Zwönitzer stellen Weichen für die Sachsenliga

Hinter dem Handballteam aus Zwönitz liegt mit dem Aufstieg in die Sachsenliga eine sehr erfolgreiche Saison. Dabei passierte für den HSV Entscheidendes nicht nur auf dem Platz.

Zwönitz.

Hätte man den Handballspielern des HSV Zwönitz vor der Saison angeboten, dass sie Hin- und Rückrunde der Verbandsliga Staffel West mit nur einer Niederlage beenden, dann wäre wohl jeder von ihnen einverstanden gewesen. Bedeutet so eine Dominanz in der Liga folgerrichtig doch meist auch die Meisterschaft und den Aufstieg. Ganz so einfach hatte es das Team von Trainer Frank Riedel in der abgelaufen Saison 2017/2018 aber nicht.

Die ganze Spielzeit über lieferte sich die zuvor durch drei neue Spieler verstärkte Zwönitzer Truppe ein hartes Fernduell mit der SG LVB Leipzig II. Die Messestädter waren ebenso auf den Aufstieg fokussiert wie die Erzgebirger. Es verwundert wenig, dass sich gerade die beide direkten Duelle der Liga-Schwergewichte bei HSV-Chef Ralf Beckmann eingebrannt haben. "Als wir die bis dahin ungeschlagenen Leipziger zuhause mit fünf Toren besiegt haben, war das schon eine tolle Atmosphäre." Auch bei der Niederlage im Rückspiel in Leipzig, und dem dadurch notwendigen Aufstiegsumweg über die zwei Relegationsspiele gegen Hartha sei wegen der vielen mitgereisten Anhänger ein richtiger Ruck durch die Mannschaft gegangen. Beckmann sagt: "Die Unterstützung durch unsere Fans ist extrem wichtig und seit der Wiedereröffnung unserer modernisierten Sporthalle in Zwönitz auch noch größer geworden." So haben sich vorher meist um die 100 Leute an der Seitenlinie versammelt, wohingegen sich jetzt regelmäßig 150 bis 180 Zuschauer zum Anfeuern im Sportkomplex einfinden.

Zufrieden zeigte sich der Vereinsvorsitzende damit, wie gut die Verstärkungen im Team eingeschlagen haben. Der 23-jährige Clemens Fritsch und Rechtsaußen Reyk Lieberei - beides Linkshänder - hätten sich in der Verbandsliga sofort zurechtgefunden. Auch der Zwölf-Mann-Kader sei im großen und ganzen relativ gut von Verletzungspech verschont geblieben. "Ohne ein ausgewogenes und blind eingespieltes Team wären wir sicher nicht bei 18 Saisonsiegen gelandet", so Beckmann. "Mit einem Konkurrenten wie Leipzig in der Staffel musst du halt in jedem Spiel abliefern und darfst keine Schwäche zeigen." Einzig die Knieverletzung von Bill Hofmann im Februar 2018 hatte Beckmann die Sorgenfalten auf die Stirn getrieben: "Gerade wenn so ein guter Allroundspieler wie Bill fehlt, muss man schon sehen, wie man die Lücke im Spiel dann schließt", schätzt er ein.

Deswegen sind die Vereinsverantwortlichen in Zwönitz auch besonders froh, die Kaderplanung für die nächste Saison eine Klasse höher schon so gut wie abgeschlossen zu haben. Das Team habe eine gute, gemischte Altersstruktur, zudem haben Leistungsträger wie Tommy Löbner, Jiri Brecko, Clemens Fritsch, Christian Becher und Tobias Küntzel haben ihr Engagement dem Verein für mindestens zwei weitere Jahre zugesagt.

Auch über die Rückkehr von Toni Schlömer nach einem Jahr Pause aus beruflichen Gründen freuen sie sich in Zwönitz. Der erfahrene Rückraumspieler sei sehr wertvoll für das Team, und genau diese Erfahrung würde für die Saison 2018/2019 in der Sachsenliga auch wichtig sein. "Wenn uns dann noch unserer achter Mann wieder so stark anfeuert wird es eine tolle Spielserie werden", sagt Beckmann.

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