Zwönitz lässt keine Fragen offen

Die Handballer des HSV haben sich in der Verbandsliga gegen Schlusslicht Böhlen souverän mit 31:22 durchgesetzt. Der Sieg geriet nie in Gefahr - trotz Personalnot.

Zwönitz.

Die Personalprobleme waren nicht gerade klein. Auf seinen wurfgewaltigen Rückraumspieler Tommy Löber musste HSV-Trainer Frank Riedel am Samstag ebenso verzichten wie auf Allrounder Bill Hofmann - beide fehlten krankheits- beziehungsweise verletzungsbedingt.

Doch trotz der Ausfälle mussten sich die Fans in der Zwönitzer Sporthalle gegen den HV Böhlen, der momentan am Tabellenende der Verbandsliga steht, zu keinem Zeitpunkt Sorgen machen. Wenngleich sich die Gäste aus der Nähe von Leipzig tapfer wehrten, vermochten sie es spielerisch und in Sachen Tempo nicht, mit den Erzgebirgern mitzuhalten. Stattdessen konnten sie sich bei ihrem starken Torhüter bedanken, dass die Hausherren ihren ersten Fünf-Tore-Vorsprung beim Stand von 11:6 bis zur Pause nicht weiter ausbauten.

Dass die Zwönitzer am Anfang trotzdem ein wenig Zeit brauchten, um richtig in Fahrt zu kommen, lag indes nicht nur an den fehlenden Stammkräften, sondern auch an der Experimentierfreude des Coaches. Riedel nutzte die Gelegenheit, um Angriffsformationen zu testen, die die Zuschauer bislang eher selten in dieser Form gesehen haben. "Aufgrund der ohnehin fehlenden Spieler und der Tabellensituation konnten wir heute taktisch und personell vieles probieren. Manches hat funktioniert, anderes auch mal weniger, aber das liegt in der Natur der Sache", sagte er. Als die Gastgeber nach einer Viertelstunde fünf Tore in Folge erzielten, war bereits eine Vorentscheidung gefallen.

Auch nach dem Seitenwechsel nutzte Riedel die Gelegenheit, möglichst allen Spielern lange Einsatzzeiten zu geben. "Es gab da zwar auch noch Luft nach oben, aber unser Vorsprung ist dann langsam aber stetig angewachsen", sagte Riedel. Bisweilen sah es sogar so aus, als könnten die Zwönitzer sogar noch an das Hinspielergebnis mit 14 Toren Differenz (36:22) anknüpfen. "Aber dafür waren hinten raus leider ein paar Unkonzentriertheiten und vergebene Chancen zu viel drin", so Riedel, für den es am letztlich hochverdienten 31:22-Sieg seines Teams aber "nichts zu rütteln" gab, wie er betonte.

In der Tabelle setzt sich der Zweikampf zwischen Zwönitz auf Platz 2 und dem punktgleichen Spitzenreiter LVB Leipzig II weiter fort. Die Messestädter, die gegenüber den HSV-Herren das bessere Torverhältnis haben, ließen im Topspiel beim Dritten Rückmarsdorf nichts anbrennen und gewannen mit 32:27. Am kommenden Samstag geht das Fernduell in die nächste Runde. Die Erzgebirger haben zum dritten Mal in Folge Heimrecht und empfangen um 16 Uhr den Neunten Rottluff/Lok Chemnitz. Leipzig muss eine Stunde vorher zum Lokalderby antreten - vor heimischer Kulisse geht es dann gegen Lok Leipzig-Mitte, das derzeit auf Tabellenrang 6 liegt. Am letzten Spieltag am 21. April treffen Zwönitz und Leipzig in der größten Stadt Sachsens direkt aufeinander.

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