Bremens Baumann: «Spieltagsabsagen sinnvoller und fairer»

Bremen (dpa) - Werder Bremens Geschäftsführer Frank Baumann hat kritisiert, dass die Fußball-Bundesliga angesichts der sich ausbreitenden Corona-Epidemie keine Pause einlegt.

«Wenn die Gesundheit wirklich das Wichtigste ist, hätten wir konsequenterweise die nächsten beiden Spieltage absagen müssen. Das wäre am sinnvollsten und fairsten gewesen», sagte Baumann dem Online-Portal «deichstube.de». Die DFL hat eine komplette Spieltagsabsage bislang aber abgelehnt.

Das Bremer Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am Montag darf nicht mit Zuschauern im Weserstadion ausgetragen werde. Wie Bremens Innensenator Ulrich Mäurer am Dienstag mitteilte, könne die Partie nur als Geisterspiel ausgetragen werden «oder gar nicht». Veranstaltungen mit über 1000 Personen werden in Bremen bis zum 26. März verboten.

In anderen Bundesländern ist die Situation dagegen anders, so soll die Partie Union Berlin gegen Bayern München am Samstag zum Beispiel mit Zuschauern stattfinden. Baumann fürchtet nun, dass es in der Bundesliga zu Wettbewerbsverzerrung kommt, weil einige Clubs mit ihren Fans Heimspiele austragen dürfen, andere aber nicht.

«In den vergangenen Jahren haben wir gesehen, wie wichtig unsere Fans sind, sie haben uns eine Wucht gegeben. Gerade in unserer sportlich schwierigen Lage wären sie wertvoll für uns», sagte Baumann. Werder droht als Tabellenvorletzter der Abstieg. Auch finanziell trifft die Norddeutschen der Zuschauer-Ausschluss hart. Dem Verein gehen Einnahmen in Höhe von rund zwei Millionen Euro verloren.


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