Schlägerei am Stadion: Beteiligte waren Ordner

Chef von Sicherheitsfirma: Mitarbeiter wurden angegriffen

Nach der Schlägerei am Stadion nach dem Heimspiel des Chemnitzer FC gegen Rathenow hat sich der Geschäftsführer der Sicherheitsfirma geäußert, die seit kurzem Ordner im Stadion stellt. Carsten Klauer bestätigt gegenüber "Freie Presse" Polizeiangaben, wonach es sich bei sieben an der Auseinandersetzung beteiligten Personen um Mitarbeiter seiner Firma handelte. Die Männer mit Migrationshintergrund seien nach dem Dienst im Stadion an einem bei CFC-Fans beliebten Pub vorbeigekommen, angegriffen und verfolgt worden, so der Geschäftsführer von Power Personen-, Objekt-, Werkschutz. Den Grund dafür kenne er nicht. Er könne sich aber nicht vorstellen, dass seine Mitarbeiter provoziert hätten: "Deeskalation ist Teil der Schulungen, die sie durchlaufen." Die rechtsextremistische Vereinigung Pro Chemnitz hatte auf ihrer Facebookseite den Eindruck erweckt, die Ordner hätten provoziert und eine Person angegriffen.

Zu der Auseinandersetzung war es am Samstag gegen 17 Uhr in unmittelbarer Nähe des Stadions gekommen. Die Polizei spricht von sieben Männern - sechs Syrer und ein Libyer -, die mit einer Gruppe überwiegend Deutscher aneinandergeraten seien. Ein Syrer sei mit Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden; zudem habe ein Deutscher leichte Verletzungen erlitten. Der Anlass der Auseinandersetzung und der Hergang würden noch ermittelt, sagt ein Sprecher der Polizei. Sie ermittelt wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch.

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Der CFC äußert sich auf Anfrage nicht zu der Schlägerei. Man wolle erst die Ermittlungen abwarten, sagt Sprecher Steffen Wunderlich. Der Verein sei mit der Arbeit des neuen Sicherheitsdienstes zufrieden. "Das Unternehmen leistet gute Arbeit", so Wunderlich. Die Firma ist in den vergangenen beiden Heimspielen eingesetzt worden. "Bislang sind keine Zwischenfälle im Stadion bekannt und es gab keine Beschwerden über die Ordner", so der Sprecher. Das Unternehmen ist bundesweit tätig unter anderem bei Heimspielen des Hamburger SV und von Dynamo Dresden. Der CFC hatte sich Mitte März von der bisherigen Sicherheitsfirma getrennt, ohne Gründe zu nennen. Eine Woche zuvor war im Stadion eines verstorbenen Neonazis gedacht worden. (lumm)

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