Zwönitz schüttelt Verfolger ab

Die HSV-Damen bauen nach einem tollen Kampf ihren Vorsprung in der Handball-Bezirksliga aus. Der Sieg gegen den ärgsten Verfolger sorgt nun für Gesprächsstoff im Team.

Zwönitz.

Mit 23:19 haben die Handball-Damen des Zwönitzer HSV die richtungsweisende Partie gegen den BSV Limbach-Oberfrohna gewonnen und damit ihre Führung in der Tabelle der Bezirksliga auf fünf Punkte ausgebaut. Ein Erfolg, den sich die Zwönitzerinnen hart erkämpfen mussten. "Den Sieg haben wir unbedingt gebraucht, denn Limbach ist unser größter Kontrahent", zeigte sich Rechtsaußen Helen Haunschild nach dem Spiel erleichtert.

Die wendige 19-Jährige blieb mehrmals bei Tempogegenstößen ihrer Mannschaft allein vor der Torfrau der Gäste eiskalt. Auch HSV-Coach Ralf Beckmann lobte das gute Miteinander in der Abwehr und sah in den erfolgreichen Kontern den Schlüssel zum Sieg: "Ballverluste und dann schnelle Tore für uns - so etwas tut jedem Gegner weh", sagte er. Michelle Kaulfuß erzielte dazu mit kraftvollen Distanzwürfen einige schöne Treffer, während Nadine Müller mit ihrem guten Stellungsspiel im Tor dem gegnerischen Angriff den Zahn zog.

Schmerzhaft war die 16. Minute für Sarah Schmiedel: Die Aufbauspielerin des HSV erhielt bei einer Angriffsaktion einen Schlag auf ihr Knie und musste den Rest der Partie vom Spielfeldrand verfolgen. Nachdem bereits Laura-Jane Mosel seit voriger Woche mit doppelt gebrochenem Arm dem Team bis zum Saisonende nicht mehr zur Verfügung steht, hatten die Gastgeberinnen für den Rest des Spiels nur noch eine Wechslerin zur Verfügung. Die Halbzeitansprache beim Stand von 12:7 fiel entsprechend aus: "Wir waren uns einig, dass wir den Sieg für Sarah jetzt nach Hause bringen wollen", sagte Trainer Beckmann. "Ein großes Kompliment an die Mädels, Sie haben sich toll durchgebissen."

In Halbzeit zwei entwickelten die Gäste nicht genügend Druck und Ideen, um das Spiel zu drehen. Eine Zwei-Minuten-Strafe für Stephanie Hirsch kurz vor Ende der Partie konnte den HSV nicht mehr vom Weg zum Heimerfolg abbringen. In den kommenden Tagen herrscht nun Redebedarf innerhalb des Teams. "Natürlich sind noch einige Spiele zu absolvieren und wir wollten dieses Match abwarten, um erstmals einen möglichen Aufstieg zu diskutieren", verriet Beckmann. Beim jungen Kader handelt es sich eher um ein erweitertes A-Junioren-Team. So gebe es derzeit vier Abiturientinnen, und man müsse sehen, ob und wo diese nächste Saison studieren. Wenn nicht mehr die nötige Personaldecke zur Verfügung stände, sei ein Aufstieg wenig sinnvoll.

Ralf Beckmann: "Ich würde es meinen Spielerinnen natürlich gönnen. Die Verbandsliga wäre eine tolle Chance für die Mädels, sich auszuprobieren."

STATISTIK Zwönitz: Müller, Ballerstedt; M.Kaulfuß (5/1), Haunschild (5), Hirsch (8), L.Kaulfuß (4/1), Schmiedel (1/1), Seerig, Seidel, Viehweger, Thierfelder

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