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Mit harten Bandagen: Die Niederwiesaer Handballer um Peter Haase (r.) mussten gegen Lengenfeld einiges einstecken.

Foto: SMC Marcel Schlenkrich

Hart erkämpfter Punkt

Die Handballer des SV Grün-Weiß Niederwiesa sind in der Bezirksliga weiter ungeschlagen und rücken auf Rang 2 vor.

erschienen am 11.10.2017

Niederwiesa. Grundsätzlich könnte Martin Herwick, der Trainer des Handball-Bezirksligisten SV Grün-Weiß Niederwiesa, sehr zufrieden sein. Nach dem 28:28 (12:11) seiner Mannschaft im Nachholspiel gegen den VfB Lengenfeld verfügen die Grün-Weißen nach vier Spielen nun über 6:2 Punkte und kletterten auf den 2. Tabellenplatz. Dass Herwick dennoch nicht überglücklich war, hing auch nicht damit zusammen, dass sein Team nunmehr im dritten Duell gegen den VfB wieder ohne Sieg geblieben war. Vielmehr war es die Gangart der Vogtländer, die dem Coach Sorgen bereitet hatte.

Durch die nur auf Zerstörung ausgelegte Abwehr der Gäste sei kein Spiel zustande gekommen, schimpfte der Niederwiesa Trainer. "Leider hatten die Schiedsrichter zu keinem Zeitpunkt die Kontrolle." Nur in der Anfangsphase habe seine Truppe den Handball gespielt, den sie in den vergangenen Spielen gezeigt habe. Folgerichtig führten die Grün-Weißen mit 6:3, lagen dann aber plötzlich 7:10 hinten. Nach einer ersten Aufholjagd konnte Niederwiesa zu Beginn der 2. Halbzeit auf 13:11 erhöhen, geriet jedoch abermals in Rückstand (22:24).

"Wir haben uns von der harten Gangart des Gegners beeindrucken lassen", ärgert sich Martin Herwick. Zudem habe man es verpasst, "selbst in der Abwehr Akzente zu setzen", so der Niederwiesaer Coach.

Dennoch glich sein Team zum 24:24 aus und verteidigte zumindest einen Punkt gegen den Tabellenachten aus Lengenfeld. "Einen Vorwurf kann ich meiner Mannschaft dennoch nicht machen. Wenn man bei jedem Angriff einen Griff ins Gesicht oder einen Stoß einstecken muss, kann keine Spielfreude aufkommen", sagt Herwick.

Trotzdem kann sich der Start des Vorjahresaufsteigers, der in der Saison 2016/17 mit 16:28 Punkten (10.) gerade so den Klassenerhalt schaffte, sehen lassen. Nur der Spitzenreiter, die neue Spielgemeinschaft aus Aue und Schneeberg, ist neben den Niederwiesaern noch ungeschlagen. Am Samstag erwartet der SVN erneut Gäste: 16 Uhr geht es im Mittelsachsenderby gegen Rotation Weißenborn (6./4:4). Und nach dem Sparprogramm an den vergangenen beiden Wochenenden ist der Spielplan wieder voll. Auch die Männer des HV Oederan sind gefordert - und müssen sich der harten Gangart der Lengenfelder erwehren. (kbe/sb)

Statistik SV Niederwiesa: S. Richter, Uhlmann, M. Richter (4), Göschel (1), Markus Rosner (5), Clauß (6/1), Mattner, Oehmigen (4), Helke (2), Tutzschky (2), Hamann (1), Bock, Haase (3), Frigge

 
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