20 große Fragezeichen zur Ausstellung Gegenwarten

Am Eröffnungstag versammelten sich einige hundert Menschen um die Objekte der "Gegenwarten" im öffentlichen Raum. An einer Position mussten sie sogar ziemlich lange anstehen.

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2828 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    0
    mops0106
    22.08.2020

    Natürlich müssen alle, die Sachbeschädigungen begehen, gleich bestraft werden.

    Wer Hakenkreuze etc. sprüht, begeht eine politische Straftat und eine Sachbeschädigung. Für diese Taten wird er verurteilt, wenn er erwischt wird. Die politische Straftat wird hier, zurecht, höher gewichtet.

    Wenn jemand seit Jahrzehnten Sachbeschädigungen begeht, um die vorgenannte andere politische Straftat zu "bekämpfen", macht sie das für mich nicht zur Vorkämpferin.

  • 1
    1
    WolfgangPetry
    22.08.2020

    Angesichts der Empörung bespielsweise über die betagte Übersprayerin und der Forderung alle „Sachbeschädigungen“ gleich zu bestrafen habe ich mal geschaut, wie häufig sich die entsprechenden Kommentatoren in der Vergangenheit gegen regelmäßig aufgetauchte Hakenkreuzgraffities und andere verfassungsfeindliche Symbole im Stadtgebiet geäußert haben. Konnte keinen einzigen Kommentar finden. Komisch

  • 2
    2
    Albatros
    18.08.2020

    @ArndBremen

    Ihre Interpretation des von mir Geschriebenen löst Entsetzen aus. Wo wünsche ich mir denn bitteschön eine Verhinderung von Straftaten durch Straftaten?

    Eine Gesellschaft ohne Hakenkreuzschmierereien ist für Sie nicht erstrebenswert? Hat Frau Mensah-Schramm denn Straftaten begangen? Ist sie dafür bis zur letzten Instanz verurteilt worden? Die Antwort lautet: Nein.

    @censor

    In unserer rechtsstaatlichen Ordnung ist es eben nicht egal, was gesprüht wird. NS-verherrlichende Schmierereien sind völlig zu Recht strafbar. Generell können Graffiti im öffentlichen Raum Sachbeschädigung sein, dafür gibt es ja Gesetze. Darüber im Einzelfall zu urteilen, überlasse ich der unabhängigen Justiz.

    Und unabhängig von Rechtsstaatlichkeit kann ich es gut finden, wenn jemand etwas gegen gesprühte Nazi-Symbole unternimmt und es entsprechend schlecht finden, wenn jemand solche Symbole und Aussagen fabriziert. Wenn Sie das nicht so sehen, ist das Ihre Meinung, die ich nicht richtig finden muss. Aber dafür haben wir ja eine lebendige Demokratie...

  • 9
    6
    mops0106
    17.08.2020

    @cn3boj00: Arndt Bremen hat das heute schon treffend angemerkt.

    Ich frage auch:
    - Sie wünschen sich also eine Gesellschaft, in der Straftaten mit Straftaten verhindert werden?
    - Wer rechtsextreme Symbole sprüht, begeht eine politische Straftat und Sachbeschädigung. Wer diese Graffiti übermalt/ vergrößert, begeht Sachbeschädigung.
    - Ich bin gegen jegliche extremistische Straftaten, in der Diskussion hier geht es aber um Antifa und die Antifa-Objekte. Zu einem anderen Beitrag wurden auch Meinungen zu den anderen Objekten wiedergegeben. Es bleibt übrigens jedem selbst überlassen, worüber er diskutieren möchte. Das ist Demokratie.

    - Mäßigen Sie bitte Ihren Ton und unterlassen Sie Ihre persönlichen Angriffe.

  • 5
    1
    Haju
    17.08.2020

    @censor
    Großflächig, wohlgemerkt. Nur die eingefärbten Stellen des Putzes genau und sauber weghacken würde man mir ja schließlich auch zu Recht verbieten.

