Zwönitz nutzt die zweite Chance

Mit einem 29:22-Erfolg über Raschau-Beierfeld haben sich die Zwönitzer Handballerinnen die Bezirksligameisterschaft gesichert. Nach der Partie feierten die frischgekürten Titelträgerinnen bis spät in die Nacht hinein.

Zwönitz.

Schon in der letzten Spielminute hat es am Samstag keinen der Anwesenden mehr auf den Sitzen gehalten. Sowohl die Ersatzspielerinnen des Zwönitzer HSV als auch die Fans des Teams erhoben sich und applaudierten zum Titelgewinn in der Handball-Bezirksliga. Mit dem Schlusssignal zum 29:22 (13:9)-Erfolg der Zwönitzerinnen im Heimspiel gegen die SG Raschau-Beierfeld stieg die Lautstärke in der Sporthalle Zwönitz nochmals deutlich an. "Wir haben das Ende herbeigesehnt", sagt HSV-Trainer Ralf Beckmann. "Es ist unsere erste Bezirksligameisterschaft seit über 20Jahren."

Die erste Chance zum Titelgewinn bot sich seinem Team bereits am 24. März in Fraureuth. Dort setzte es allerdings eine knappe 24:25-Niederlage. Nach den folgenden spielfreien Wochen nutzten die Zwönitzerinnen nun am vorletzten Spieltag ihren zweiten Matchball zur Bezirksligameisterschaft. Die Anfangsphase der Partie gehörte jedoch den Gästen.

"Uns trat geballte Verbandsligaerfahrung entgegen", sagt Beckmann. Vor allen die Leistung der gegnerischen Torhüterin hob er hervor: "Sie hat den Kasten in der Anfangsviertelstunde förmlich vernagelt. Doch auch unsere Keeperin Nadine Müller hat einen ausgesprochen guten Tag erwischt." Nach der druckvollen Anfangsphase der Gäste lag Zwönitz mit 6:7 im Rückstand (14.).

"Dann haben wir zunehmend das Zepter übernommen", sagt Beckmann. Vier Treffer in Folge drehten die Partie zugunsten seiner Schützlinge. Mit dem 10:7 in der 22. Minute verschwand auch die anfängliche Nervosität aus dem Spiel der Gastgeberinnen. Bis zur Halbzeit baute Zwönitz die Führung auf 13:9 aus.

Auch nach der Pause agierten die Spitzenreiterinnen selbstbewusst. Schnell wurde aus dem 13:9 ein 15:10. Für den Ausgang der Partie sei dies laut Beckmann richtungsweisen gewesen: "Zwar war die Chancenverwertung in der zweiten Hälfte weiterhin nicht optimal, aber wir haben uns immerhin genügend eigene Möglichkeiten herausgespielt." Auch die vorbildliche Deckungsarbeit in der Abwehr gefiel dem Trainer im zweiten Spielabschnitt. Und so wuchs der Vorsprung immer weiter an.

Spätestens ab dem 23:16 in der 47. Minute zweifelte innerhalb des begeisterten Anhangs wohl niemand mehr am bevorstehendem Titelgewinn. Die Stimmung in der Halle wurde immer losgelöster. Die Mannschaft ließ sich davon nicht anstecken, spielte konzentriert weiter und hielt die Gäste auf Distanz. Auch Trainer Beckmann freute sich. An diesem Tag habe sein Team Nägel mit Köpfen gemacht.

Und so kannte der Jubel beim Schlusspfiff keine Grenzen. "Den Titel haben wir bis weit in die Nacht gefeiert", sagt Beckmann. Zum letzten Spieltag am Sonntag in Thalheim kann der frischgebackene Meister dann ohne Druck antreten.

Statistik Zwönitzer HSV: Müller, Wolf, Ballerstedt, Littmann; M. Kaulfuß (4/2), Haunschild (4), Riedel (3), Hirsch (6), L. Kaulfuß (4/1), Schmiedel (3/1), Hartenstein (2), Seidel (1), Thierfelder (1), Viehweger (1), Mecke

Siebenmeter: Zwönitzer HSV 5/4, SG 4/2 - Zeitstrafen: Zwönitzer HSV 6, SG 2 Minuten

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