Weggefährten sehen sich wieder

Beim morgigen Derby zwischen Germania Mittweida und Barkas Frankenberg sehen sich die beiden Kapitäne Silvio Grötzsch und David Tuschy auf dem Rasen wieder. Eine Saison lang gingen beide sogar zusammen auf Torejagd.

Mittweida/Frankenberg.

Silvio Grötzsch erinnert sich noch genau an die letzten beiden Aufeinandertreffen zwischen Germania Mittweida und Barkas Frankenberg. Beim 3:1-Auswärtssieg im April 2014 traf er sogar. "Das war eine klare Sache, während wir uns im Hinspiel beim 2:1 sehr schwergetan haben", erzählt der Mittweidaer Kapitän. Morgen gibt es nach über drei Jahren nun ein Wiedersehen zwischen den beiden ersten Mannschaften beider Vereine.

"Ich gönne Frankenberg, dass sie in der Liga bleiben. Aber morgen müssen sie nicht unbedingt punkten", sagt Grötzsch. Für ihn ist es ein Wiedersehen mit Frankenbergs Spielführer David Tuschy. "Unsere Wege haben sich oft gekreuzt, aber wir haben nur eine Saison zusammengespielt", so der 33-Jährige. Silvio Grötzsch schnürte 2006/2007 die Schuhe für Barkas und hielt gemeinsam mit Tuschy die Klasse in der Bezirksliga. Schon in der Jugend gab es ab und an Duelle. "Ab und an treffen wir uns auch, wenn wir ausgehen", so Grötzsch.

David Tuschy wirkt da schon ein wenig angespannter. "Na klar ist es ein Derby. Aber wir müssen immer im Hinterkopf haben, dass wir im Abstiegskampf stehen", sagt der 34-jährige Barkas-Routinier. "Mit Hurra-Fußball werden wir in Mittweida nichts holen", sagt der Abwehrchef der Frankenberger, der seinem Team eine aufsteigende Formkurve attestiert. "Wir haben beim 1:2 gegen Freiberg gefestigter agiert."

Tuschy weiß aber selbst, dass seine Mannschaft beim Vizemeister der Vorsaison nun die Außenseiterrolle innehat. "Doch jedes Spiel ist anders und wir werden schauen, was letztlich herausspringt." Dass sich die Wege des Frankenberger Logistikers und des Mittweidaer Sportlehrers auch im Spiel morgen kreuzen werden, ist wahrscheinlich.

Für den Frankenberger Trainer Marcus Oestreich ist die Partie mehr als ein Derby. "Vielleicht setzt die zusätzliche Brisanz bei meinen Spielern noch einige Kräfte frei, aber für uns geht es hauptsächlich um den Klassenerhalt", sagt er. Dass er sich dabei auf seinen Kapitän verlassen kann, weiß er. "David pendelt als Innenverteidiger immer zwischen Genie und Wahnsinn", sagt Oestreich und meint damit seine spielöffnenden Pässe im Aufbauspiel. "Defensiv haben wir gegen Freiberg gut gestanden, allerdings müssen wir nach vorn noch mutiger agieren", fordert Oestreich von seiner Mannschaft.

Doch genau da sieht Mittweidas Trainer Uwe Schneider die Stärken des morgigen Gegners. "Barkas hat viele junge Spieler in seinen Reihen und spielt besonders nach vorn einen guten Fußball", sagt der langjährige Mittweidaer Trainer. Der Germania-Übungsleiter sieht sein Team nicht in der Favoritenrolle. "Derbys sind immer Spiele auf Augenhöhe. Es wird ein hartes Stück Arbeit für uns."

Dabei werden zwei Spieler allerdings nicht mitwirken. Bei Mittweida hat sich Tobias Leßmüller nach nur wenigen Wochen vom Team abgemeldet. "Er fühlt sich von mir als Trainer missverstanden", so Schneider. Bei Barkas verzichtet man auf die Dienste von Steffen Kellig, der aus disziplinarischen Gründen vorerst nur bei den Alten Herren spielt.

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