  • 11
    7
    censor
    17.08.2020

    @cn3boj00
    Kunst muss nicht neutral sein, aber Museen, die Kunst ausstellen, müssen neutral sein, denn sie werden von unser aller Steuergeldern finanziert.

  • 11
    6
    censor
    17.08.2020

    Es erschüttert mich immer wieder, wie sehr manche Teilnehmer eine Vorgehensweise befürworten, die Straftaten in gute und böse Handlungen einteilt, je nachdem, aus welcher politischen Randgruppe der Täter kommt.

    Leute, in einer rechtstaatlichen Ordnung muss es völlig egal sein, ob ein Sprayer diese oder jene Parolen oder Symbole auf Wände sprüht. Das Sprühen an sich ist eine Straftat, denn sie stellt eine Beschädigung fremden Eigentums dar.

    Was ist daran so schwer zu verstehen?
    Nochmal: Der Zweck heiligt niemals die Mittel.
    Wo kämen wir hin, wenn wir nach diesem Grundsatz handelten? Bitte mal weiter denken!

  • 10
    3
    Haju
    17.08.2020

    @cn3boj00
    Es geht um PARTEIpolitische Neutralität der Kunstsammlungen. Und da könnte ich auch nicht verbreiten, daß die Frankfurter „Antifa“ unter dem Motto „Frankfurt entnazifizieren“ zum Kampf gegen AfD, CDU und FDP aufgerufen und eine Karte der Stadt veröffentlicht haben, auf der unter anderem Adressen von Politikern und Parteibüros sowie verschiedener Vereine von AfD, CDU und FDP verzeichnet sind

  • 11
    9
    cn3boj00
    17.08.2020

    "Und wer seit Jahrzehnten Straftaten begeht, um Graffiti mit anderen Schmierereien zu übersprühen, sollte endlich zur Verantwortung gezogen werden". Diesen Tenor von Herrn Mops finde ich unerträglich. Hakenkreuze oder NS-Parolen sind eben nur Graffiti, und darüber gemalte Herzen eben Schmierereien.
    Im Übrigen geht es hier nicht nur um Antifa, sondern auch 19 andere Projekte, die durchaus interessant sind. Aber manche haben schon einen Tunnelblick. Das lässt auf den Gemütszustand schließen.

  • 11
    14
    cn3boj00
    17.08.2020

    Interessant, dass das Peng Projekt doch noch da ist nachdem es im Vorfeld Streit gab weil angeblich ein Museum "politisch neutral" sein müsse. Nun, Kunst muss das nicht. Kunst kann und soll politisch sein, sie darf provozieren. Denn oft ist es die Kunst, die uns die Augen öffnet über den Zustand unserer Gesellschaft.
    Manchmal natürlich auch Leserkommentare. Wenn zum Beispiel über "Straftäter", die Hakenkreuze übermalen, mehr geredet wird als über den Umstand, dass überhaupt Hakenkeuze geschmiert werden. Das lässt tief blicken.

  • 14
    9
    Ramomba
    17.08.2020

    „Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit.“ Ein Zitat von Gustav Klimt, einer der bekanntesten Künstler Österreichs und Hauptvertreter des österreichischen Jugendstils. Ich deute mal so: Jede Generation bekommt die Kunst, die sie verdient. Die Chemnitzer*innen von heute den Darm von Marx und ein Autofrack im Schlossteich, eine Brücke, die keine Brücke ist. Ich finde es wunderbar. Und verweise auf ein besonderes Werk: Die Bepflanzungen an der Alten Post. Was dort wächst, darf sogar geerntet werden. Vorher war es hier kahl, die Betonwürfel hässlich und leer. Auch das ist Kunst im öffentlichen Raum, überraschend anders. Um Kunst wurde schon immer gestritten. Das ist sie gewohnt. Das macht ihr nichts. Ich genieße den Tumult hier. Es macht mit den Menschen, was Kunst machen soll: Sie bewegen, aufregen, anregen. Kunst, die das nicht vermag, langweilt. Langeweile hat Chemnitz genug. Den Titel Kulturhauptstadt hat sie verdient, wie keine andere Stadt. Denn der Titel ist keine Auszeichnung, sondern Ansporn. Wir hier brauchen den ganz dringend.

