Krösche kämpft um Upamecano

Nach dem Transfercoup von Klostermann kämpft RB-Sportchef Krösche um den Verbleib von Upamecano. Große Transfers sind derzeit fraglich, doch ohne Ablöse läuft nichts, meinte Krösche. Im Fokus steht das Spiel gegen Freiburg. Dafür verzichtet Krösche auf den Bankplatz.

Leipzig (dpa) - Die Zeit spielt im Transferpoker um Abwehrjuwel Dayot Upamecano für RB Leipzig. Da der Berater des französchen Innenverteidigers nicht an große Transfers in diesem Sommer glaubt, ist ein Verbleib des 21-Jährigen im Bereich des Möglichen. «Wir sind sehr happy mit Upa, und er ist wichtiger Teil unserer Mannschaft, auch in diesem Jahr wieder ein Leistungsträger», sagte Krösche am Dienstag in einer Video-Konferenz und betonte: «Daher ist es grundsätzlich das Ziel, dass er bei uns bleibt.»

Krösche wolle die Entwicklung der nächsten Wochen auf dem Transfermarkt abwarten. Doch ein Fakt ist für den Fußball-Bundesligisten nicht wegzudiskutieren: «Es ist klar, dass wir keinen Leistungsträger ablösefrei ziehen lassen.» Der Vertrag von Upamecano läuft erst 2021 aus. Spielerberater Volker Struth erklärte zuletzt im Sport1-«Doppelpass»: «Wieso muss ihn ein Verein aufnehmen, der Vertrag läuft nicht aus.» Allerdings hatte RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff betont, dass der Franzose sein Arbeitspapier entweder verlängern müsse oder verkauft werde.

Die Ausstiegsklausel für den 21-Jährigen beläuft sich in diesem Sommer auf 60 Millionen Euro. Rekordmeister Bayern München ist grundsätzlich an Upamecano interessiert.

Wenig Bewegung gibt es derzeit beim Thema Milot Rashica. Krösche bekundete weiterhin Interesse, doch «es ist völliger Quatsch, dass man in der jetzigen Situation schon Konkretisierungen vornehmen kann». Er wolle erstmal die Rahmenbedingungen schaffen. Dies ginge nur, «wenn wir anfangen wieder Fußball zu spielen und die Saison beenden können. Das ist jetzt der Prozess. Wir sind noch weit entfernt von einer Konkretisierung, weder mit einem Verein noch mit einem anderen Spieler», betonte Krösche.

Derzeit steht für Krösche und dem Club nur die Wiederaufnahme des Spielbetriebs an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den SC Freiburg im Fokus. Dafür sind weitere Corona-Tests des Teams innerhalb der Quarantäne in der Trainingsakademie am Cottaweg notwendig. «Die Spieler werden heute und am Freitag nochmal getestet», erklärte Krösche.

Bevor wieder gespielt werden kann, wird das Gesundheitsamt in Leipzig einen Vorort-Termin abhalten. «Das Gesundheitsamt wird uns besuchen und die Abläufe ganz normal überprüfen, wie es bei jedem anderen Unternehmen auch so ist», sagte Krösche und lobte die Zusammenarbeit mit der zuständigen Behörde. «Wir haben da einen sehr engen und offenen Austausch, es ist eine sehr, sehr gute Zusammenarbeit in der jetzigen Situation», sagte Krösche und betonte: «Wir haben da jetzt keine Sonderrolle, das ist ein ganz normaler Ablauf.»

In der Red Bull-Arena wird es dann einige Veränderungen geben. «In der Kabine werden wir noch einen Raum dazunehmen, um die Abstandsregelung einhalten zu können. Auch die Sitzordnung der Auswechselspieler ist ein Thema. Alles Themen, die geklärt werden müssen», sagte Krösche. Er selbst verzichtet diesmal auf einen Platz auf der Bank. «Es gibt in der technischen Zone nur acht Plätze für den Staff, also Trainerteam und Physios. Wir haben uns dafür entschieden, dass es mehr Sinn macht, wenn ein Physio mehr oder ein Arzt mit auf der Bank sitzt.»

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