Lewandowski gegen alle: Wer krönt sich zum Bundesliga-Torschützenkönig?

Wer im Lexikon das Wort "Torschützenkönig" nachschlägt, könnte auf ein Foto von Robert Lewandowski stoßen. Der Bayern-Stürmer sicherte sich mit 29 Treffern in der vergangenen Spielzeit unangefochten den Titel. Vor dem Start in die Saison 2018/19 werden die Karten aber neu gemischt. Der Sport-Informations-Dienst (SID) hat sich die aussichtsreichsten Kandidaten genauer angesehen.

ROBERT LEWANDOWSKI (Bayern München): Robert Lewandowski wollte München den Rücken kehren, der FC Bayern hatte etwas dagegen. Logisch, denn der 29-Jährige schoss sich in den letzten drei Spielzeiten zweimal zum Torschützenkönig, erzielte dabei 29 (2018) und 30 (2016) Treffer. Nur 2017 musste er sich Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang (31) um nur ein Tor geschlagen geben. Es spricht also viel dafür, dass Lewandowski auch in der kommenden Saison den einen oder anderen Treffer erzielen wird. Der polnische Nationalspieler ist der absolute Favorit auf die Torjäger-Krone, es wäre seine insgesamt vierte in der Bundesliga. Lewandowski soll den Rekordmeister zum siebten Titel in Folge schießen, das Wechselverbot hat der Torgarant jedenfalls akzeptiert.

SANDRO WAGNER (Bayern München): Die Nationalmannschaft ist vergessen, für "Mentalitätsmonster" Sandro Wagner zählt nur noch der FC Bayern. Kommt Lewandowskis größter Konkurrent um die Torjäger-Krone aus der eigenen Mannschaft? Bereits 2014/15 erzielte Lewandowski gleich viele Tore wie Teamkollege Arjen Robben (17), nun hat er mit Wagner einen voll motivierten Stoßstürmer im Rücken. Ob der 30-Jährige aber unter dem neuen Trainer Niko Kovac genug Einsatzminuten sammeln wird, um den gesetzten Lewandowski zu gefährden? Wagner war im Winter von Hoffenheim nach München gewechselt, erzielte in 14 Bundesliga-Spielen im Bayern-Trikot inklusive mehrerer Kurzeinsätze aber beachtliche acht Treffer.

TIMO WERNER (RB Leipzig): Drei Spiele, null Tore: Die Weltmeisterschaft lief auch für Timo Werner nicht so recht nach Wunsch. Der 22 Jahre alte Torgarant der Leipziger hat eine schwierige Saison hinter sich, auch in der Bundesliga waren die Flügel eher gestutzt. Nur 13 Tore entsprachen nicht dem Anspruch Werners, in der Vorsaison waren es noch 21 gewesen. Die Leipziger Offensivabteilung gleicht einer Talentefabrik, mit Yussuf Poulsen, Jean-Kevin Augustin, Marcel Sabitzer, Bruma oder Emil Forsberg wissen einige Spieler sehr genau, wo das gegnerische Tor steht.

MAXIMILIAN PHILIPP (Borussia Dortmund): Maximilian Philipp soll's richten. Die Suche nach dem absoluten Topstürmer verlief beim BVB bis dato erfolglos, der erhoffte Ersatz für Aubameyang wurde nicht gefunden. Chelsea-Leihgabe Michy Batshuayi überzeugte im Frühjahr mit neun Treffern in vierzehn Pflichtspielen so sehr, dass die Londoner den Kaufpreis für den 24-Jährigen deutlich nach oben korrigierten. Nun ist Philipp, der im vergangenen Sommer aus Freiburg gekommen war und neun Treffer erzielte, im BVB-Sturm gefordert. Im Pokal-Thriller in Fürth übernahm Kapitän Marco Reus die Rolle des Mittelstürmers.

MARK UTH (Schalke 04): 14-mal war Mark Uth für Hoffenheim in der vergangenen Bundesliga-Saison erfolgreich, dann wechselte er im Sommer ablösefrei zu Vizemeister Schalke 04. Dort verstärkt der 26-Jährige die Offensivabteilung mit Breel Embolo (21) und Routinier Guido Burgstaller (29). Ein Trio, das um Einsatzminuten und Tore kämpfen wird.

KEVIN VOLLAND (Bayer Leverkusen): Kevin Volland hat seine erfolgreichste Bundesliga-Saison hinter sich, 14 Tore in 31 Spielen sprechen für den 26-Jährigen. Mit dem Argentinier Lucas Alario hat er jedoch einen starken Konkurrenten um den Stammplatz in der Werkself. Der 25-Jährige kam in der vergangenen Saison in 23 Einsätzen auf neun Treffer.

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