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Klarer Elfer: Mittweidas Toni Hahn (l.) wird von einem Wesenitztaler zu Fall gebracht. Den Strafstoß verwandelte Patrick Richter zum 4:2.

Foto: Falk Bernhardt

Germania: Gekitzelt, aber souverän reagiert

Die Mittweidaer Landesklasse-Fußballer haben den SV Wesenitztal 4:2 (1:2) bezwungen. Doch danach sah es zur Halbzeit zunächst nicht aus.

Von Robin Seidler
erschienen am 16.04.2018

Mittweida. An seinen letzten Doppelpack hat sich Markus Pietsch am Samstag nicht mehr erinnern können. Beim 4:2 (1:2)-Heimsieg des SV Germania Mittweida gegen den SV Wesenitztal steuerte er zwei Kopfballtore bei. "Das letzte Mal habe ich vielleicht vor fünf Jahren zwei Tore in einem Spiel erzielt", sagte der Außenverteidiger.

Wichtig waren sie allemal, denn der Landesklasse-Tabellenführer wurde von den Gästen besonders in der ersten Halbzeit mächtig gekitzelt. Dabei begann es für die Mittweidaer richtig gut. Pietsch beförderte in der 3. Minute einen lang geschlagenen Freistoß mit dem Kopf ins Wesenitztaler Tor. Im Anschluss hatte Silvio Grötzsch per Freistoß noch die Chance zum zweiten Treffer. Dieser war aber leichte Beute für Gästetorwart Leuner. In der Folge verloren die Mittweidaer aber den Faden, sodass die Gäste immer besser ins Spiel fanden.

In der 17. Minute bekamen die Wesenitztaler einen Freistoß in Strafraumnähe zugesprochen. Diesen zirkelte Böhme in die Maschen. Die Germania wirkte beeindruckt und musste einen weiteren Gegentreffer schlucken: Nur sechs Minuten später wurde Knöfel mit dem Rücken zum Tor stehend angespielt. Aus der Drehung hämmerte er den Ball zum 2:1 für die Gäste in die Maschen. Im Anschluss hatten die Hausherren sogar Glück, dass Kühn nur die Latte traf.

In die zweiten 45 Minuten gingen die Mittweidaer nicht nur mit taktischen Veränderungen, sondern mit mehr Tempo. Vor allem Kevin Pittroff - der nun als Stürmer agierte - riss immer wieder Lücken in die Wesenitztaler Abwehr. Er hatte die ersten beiden Gelegenheiten zum Ausgleich, scheiterte aber. Für das 2:2 sorgte in der 63. Minute Außenverteidiger Pietsch. Wiederum war er per Kopf zur Stelle, indem er einen langen Einwurf ins lange Eck weiterleitete. Danach holte die Germania zum Doppelschlag aus und drehte das Spiel binnen weniger Sekunden. Im Mittelfeld eroberten sich die Mittweidaer den Ball, Kapitän Silvio Grötzsch war auf und davon und schob überlegt zur erneuten Führung ein. Im Anschluss wurde die Partie etwas ruppiger, allerdings kamen die Gäste nur noch einmal nennenswert vor das Mittweidaer Tor. Nachdem in der 73. Minute Toni Hahn bei einem Konter im Strafraum zu Fall gebracht wurde, verwandelte Patrick Richter den fälligen Strafstoß souverän.

Markus Pietsch stapelt im Hinblick auf den Saisonverlauf dennoch tief: "Wir sind definitiv keine Übermannschaft, sondern müssen uns mit unserer Physis und Ausdauer jeden Sieg hart erarbeiten", sagt der Verteidiger. Seit Samstag haben die Mittweidaer nun sogar zwölf Punkte Vorsprung auf den Zweiten BSC Freiberg. Die Freiberger patzten beim 1:1 bei Empor Hartmannsdorf. "Wir denken wirklich von Spiel zu Spiel", sagt Pietsch. "Und solange der Taschenrechner sagt, dass wir Punkte brauchen, wollen wir so weitermachen."

 
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