  • 14
    13
    ArndtBremen
    17.08.2020

    Albatros, sie wünschen sich also eine Gesellschaft, in der Straftaten mit Straftaten verhindert werden. Ihre Einstellung muss Entsetzen auslösen.

  • 16
    13
    Albatros
    17.08.2020

    Wer also zivilgesellschaftliches Engagement zeigt und Hassbotschaften, Hakenkreuze und andere verbotene rechtsradikale Sprüche und Aufkleber entfernt oder übermalt, ist in den Augen mancher hier genauso schlimm, wie die Urheber:innen dieser Botschaften? Das ist schon ziemlich traurig.

    Wir können froh sein, dass es noch so mutige Menschen wie Irmela Mensah-Schramm gibt. Verfahren gegen sie wurden letztlich immer eingestellt.

    Und ist es nicht toll, dass Gerhard Schöne sie sogar mit seinem Song "Die couragierte Frau" geehrt hat. Die Frau hat meinen größten Respekt.

  • 19
    15
    ths1
    17.08.2020

    Ich kann nur hoffen, dass Chemnitz nie Kulturhaupstadt wird.

  • 9
    12
    mops0106
    17.08.2020

    https://www.focus.de/panorama/welt/grosse-gefahrenanalyse-linksextreme-werden-radikaler-antifa-soll-anschlaege-auf-polizisten-vorbereiten_id_12292464.html

  • 18
    11
    mops0106
    17.08.2020

    Ich habe eine kleine Auswahl der Straftaten der Antifa/ Autonomen/ Linksextremen gebracht; nicht mehr und nicht weniger.

  • 11
    17
    MuellerF
    17.08.2020

    @mops: Unterstellungen? Was Sie geschrieben haben, steht da schwarz auf weiß!
    Und wo SIe den Begriff schon ins Spiel bringen: dass ihre Beispiele keine Straftaten sind, habe ich gar nicht behauptet!

  • 14
    9
    KMS1983
    17.08.2020

    @MuellerF, stimmt, wenn es darum geht antifaschistische Aufklärungsarbeit zu leisten fällt mir auch sofort die Antifa ein, nicht! Wer Extremisten in seinen Reihen duldet ist staatsfeindlich eingestellt. Das gilt für eine AFD genauso wie für selbsternannte Antifaschistische Gruppierungen mit ausgeprägtem Narzismus.

  • 30
    15
    censor
    17.08.2020

    @MuellerF -Gibt es Ihnen nicht zu denken, dass vielen Zeitgenossen inzwischen nur noch Straftaten einfallen, wenn sie "antifaschistisches Engagement" hören?

    Liegt das nicht auch am verqueren Rechtsverständnis der sog. Antifaschisten, die diese Taten begehen und nicht zuletzt auch an dem der Politikvertreter, die sie protegieren?

    Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Das kann man nicht oft genug wiederholen.
    Ein echter Antifaschist agiert friedlich, rechtsstaatlich und demokratisch, sonst ist er nicht besser als die, die er bekämpfen will.

  • 22
    19
    mops0106
    17.08.2020

    Unterlassen Sie diese Unterstellungen, Mueller. Die Beispiele, die ich benannt habe, sind Straftaten.

  • 28
    27
    MuellerF
    17.08.2020

    @mops: Propaganda - da sagen Sie was..ich empfinde es als Propaganda, dass Sie antifaschistisches Engagement ausschließlich mit Straftaten in Verbindung bringen!
    Das ist zwar ein durchaus vorhandener & medienwirksamer, tatsächlich jedoch sehr kleiner Bereich. Der weitaus größere widmet sich der Unterstützung von Menschen, die durch faschistische Umtriebe bedroht werden!

