Oelsnitz mischt die Liga auf

Fünftes Spiel, fünfter Sieg: 3:0 schlugen die Volleyballer von Aufsteiger VSV am Samstag die VGF Marktredwitz. Am Sonntag wartet auf sie der dickste Brocken der Saison.

Oelsnitz.

In nur einer Stunde und zehn Minuten schickten die Volleyballer des VSV Oelsnitz am Samstagabend die VGF Marktredwitz mit einem klaren 3:0 (25:19, 25:22, 25:21) zurück ins Fichtelgebirge. Mit dem fünften Sieg im fünften Spiel haben die Vogtländer die Tabellenspitze der 3. Liga Ost vom spielfreien VCGotha zurückerobert.

Draußen war das Verkehrschaos um die Sporthalle Oelsnitz noch einen Tick größer als sonst, wollten doch 460 Zuschauer das Duell zwischen den durch zahlreiche Testspiele gut miteinander bekannten Teams sehen. Da die Halle nur über 420 Sitzplätze verfügt, mussten extra Stühle aufgestellt werden. "Das hatten wir bei einen Spiel unserer Männer noch nie, nur bei Länderspielen", lachte Alexander Krug, der Sportliche Leiter des VSV.

Das "Länderspiel" Vogtland gegen Fichtelgebirge lief danach klarer, als von den kühnsten Optimisten vermutet. Selbst der stets sehr selbstbewusste VSV-Trainer Jan Pretscheck hatte ein 3:1 für sein Team vorausgesagt. Doch in Nähe eines Satzgewinnes kamen die Gäste nicht. Der VSV begann souverän, zwang die von der Kulisse beeindruckten Marktredwitzer beim Zwischenstand von 6:1 und 13:5 förmlich zu zwei Auszeiten. Zwar kamen die Gäste beim 18:15 kurz auf nur noch drei Zähler Rückstand heran, doch dann punkteten die Sperken, wobei speziell der lange Franz Masur herausragte. Mit 25:19 ging der erste Spielabschnitt recht klar an die Oelsnitzer.

Der zweite Satz, in dem Marktredwitz beim 0:2 erstmals eine Führung erspielte, wurde enger. Oelsnitz zog beim 8:7 erstmals in Führung, dann folgten spektakuläre Ballwechsel und Rettungstaten bis zum 22:22. Nun zog der VSV an, ein erfolgreicher Block von Eric Schannwell bedeutete den 25:22-Satzgewinn.

Auch im dritten Spielabschnitt hielten die Franken das Geschehen recht lange offen. Beim 19:18 witterten sie ganz kurz Morgenluft, doch sofort war Oelsnitz wieder da und legte einige Zähler zwischen sich und den Kontrahenten, um nach einer Aufgabe der Marktredwitzer ins Aus das 25:21 und damit den Gesamtsieg feiern zu können.

"Ein leistungsgerechtes Ergebnis, wir haben im Training vor allem die Aufgaben verbessert, das war heute die Grundlage für den Sieg", so VSV-Trainer Jan Pretscheck. "Im zweiten Satz waren wir in der Abwehr nicht gut, haben aber dann im dritten wieder viel aus der Abwehr gepunktet und Marktredwitz nicht ins Spiel kommen lassen. Klar, wir haben jetzt eine tolle Bilanz, aber wie gut wir wirklich sind, sehen wir am Sonntag im Spitzenspiel der beiden noch unbesiegten Mannschaften in Gotha."

Oelsnitz: Ahnert, Heymann, Hoffmann, Singer, Preußner, Claus, Sehr, J. Hanitzsch, Heinig, Schannwell, Neuber, Masur.


VSV II steht im Pokalfinale

Die Männer des VSV Oelsnitz II haben sich am Samstag in heimischer Halle im Halbfinale des Bezirkspokalwettbewerbers erfolgreich durchgesetzt. Sie schlugen zunächst den SSV Chemnitz II 3:1 und anschließend den SV Fortschritt Crimmitschau Euros 3:0. Im Bezirkspokalfinale treffen sie nun am 9. Dezember auf den Oberwiesenthaler SV.

Die Frauen des VSV Oelsnitz sind neuer Tabellenführer der Bezirksklasse West. Sie entschieden am Samstag das Obervogtlandderby gegen den VfB Schöneck 3:1 für sich und setzten sich anschließend mit demselben Ergebnis auch gegen den FSV Reichenbach II durch. (pj)

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