Hoffenheims Goldener Oktober: Fünfter Sieg in Serie?

Die TSG 1899 Hoffenheim hat nach dem Umbruch im Sommer und dem Trainerwechsel Tritt gefasst. Mit einem Sieg gegen den SC Paderborn kann die Erfolgsserie ausgebaut und der Kontakt zur Spitzengruppe der Liga hergestellt werden.

Zuzenhausen (dpa) - Nach einem Goldenen Oktober will die TSG 1899 Hoffenheim im Freitagspiel der Fußball-Bundesliga gegen den SC Paderborn schwungvoll und erfolgreich in den November starten.

Die Anfangsdebatte um den neuen Trainer Alfred Schreuder ist beendet. Zuletzt vier Siege, darunter der DFB-Pokalerfolg in Duisburg, und eine glanzvolle finanzielle Bilanz sorgen derzeit für viel Sonnenschein im Kraichgau.

Gegen den Aufsteiger (Anpfiff 20.30 Uhr/DAZN) hat die TSG drei Punkte fest eingeplant, auch wenn Schreuder natürlich ein «intensives Spiel» prophezeite und vor den Paderbornern warnte: «Sie hatten auch in Leverkusen viele Chancen. Das ist eine Mannschaft, die sehr mutig auftritt. Sie sind Letzter, aber sie spielen nicht so.»

Die Gäste haben zwar das Zweitrunden-Spiel in Leverkusen mit 0:1 verloren, verbuchten am vergangenen Wochenende mit dem 2:0 gegen Düsseldorf aber den ersten Saisonsieg. «Das Spiel im DFB-Pokal hat gezeigt, dass ich mich auf alle verlassen kann. Das ist ein sehr gutes Zeichen», sagte Trainer Steffen Baumgart, befürchtet aber: «Auf uns kommt eine ähnliche Wucht und Geschwindigkeit zu wie in Leverkusen.»

Die Gäste müssen auf den Gelb-gesperrten Klaus Gjasula verzichten. Angeschlagen sind Sebastian Schonlau (Nasenverletzung) und Sven Michel (Schienbeinblessur). Hoffenheim kann voraussichtlich auf Sebastian Rudy bauen. Der Nationalspieler war in Duisburg mit Rückenproblemen ausgewechselt worden. «Ich gehe davon aus, dass er es schafft, dass er spielen kann», sagte Schreuder.

Mittelfeldspieler Diadie Samassékou könnte in den Kader zurückkehren, ist aber noch kein Kandidat für die Startelf. Der Rekordeinkauf, der für zwölf Millionen Euro von RB Salzburg gekommen war, hat seinen Muskelfaserriss im Oberschenkel auskuriert.

Die Hoffenheimer haben sich mit Siegen beim FC Bayern München, gegen Schalke 04 und bei Hertha BSC freigespielt. «Wir haben immer gesagt, wir sind auf einem guten Weg, wir entwickeln die Mannschaft weiter. Am Ende brauchst du natürlich auch die Siege», sagte der niederländische Chefcoach Schreuder. Mit einem weiteren Erfolgserlebnis kann sein Team erstmals in die Spitzengruppe der Tabelle aufsteigen.

Passend zum sportlichen Hoch hat der Club von Mäzen und Milliardär Dietmar Hopp diese Woche seine neue Rekordbilanz vorgelegt: Auch ohne die noch nicht verbuchten Millionen-Transfers der Sommerpause hat Hoffenheim in der Saison 2018/19 nach eigenen Angaben einen Umsatz von knapp 164 Millionen Euro und einen Gewinn nach Steuern von mehr als 18 Millionen Euro erzielt. Durch die Verkäufe von Nico Schulz, Kerem Demirbay, Nadiem Amiri, Joeliton und Vincenzo Grifo liegen die Transfererlöse für die laufende Saison bereits bei rund 110 Millionen Euro. Sie werden dem Club für 2019/2020 «ein herausragendes Ergebnis bescheren», so Finanzchef Frank Briel.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

1899 Hoffenheim: Baumann - Akpoguma, Vogt, Hübner - Kaderabek, Grillitsch, Skov - Geiger, Rudy - Bebou, Kramaric

SC Paderborn 07: Zingerle - Dräger, Kilian, Schonlau, Collins - Sabiri, Vasiliadis - Pröger, Oliveira Souza, Holtmann - Zolinski

Schiedsrichter: Schröder (Hannover)

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