
    16.11.2020

    @mops
    So wirklich häufig können Sie ein Pflegeheim in Ihrem Leben noch nicht von innen gesehen haben. Das Leben und die Abläufe dort sind doch ein bisschen komplexer, als dass sich jegliches Infektionsrisiko allein mit einer FFP-Maske verhindern liese.

    Stellen Sie sich vor, die Bewohner dort müssen auch mal essen. Das ist mit Maske nun mal nicht möglich. Ein Mancher benötigt beim Essen Hilfe. Dafür muss eine Pflegekraft nah ran rücken. Gleiches gilt für Körperpflege, An- und Auskleiden oder Toilettengang (sofern der nicht mehr selbständig möglich ist). Sobald dann noch Demenz oder einfach nur Altersstarrsinn dazu kommen, können Sie Ihre Idee mit der Maske total vergessen.

    Ich bleibe dabei. Die Situation ist absolut besch... Den Verantwortlichen in Pflegeheimen und/oder Krankenhäusern deshalb unmenschliches Handeln vorzuwerfen, geht an der Realität total vorbei.

  • 22
    5
    Pixelghost
    16.11.2020

    @mops, als ich 2018 nach einer Krebsnachsorge-OP für 3 Wochen auf der ITS lag, gab es bei meiner Frau in der Kita einen Infektionsfall der zum Betretungsverbot auf der ITS führte - damals wie auch heute.
    Und während diese Zeit stand es mal „spitz auch Knopf“ wie man so schön sagt.

    Aber meiner Frau ist ja auch ausgebildete Krankenschwester, kennt das Ansteckungsrisiko - im Gegensatz zu den selbsternannten „Virologen“ hier.

    Im Übrigen habe ich in insgesamt 11 Monaten Krankenhausaufenthalt des öfteren feststellen dürfen, wie Bekannte und Verwandte der Bettnachbarn mit Rotze in die Klinken zu Besuch kamen und/oder es nicht fertig brachten, bei Betreten der Zimmer die Hände zu desinfizieren.

    Das Infektionsgeschehen jetzt war für mich abzusehen.

  • 11
    14
    MuellerF
    16.11.2020

    "Ob es Querdenker waren, oder ab die Aktion im Bereich des Zentrums für politische Schönheit angesiedelt ist, bleibt offen."

    Da bleibt nix offen: es steht klar & deutlich im Text, wer hinter diesen Ideen & Aktionen steht! Das Weitere klärt sich durch Gebrauch einer Suchmaschine & anschließendem aufmerksamen (!) Lesen...

    "Täuschen und tarnen, um die Querdenker zu diffamieren? Soweit noch etwas verschwörungstheoretisches."

    Tja, entweder Sie wollten hier selbst etwas tarnen & täuschen oder Sie fallen auf einen simplen Trick herein: Verschwörer, die anderen Verschwörungen andichten - was davon ist es ?

  • 12
    9
    Einspruch
    16.11.2020

    Die bisher von uns gegangenen Angehörigen , die wir auf der ITS noch bis zum Schluß begleiten konnten, haben sich an jeden Besuch geklammert und darauf gefreut. Von der ITS herunter haben sie es auch ohne Corona nicht mehr geschafft. Insofern muss ich mops Recht geben, die verordnete Einsamkeit am Ende ist unmenschlich. Man wird in ein Zimmer abgeschoben und scheidet einsam aus dem Leben. Was soll dieser Quatsch. Ein Besuch hätte nie etwas verschlimmert, bei keinem. Das Abschied nehmen gehört auch für die Hinterbliebenen zur Bewältigung des Verlustes. Statt dessen regieren nun Bürokratie und die Virologen. Welche herzlose Verrohung.

  • 7
    8
    mops0106
    16.11.2020

    Das Besuchsverbot im betreuten Wohnen/ Heim galt von Mitte März bis Mitte Mai. Dann wurden auch aufgrund der neuen Verordnung Maßnahmen zu Besuchsmöglichkeiten organisiert. Das kam für meine Schwiemu zu spät, weil sie fast zeitgleich auf die ITS kam, wo sie mein Mann dann noch einmal besuchen konnte.
    Wir haben mit einigen Menschen aus dem betreuten Wohnen gesprochen danach. Die meisten wollten Kontakt und keine Isolation, auch wenn es mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Menschen, die im Besitz ihrer geistigen Kräfte sind, sollen selbst entscheiden dürfen, wie sie leben und welche Risiken sie eingehen möchten. Es geht nicht um den einen Besuch auf der ITS sondern die zwei Monate vorher. Ältere/ vorerkrankte Menschen sind von CO19 wie auch von Influenza am meisten betroffen. Schutz ist ohne Isolierung, Quarantäne, Lockdown möglich, in dem die Menschen, die sich schützen möchten/ müssen, eine FFP-Maske tragen können (zusätzlich zu normalen Hygienemaßnahmen).

  • 4
    2
    saxon1965
    16.11.2020

    Welcher meiner Sätze bzw. Hinweise war falsch? ... außer das "Dass".

  • 32
    18
    Gerhard56
    16.11.2020

    Diese sog. „Querdenker“ sind ein Haufen von Egomanen und Selbstdarsteller. Denen ist die Gesellschaft sch....egal. Und, sie bekommen zu viel mediale Aufmerksamkeit.

