TU Chemnitz befürchtet Folgen für Wissenschaftsstandort Chemnitz

Die Hochschulleitung reagiert mit einem offenen Brief auf Ereignisse der vergangenen Tage. Mehr als jeder vierte Student der Uni kommt aus dem Ausland.

Angesichts der Ereignisse in Chemnitz in den vergangenen Tagen befürchtet die Technische Universität Chemnitz Rückschläge für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Stadt und für den Wissenschaftsstandort. Chemnitz habe sich in den vergangenen Jahren in diversen Bereichen durch das großartige Engagement Vieler hervorragend entwickelt, heißt es in einem von Rektor Gerd Strohmeier und Maximilian Eibl, dem Prorektor für Lehre und Internationales, unterzeichneten offenen Brief, der unter anderem auf der Internetseite der Universität publiziert wurde. "Es hat uns schwer getroffen, dass die Ereignisse der letzten Tage diesem Engagement und dieser Entwicklung massiv zuwiderlaufen und aktuell das Bild von Chemnitz dominieren."

Strohmeier und Eibl zeigten sich bestürzt über den gewaltsamen Tod des jungen Mannes, der in der Nacht zu vergangenen Sonntag nach einem Messerangriff gestorben ist, aber auch über "die darauffolgenden, fremdenfeindlichen und rassistischen Übergriffe, Ausschreitungen und Randale". Diese seien durch nichts zu rechtfertigen, heißt es in der Erklärung. Die von Gewalt, Hass und Hetze geprägten Bilder der vergangenen Tage stünden in diametralem Gegensatz zum Selbstverständnis und zur gelebten Kultur an der Hochschule.

Die TU Chemnitz hat neben Mitarbeitern verschiedener Nationalitäten bundesweit einen der höchsten Anteile internationaler Studierender und gilt als die internationalste Universität in Sachsen. Sie zählte zuletzt mehr als 3000 ausländische Studierende. Das entspricht einem Anteil von fast 27 Prozent.

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