Menü
Serrano (l), Reed (m) und Cordeiro vertraten ihre Länder

Foto: MLADEN ANTONOV (SID)

WM 2026 an die USA, Kanada und Mexiko vergeben

erschienen am 13.06.2018

Die Fußball-WM 2026 findet in den USA, Kanada und Mexiko statt. Die gemeinsame Bewerbung aus Nordamerika setzte sich bei der Vergabe durch den FIFA-Kongress am Mittwoch mit 134:65 Stimmen (67 Prozent) gegen Marokko durch. Das Turnier in acht Jahren wird erstmals mit 48 Mannschaften ausgetragen. Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stimmte für "United 2026".

"Herzlichen Glückwunsch - ein großartiges Ergebnis nach harter Arbeit", twitterte US-Präsident Donald Trump. Der 71-Jährige hatte sich in den vergangenen Wochen immer wieder in den Wahlkampf eingemischt und den Unterstützern Marokkos sogar politische Konsequenzen angedroht. Viele Stimmen kostete das die Nordamerikaner am Ende offenbar nicht.

DFB-Präsident Reinhard Grindel gratulierte am Nachmittag aus dem WM-Camp in Watutinki. "Wir haben sehr intensiv auf die Nachhaltigkeit geschaut, dort sind alle Stadien vorhanden, die notwendige Infrastruktur und Unterbringungsmöglichkeiten für die Fans", sagte der 56-Jährige: "Die marokkanische Bewerbung war gut, Land und Verband gilt großer Respekt." Den afrikanischen Verbänden riet Grindel, sich mit einer gemeinsamen Kampagne mehrerer Verbände erneut zu bewerben.

"Das ist ein sehr emotionaler Moment für uns. Vielen Dank an jeden in der FIFA-Familie. Im Namen unserer gemeinsamen Bewerbung: Vielen Dank für die unglaubliche Ehre", sagte US-Verbandspräsident Carlos Cordeiro auf der Bühne des Expocenters in Moskau. Der Verlierer gratulierte fair. "Wir werden weiter für den Fußball und die Jugend arbeiten, um eines Tages unseren Traum zu realisieren", sagte Verbandspräsident Fouzi Lekjaa.

Die nordamerikanische Bewerbung hatte von der FIFA-Expertenkommission die bessere Bewertung erhalten (4,0 von 5 möglichen Punkten/Marokko: 2,7). Der Verbund reichte 23 mögliche Austragungsorte ein, von denen nun 16 ausgewählt werden. 60 der 80 Spiele, darunter sämtliche Partien der K.o.-Runde, werden in den USA stattfinden, jeweils zehn in Kanada und Mexiko. Mögliche Finalorte sind Dallas, Los Angeles und New York. Für das Eröffnungsspiel ist Mexiko-Stadt vorgesehen.

Die Ausrichter rechnen mit Organisationskosten in Höhe von 2,16 Milliarden US-Dollar und einem Umsatz in Höhe von 14,3 Milliarden. Die prognostizieren Einnahmen in Höhe von elf Milliarden Euro wären Stand jetzt WM-Rekord.

 
© Copyright SID Sport-Informations-Dienst GmbH & Co. KG
 
0
Kommentare
0
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
Lesen Sie auch:
 
Bildergalerien
  • 21.06.2018
Elizabeth Fraser
Von der Leyen rügt Trumps «Kommentare vom Spielfeldrand»

Berlin (dpa) - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat kurz vor dem Nato-Gipfel im Juli öffentliche Belehrungen und Kritik aus dem Weißen Haus am deutschen Wehretat deutlich zurückgewiesen. zum Artikel ... Galerie anschauen

 
  • 20.06.2018
Francisco Seco
Fußball-WM 2018: Bilder des Tages

Trauriger iranischer FanDer Iran spielt gegen den amtierenden Europameister Spanien lange gut mit, verliert aber letztendlich unglücklich. Foto: Chen Cheng/xinhua20.06.2018 (dpa) ... Galerie anschauen

 
  • 20.06.2018
Petter Arvidson
Bilder des Tages (20.06.2018)

Auf der Kante, Pyrotechnik, Sommeranfang, Kopfbedeckung extravagant, Weltflüchtlingstag, Landschaftslächeln, Gegen die Trennung ... ... Galerie anschauen

 
  • 20.06.2018
Evan Vucci
Weltweiter Aufschrei - Trump zieht bei Migration Notbremse

Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump hat mit einem Dekret die von seiner Regierung selbst begonnene Trennung illegaler Einwanderer von ihren Kindern beendet. An der Unerbittlichkeit seiner Politik ändert das am Mittwoch unterschriebene Dekret allerdings nichts. zum Artikel ... Galerie anschauen


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
|||||
mmmmm