Uni sucht Dokumente zur Alten Aktienspinnerei

Archiv recherchiert in der Vergangenheit des Gebäudes - Chemnitzer können persönliche Erinnerungen beisteuern

Voraussichtlich Ende dieses Jahres soll das sanierte und umgebaute Gebäude der Alten Aktienspinnerei an der Straße der Nationen der Technischen Universität (TU) übergeben werden. Dann, so die TU, kann der Umzug ihrer Bibliothek, ihres Archives und ihres Patentinformationszentrums in die direkte Nachbarschaft zum Busbahnhof beginnen.

Um mehr über die Geschichte des Gebäudes erfahren zu können, werden derzeit Bestände des Uni-Archives durchsucht, teilt die TU mit. Doch die Mitarbeiter setzen bei der Erkundung der Vergangenheit des Gebäudes auch auf Unterstützung von Menschen, die mit der Aktienspinnerei persönliche Erlebnisse und Erinnerungen verbinden. So hofft Stephan Luther, Leiter des Uni-Archives, auch Bilder zu finden, auf denen die Aktienspinnerei nicht das Hauptmotiv, sondern eher als fotografischer Glücksfall im Hintergrund zu sehen ist.


Die im Baustil des historischen Eklektizismus errichtete Aktienspinnerei entstand um 1858 nach der Gründung einer Aktiengesellschaft als damals größte Spinnerei Sachsens. Abweichend von früheren Spinnereien, hatte der Architekt Friedrich Theodor Roschig das Gebäude vor allem wegen der Brandgefahr ganz aus Eisen und Stein projektiert. Damit galt der Bau zu der Zeit als einer der brandsichersten der Stadt. 1914 endete der Spinnereibetrieb. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude stark beschädigt. Später befanden sich darin unter anderem ein Kaufhaus, Büros, die Stadtbibliothek und das Puppen-theater. (gp)

Kontakt Wer Dokumente, Zeitungsmaterial, Fotos und Erinnerungen im Zusammenhang mit der Geschichte der Alten Aktienspinnerei beitragen kann, meldet sich unter der Telefonnummer 0371 53113200 oder per E-Mail an uni-archiv@tu-chemnitz.de.

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