Ende gut, aber die Sorgenfalten bleiben

Die Schachspieler aus Hainichen haben trotz einer 3:5-Niederlage gegen den SC Einheit Bautzen den Klassenerhalt in der 1.Landesklasse geschafft. Der Abteilung drohen allerdings neue Probleme.

Hainichen/Mittweida.

Die Schachspieler des SV Motor Hainichen haben am Sonntagnachmittag einmal tief durchgeatmet. Trotz der 3:5-Heimniederlage gegen den neuen Meister der 1. Landesklasse, SC Einheit Bautzen, bleiben die Hainichener auf dem 8. Platz und damit in der Liga. Am Ende entschied über Abstieg und Ligaverbleib allerdings nur die bessere Anzahl an Brettpunkten für die Hainichener.

"Durch die Ergebnisse der anderen abstiegsgefährdeten Mannschaften sind wir glücklicherweise nicht mehr nach hinten gerutscht", sagt der Hainichener Spieler Uwe Leichsnering, der wie alle seine Teamkollegen ein Remis holte. Dass diese am Ende gegen Bautzen nicht für einen Punktgewinn reichten, lag am Hainichener Personalengpass. "Durch verschiedene Gründe konnten wir nur mit sechs Spielern antreten", so Leichsnering. Seine Mannschaft ließ die ersten beiden Bretter unbesetzt, sodass die Lausitzer mit einer 2:0-Führung in die Spiele starteten.

Danach kamen schnelle Unentschieden von Leichsnering und Norbert Molzahn dazu. Eine Stunde später einigten sich Detlef Büch und Ahmad Abdel Aziz mit ihren Gegnern ebenfalls auf ein Remis. Danach nahm der Hainichener Abteilungsleiter Peter Schluttig das Remisangebot seines Gegners an. Das Duell war damit zugunsten der Ostsachsen entschieden. Trotz besserer Stellung erreichte Ralf-Dieter Werl ebenfalls ein Remis, sodass die unbesetzten Bretter ausschlaggebend für die Hainichener Niederlage waren.

In einer Saison, die für die Hainichener einmal mehr zur Zitterpartie um den Ligaverbleib wurde, ragten bei den Motor-Männern noch Jan Friedrich (gewann alle seine drei Partien) sowie Detlef Büch mit vier Siegen und vier Remisen heraus. Neue Sorgen drohen den Hainichenern für die neue Saison bereits. "Nach dem Spiel haben wir unsere Mitglieder Norbert Molzahn und Jens Urlaß verabschiedet, die den Verein leider verlassen", so Leichsnering. "Es wird somit sehr schwer, in der kommenden Saison eine zweite Mannschaft in den Spielbetrieb zu schicken."

Reiner Damm vom TSV Fortschritt Mittweida war ebenfalls erleichtert. Allerdings mehr darüber, dass das Leiden der Mannschaft ein Ende hat. "Eine Saison geprägt von Pleiten, Pech und Pannen ist vorbei", so Damm, dessen Mannschaft aus der Bezirksliga absteigt. Am Ende müsse das Team vor allem durch die knappen Niederlagen und Ausfällen von Stammspielern den Gang in die 1. Bezirksklasse antreten, sagt er. Die 3,5:4,5-Niederlage beim SC Annaberg-Buchholz klingt diesmal knapper, als sie eigentlich war. "Annaberg führte bereits mit 4,5:1,5, ehe uns noch zwei Siege gelangen." Diese holten Andreas Grundmann sowie Ivaylo Belev, der nach vier Jahren in seine bulgarische Heimat zurückkehrt.

Im Gegensatz zu den anderen beiden Teams der Region konnten die Schachspieler des SV Turbine Frankenberg den letzten Spieltag entspannt angehen. Die Frankenberger bezwangen die zweite Mannschaft des SV Grün-Weiß Niederwiesa mit 6:2 und beenden die Bezirksliga-Saison auf dem 4. Platz. "Es war ein gelungener Saisonabschluss für uns, zumal alle eingesetzten Spieler gepunktet haben", sagte Abteilungsleiter Claus Fischer. (mit ulei/reda/fic)

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