Club: Bornemann stärkt Köllner den Rücken

Trainer Michael Köllner vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg muss nach den beiden deutlichen Auswärtsniederlagen bei Borussia Dortmund (0:7) und RB Leipzig (0:6) keine Angst vor einer Entlassung haben. Sportvorstand Andreas Bornemann machte in Interviews mit Nürnberger Medien deutlich, dass der Club ohne Wenn und Aber an dem 47-Jährigen festhalten werde.

"Michael Köllner macht einen sensationellen Job, da braucht sich keiner Gedanken zu machen. Das wird sich auch bis zum Saisonende nicht ändern", betonte Bornemann in der Nürnberger Zeitung. "In unserer Situation gibt es einige Dinge, mit denen wir uns beschäftigen müssen, der Trainer gehört gewiss nicht dazu", ergänzte er in den Nürnberger Nachrichten.

Der als Absteiger gehandelte Aufsteiger steht nach sieben Spieltagen mit immerhin acht Punkten auf dem zwölften Rang - nach den beiden deutlichen Niederlagen mit der schlechtesten Tordifferenz (minus neun) aller Bundesligisten. Die nächsten Gegner der Franken sind nach der Länderspielpause jeweils zu Hause die TSG Hoffenheim und Eintracht Frankfurt.

Für Bornemann gibt es keinen Zweifel, dass Köllner auch bei weiteren Niederlagen Trainer in Nürnberg bleibt. "Er hat in einer schwierigen Konstellation in kurzer Zeit eine Mannschaft aufgebaut, weiterentwickelt und ist mit ihr in die Bundesliga aufgestiegen. Michael Köllner ist weit und breit die beste Lösung, die ich für unseren Verein sehe", sagte er.

Bornemann erinnert auch an die Bedingungen, unter denen Köllner beim finanziell minderbemittelten Club arbeiten muss. Bislang sei der Mitaufsteiger Fortuna Düsseldorf, gegen den Nürnberg 3:0 gewann, "im Grunde der einzige Gegner" gewesen, "mit dem wir uns von den Voraussetzungen her auf Augenhöhe bewegen. Alle anderen sind uns um Jahre voraus", sagte er.

Die hohen Niederlagen stehen im starken Kontrast zu den anderen fünf Spielen, von denen der Club nur eines (0:1 bei Hertha BSC) verlor. In den drei Heimspielen holte er sieben Punkte. Konsequent auf Köllner zu setzen, sei die "einzig richtige Entscheidung", betonte Bornemann, eine Trainerdiskussion "auch nur im Ansatz" entstehen zu lassen, "wäre fatal."

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