10.000 Euro Geldstrafe für Stuttgarts Ascacibar - Reschke "irritiert"

Santiago Ascacibar vom Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu einer empfindlichen Geldstrafe verurteilt worden. Der 21 Jahre alte Argentinier soll wegen unsportlichen Verhaltens 10.000 Euro zahlen.

Der VfB akzeptierte die Strafe nur zähneknirschend. VfB-Sportvorstand Michael Reschke zeigte sich angesichts des Urteils "sehr irritiert" und erklärte zum Einspruchsverzicht: "Das Risiko, dass die Unverhältnismäßigkeit der Strafe – aus welchen Gründen auch immer – noch weiter ausufert, ist uns zu groß."

Die DFB-Richter hätten das "Gespür für die Situation" vermissen lassen, ergänzte Reschke, er sehe - "anders als im Urteil ausgeführt - keinerlei Imageschädigung für Santiago Ascacibar bzw. den VfB Stuttgart". Die Reaktion des Spielers sei "sehr emotional, aber keinesfalls beleidigend oder den Schiedsrichter, die Gegenspieler oder Zuschauer gefährdend" gewesen.

Hans E. Lorenz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts, erklärte hierzu: "Kontrollausschuss und Sportgericht standen vor der Frage, ob ein weiteres Spiel Sperre oder eine Geldstrafe verhängt wird. Wir haben uns für die Variante der Geldstrafe entschieden, was üblicherweise von den Vereinen als Entgegenkommen angesehen wird. Im Übrigen steht es jedem Klub frei, gegen ein Einzelrichterurteil Einspruch einzulegen."

Ascacibar war am vergangenen Samstag in der 65. Minute des Bundesliga-Spiels gegen 1899 Hoffenheim von Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen worden. Daraufhin schoss er den Ball aus dem Spielfeld, trat gegen das Schutzpolster einer Kamera und schlug gegen die Plexiglasscheiben des Spielertunnels.

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