  • 17
    6
    saxon1965
    16.11.2020

    Kunst, Provokationen, Satire, Geschmacklosigkeiten spalten stets (siehe Böhmermann & Co.) und sollen ja förmlich zur Diskussion anregen.
    Das diese Dinge jedoch nur bestimmten Menschen vorbehalten sind, ist mir neu.

    "Bald wird jeder von uns jemanden kennen, der an Corona gestorben ist."
    Sebastian Kurz, März 2020
    https://www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/5793215/Bundeskanzler-Sebastian-Kurz_Bald-wird-jeder-von-uns-jemanden

    P.S.: Diese Provokateure waren nicht nur in Chemnitz unterwegs, also nicht gleich wieder das Selbstmitleid auspacken.

  • 23
    5
    TWe
    16.11.2020

    @mops0106
    Natürlich ist das tragisch, was Sie hier schildern. Aber was ist denn Ihrer Meinung nach die Alternative?

    Auf der ITS liegen die in höchstem Maß vulnerablen Patienten. Dass dort erstes der Zutritt beschränkt wird, um genau diese Patienten zu schützen, liegt auf der Hand. Dem medizinischen Personal deshalb "unmenschliches" Handeln vorzuwerfen, ist m. E. nicht gerechtfertigt.

    Sie schreiben, dass Ihr Mann seine Mutter (in der scheinbar palliativen Situation) auf der ITS besuchen durfte. Für mich ist genau das ein Indiz dafür, dass das medizinische Personal in der zweifellos nicht einfachen Situation verantwortungsbewusst und vor allen Dingen menschlich gehandelt hat.

  • 23
    9
    GPZ
    16.11.2020

    @mops0106: Mein Beileid zum Tod ihrer Schwiegermutter. Allerdings verwundert mich das Besuchsverbot über „Monate“. Das gab es doch nur April/Anfang Mai?

    Auch verstehe ich Ihre Ablehnung von Schutzmaßnahmen in anderen Kommentaren noch weniger. Dadurch hat man nun erneut diese Risiko-Situation. Wenn Omi 1 sich bei Sohn 1 infiziert und Omi 2 3 4 und 5 ansteckt, die aber auf Besuche verzichtet haben, ist das auch eine weitreichende Sache, die auch für die Vorsichtigen tödlich enden kann. Deshalb ist es sinnvoll, Schutzmaßnahmen in Heimen zu treffen. Am besten natürlich mit Kontaktmöglichkeiten zu Angehörigen. Nur in kritischen Lagen, wenn man es mit keinen Hygienekonzept mehr vertreten kann, müssen leider auch diese eingeschränkt werden.

    Die Witzfiguren aus dem Video wollen ja alle Schutzmaßnahmen auch außerhalb von Heimen abschaffen. Damit schaffen sie dort mehr Isolation und Tote. Besser nach- als querdenken.

  • 26
    16
    mops0106
    16.11.2020

    "Sterbe einsam"- Meine Schwiemu ist einsam gestorben. Sie hatte schlimme letzte Monate isoliert im betreuten Wohnen/ Pflegeheim und 3 letzte Wochen auf der ITS (ohne CO19). Wir durften sie nicht besuchen. Auf der ITS durfte mein Mann seine Mutter noch einmal sehen. Das ist unmenschlich, was da gemacht wurde.

  • 88
    25
    TWe
    16.11.2020

    Das ist eine schöne Werbung für unsere Stadt.

    Sind hier wirklich alle so schmerzfrei, dass es offenbar keinen stört, wenn die Einwohner des übrigen Deutschlands nur noch kopfschüttelnd und mitleidig auf Chemnitz schauen.

    Ob die weißen Witzfiguren eine Ahnung davon haben, welch armselige Vorstellung sie abgeben? Die Vermummung dieser Gestalten dient sicherlich in erster Linie dafür, dass sie auf der Straße nicht erkannt und für die Image-Schädigung unserer Stadt nicht zur Verantwortung gezogen werden können.

  • 42
    46
    paral
    16.11.2020

    Diese Protestform ist genauso geschmacklos und sinnlos, wie die vorgeblich satirisch gemeinten Videos der Bundesregierung. Beides ist Mummenschanz, um mal diesen abwertenden Begriff zu gebrauchen. Ob es Querdenker waren, oder ab die Aktion im Bereich des Zentrums für politische Schönheit angesiedelt ist, bleibt offen. Täuschen und tarnen, um die Querdenker zu diffamieren? Soweit noch etwas verschwörungstheoretisches.

  • 103
    25
    GPZ
    16.11.2020

    „Wo sind die Toten...“ Soll man die auf dem Marktplatz ausstellen oder was? Seid doch froh, dass man dank Maßnahmen bisher viele verhindern konnte. Denkt auch mal nach, was eure Wichtigmachdemos mit den Angehörigen von Opfern machen.

    Schrecklich, so etwas zu lesen. Besonders dann, wenn man bei einer nahestehenden Person erst vor ein paar Monaten gesagt bekommen hat, dass sie es nicht schaffen wird. Zu unserem Glück hat sie es doch. Ich habe immer gesagt, dass ich so etwas niemanden wünsche... wenn ich die Proteste sehe, habe ich leider doch den Gedanken...

  • 55
    27
    MuellerF
    16.11.2020

    "Wo sind die Toten, die uns versprochen worden sind?"

    Na, da bin ich aber mal gespannt, ob diese Art Satire (?) bei den gleichen Leuten ein ebenso negatives Echo hervorruft wie die beiden Clips der Bundesregierung...