  • 27
    12
    ldn
    17.08.2020

    Das tägliche Schäumen unter den Artikeln ist einfach faszinierend.

  • 23
    22
    Franziskamarcus
    17.08.2020

    Brauch das jetzt noch jemand oder kann das weg?

  • 28
    29
    mops0106
    17.08.2020

    "...die zum Teil kriminalisiert wurde...Und jeder kann sich selbst eine Meinung darüber bilden, ob das christliche Abendland in Gefahr ist, wenn etwa die 75-Jährige Irmela Mensah-Schramm Hakenkreuze im öffentlichen Raum übersprüht und nun für 1000 Euro vom Peng-Projektgeld wieder Spraydosen und Fahrkarten für ihren friedlichen Feldzug gegen Nazi-Schmierereien kaufen kann."

    Diesen Tenor von Herrn Zwarg finde ich unerträglich. Heute ist also wieder Propaganda dran.

    Wer Brände legt, fremdes Eigentum zerstört, Steine/ Brandsätze auf Menschen wirft, diese verletzt und deren Leben bedroht, wer Menschen in seinem Viertel bedroht, ....ist kriminell. Berlin, Leipzig, Hamburg,...Und wer seit Jahrzehnten Straftaten begeht, um Graffiti mit anderen Schmierereien zu übersprühen, sollte endlich zur Verantwortung gezogen werden. Man könnte bestimmt mehr von den Schmierern jeder Coleur fassen, wenn man es denn wollte?

  • 39
    22
    Malleo
    17.08.2020

    Die "Berühmtheit" mancher Zeitgenossen lässt sich nur mit der Dummheit ihrer Bewunderer erklären.

  • 33
    29
    1005
    17.08.2020

    Wer zum Teufel hat diese Ausstellung genehmigt ?

  • 39
    28
    censor
    17.08.2020

    Man glaubt sich im falschen Film, wenn man liest, dass eine Aktivistin, die rechtsradikale Schmierereien übersprüht, mit den Ausstellungsgeldern dahingehend unterstützt wird, dass man ihr Geld für neue Spraydosen spendet.

    Man fördert also das Übertünchen der einen Straftat durch das Begehen der nächsten. Ich kenne aus der Kindheit noch den Begriff "Narrenhände beschmieren Tisch und Wände."

    Ich weiß auch nicht, wie man die Verunstaltung öffentlicher Flächen mit Graffitis aller Art verhindern soll - aber wäre es nicht Sache der Exekutive, die Entfernung verfassungswidriger Sprayereien zu veranlassen, nachdem sie dokumentiert und Spuren gesichert wurden?
    Gleichzeitig müsste man die Sensibilität der Öffentlichkeit schärfen, solche Delikte den Behörden zeitnah nach der Tat zu melden und ggf auf frischer Tat erwischte Täter selbst mit entsprechenden Farbentfernern davorstellen und sie diese unter Aufsicht entfernen lassen - nicht nur einfach übersprühen.

    Ich hätte ja noch Verständnis, wenn man der Frau einen Klebstofflöser finanziert, mit dem sie all die Sticker von Dachrinnen, Straßenlampen- und Ampelmasten usw entfernt - aber dann bitte alle, auch die Sticker der sog. "Guten".

  • 21
    23
    KMS1983
    17.08.2020

    Wie verlogen vom Peng Kollektiv eine alte Frau vorzuschieben, die ihre Überzeugungen von sich aus umsetzt. Was glaubt ihr eigentlich, wie viele in Chemnitz ständig Nazi Sticker und AFA Geschmiere entfernen? Und die bekommen keinen Cent, geschweige denn eine Ausstellung dafür.