Keine Liebesbeziehung zur Vogtland-Arena

Der VSC Klingenthal war am Wochenende Gastgeber für die ersten drei Wettkämpfe um den Continentalcup in der Nordischen Kombination. Das einheimische Quartett schlug sich vor allem in der Loipe sehr achtbar.

Klingenthal.

Wenige Meter haben David Welde gestern zum Podestplatz beim dritten und letzten Contintentalcup-Wettkampf in Klingenthal und Mühlleithen gefehlt. Gut sieben Sekunden Vorsprung hatte der Norweger Sindre Ure Soetvik vor dem 22-Jährigen vom Bundesstützpunkt Klingenthal ins Ziel gerettet. Fast genau eine Minute hatte der Vorsprung des Norwegers nach dem Springen betragen. Wer erwartet hätte, dass Welde wegen der verpassten Medaille mit sich hadern würde, sah sich getäuscht. Der gebürtige Lausitzer strahlte. "Zweimal dieses Wochenende unter den besten Zehn, ich bin glücklich. Das hatte ich im Vorfeld gar nicht so erwartet. Irgendwie ging bei mir zu Beginn der Saison gar nichts, ich bin einfach nur froh, dass es jetzt wieder läuft."

Davids vier Jahre jüngerer Bruder Jonas erlebte am Wochenende seine Premiere im Continentalcup. Der 18-Jährige war einer der Jüngsten im Feld, vordere Platzierungen erwartete von ihm keiner. So fröhlich wie sein Bruder schaute er dennoch nicht drein. "Ich hatte schon gehofft, wenigstens einmal unter die ersten 30 und damit in die Punktränge zu kommen." Am Samstag war er als 32. ganz nah dran, fünf Sekunden fehlten am Ende.

Viel Schulterklopfen gab es für den einzigen waschechten Klingenthaler im Feld, Tom Lubitz. Das galt vor allem seiner Leistung in der Loipe, in der er an allen drei Tagen zu den besten Acht gehörte. Am Samstag und gestern machte er nach den Springen noch jeweils 15 Plätze gut, von 31 auf 16 beziehungsweise von 27 auf 12. "Da hat sich das sehr harte Sommertraining ausgezahlt, das war manchmal wirklich an der Grenze. Ich laufe jetzt auch mit einer anderen Skimarke, das hat auch einiges gebracht. Und ich hab mich diesmal nicht wie sonst oft bei den Wettkämpfen daheim nicht so unter Druck gesetzt, war dadurch lockerer, nicht so verkrampft", zählte der 21-Jährige Gründe für seine starke Laufleistung auf. Nur mit der Schanze in der Vogtland-Arena wird er wohl keine Liebesbeziehung mehr aufbauen. "Ich weiß auch nicht. Im Training hatte ich durchaus auch mal einen guten Sprung, technisch waren die Sprünge eigentlich auch in Ordnung. Aber ich komme einfach nicht so richtig ins Segeln", sagte Lubitz schulterzuckend.

Eine ähnliche Antwort könnte auch Martin Hahn, der zweite Starter vom VSC Klingenthal, geben. Nur war für den 19-Jährigen die Lage nach den Springen noch aussichtsloser. Da nutzt dann auch die drittbeste Laufzeit wie am Freitag und gestern nichts mehr. Wie er gestern von Platz 50 noch bis auf Platz 22 vorstürmte, war dennoch beeindruckend.

Ergebnisse

Freitag: 1. Maximilian Pfordte (Oberwiesenthal), 2. Go Yamamoto (Japan), 3.Florian Dagn (Österreich), 7. David Welde (Sohland/ Stützpunkt Klingenthal), 16. Martin Hahn, 22.Tom Lubitz (beide VSC Klingenthal), 41. Jonas Welde (Sohland/Stützpunkt Klingenthal). Samstag: 1. Tobias Simon (Breitnau), 2.Go Yamamoto, 3. Thomas Jöbstl (Österreich), 16.Tom Lubitz, 27. David Welde, 32. Jonas Welde, 41. Martin Hahn. Sonntag: 1. Go Yamamoto, 2. Florian Dagn, 3. Sindre Ure Soetvik (Norwegen), 4. David Welde, 12. Tom Lubitz, 22. Martin Hahn, 38. Jonas Welde.

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