Heimstärke als Basis des Erfolgs

Dank einer überragenden Saison dürfen die Handballerinnen des HSV Zwönitz in der kommenden Saison in der Verbandsliga antreten. Auch dort rechnen sie sich Chancen aus.

Zwönitz.

Auf die Abschlusstabelle der Handball-Bezirksliga schauen die Spielerinnen des Zwönitzer HSV immer noch gern. Platz 1 mit 37 Punkten, drei Zähler Vorsprung auf den Zweiten, Aufstieg in die Verbandsliga. "Das war schon eine sehr, sehr gute Saison", sagt Trainer Ralf Beckmann. Eine Leistung, mit der in dieser Form vor Saisonbeginn nicht unbedingt zu rechnen gewesen sei. "Wir hatten uns vorgenommen, einen Podestplatz anzugreifen, nachdem wir die Spielzeit zuvor relativ abgeschlagen nur Vierter geworden waren", so Beckmann, der gleichzeitig auch Vereinschef ist.

Doch die mit einem Altersdurchschnitt von gerade einmal 20 Jahren mit Abstand jüngste Mannschaft der Liga widerlegte die anfängliche Skepsis schnell. Vier Siege in den ersten vier Partien, darunter ein 28:25-Triumph bei Langenhessen/Crimmitschau, einem der stärksten Kontrahenten, sorgten für einen gelungenen Start. "Nach dem Spiel in Crimmitschau hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass wir wirklich etwas Großes schaffen können in dieser Saison", so der Trainer.

Es trügte ihn nicht. Nur vier Mal verließen seine Schützlinge das Parkett nicht mit beiden Punkten im Gepäck: in Limbach, in Zwickau, und in Fraureuth - diese Partien gingen verloren -, sowie vor heimischer Kulisse beim 19:19 gegen Thalheim. "In Limbach hatten wir einfach eine katastrophale Chancenverwertung und gegen Zwickau und Thalheim waren extrem viele Spielerinnen nicht dabei", relativiert Beckmann, der aus der geschlossenen Teamleistung über die gesamte Saison hinweg vor allem eine Akteurin heraushebt. "Stephanie Hirsch hat nicht nur selber tolle Leistungen hingelegt, sondern mit ihren 30 Jahren die jüngeren Spielerinnen auch hervorragend geführt." Dass der Coach auch den Bezirkspokal gerne noch gewonnen hätte, verschweigt er nicht. "Das wäre das i-Tüpfelchen gewesen". Aber bei der Mädchenspielgemeinschaft Chemnitz/Limbach-Oberfrohna, gegen die das Finale 17:22 verloren ging, habe es sich auch um einen extrem starken Gegner weit über Bezirksliga-Niveau gehandelt. "Eigentlich war das unser bestes Saisonspiel."

In der kommenden Saison dürfen die Zwönitzerinnen nun in der Weststaffel der Verbandsliga ran. Außer Torhüterin Melissa Littmann gibt es bislang keine Abgänge zu verzeichnen. Dass das auch so bleibt, sei aber noch nicht hundertprozentig sicher. Einige Spielerinnen hätten gerade ihr Abitur bestanden und stünden nun vor der Wahl des Studienorts.

Ob es für die neue Saison Zugänge geben wird, steht gegenwärtig ebenfalls noch nicht fest. Beckmann hält dies bei einer Kadergröße von derzeit 16 Spielerinnen nicht für zwingend notwendig - mit einer Ausnahme. "Auf der Torhüterposition könnten wir nach dem Abgang von Melissa noch etwas tun. Drei für die erste und zweite Mannschaft zusammen ist etwas wenig." Grundsätzlich hält der Trainer seine Truppe aber auch so für stark genug, um in der Verbandsliga etwas zu reißen und den Klassenerhalt zu schaffen. "Natürlich geht es hauptsächlich darum, drinzubleiben. Ich denke aber, dass wir gute Karten haben", sagt Beckmann. Die Mannschaften, die die Saison 2017/2018 in der zweiten Tabellenhälfte abgeschlossen haben, seien sportlich etwa auf dem Niveau seines Teams betont er.

Die neue Saison beginnt Anfang September. Der Gegner am ersten Spieltag steht bislang noch nicht fest. Beckmann hofft, seine beste Mannschaft aufs Feld schicken zu können. Dann wird mit Laura-Jane Mosel auch eine seiner wichtigsten Spielerinnen endlich wieder mit dabei sein. Diese hatte im Winter bei der zweiten Mannschaft ausgeholfen und sich dabei nach einem Sturz einen doppelten Armbruch zugezogen. "Sie hat noch Metallplatten drin, trainiert aber schon wieder", so Beckmann.

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