RB Leipzig als Spitzenreiter zum Spitzenspiel nach Dortmund

RB Leipzig ist zurück an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. Der 3:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf war nie in Gefahr. Jetzt warten eine Auslosung und das Spitzenspiel gegen Dortmund.

Leipzig.

Ein früher Treffer, einen umstrittenen Elfmeter zugesprochen bekommen, ein sicherer Sieg - es lief wirklich alles perfekt für RB Leipzig am Samstagabend in Düsseldorf. Als Patrick Schick nach 65 Sekunden zur Führung traf, nahm das Spiel aus Leipziger Sicht die gewünschte Richtung. Die Fortunen stecken als Tabellensechzehnter mitten im Abstiegskampf und wirkten nach dem frühen Rückstand sichtlich verunsichert. Topstürmer Timo Werner (58.) verwandelte einen umstrittenen Handelfmeter, erzielte damit im sechsten Bundesligaspiel in Serie ein Tor. Nordie Mukiele (75.) sorgte für den Endstand einer Partie, die über die gesamte Spieldauer einseitig war.

Ein Torschussverhältnis von 22:5 zugunsten von RB war da ein deutliches Zeichen. Auch in allen anderen relevanten statistischen Kategorien waren die Leipziger besser. Der siebente Bundesligasieg in Folge war somit mehr als verdient, die letzte Niederlage der Truppe von Trainer Julian Nagelsmann datiert vom 26. Oktober (0:2 in Freiburg). "Aktuell sieht es, was die Punkte angeht, sehr gut aus, und wir sind damit natürlich sehr zufrieden", sagte Nagelsmann nach der Partie. Leipzig ist mit 33 Punkten nun Tabellenführer, zwei Punkte vor der Borussia aus Mönchengladbach.

Der Sieg gegen Düsseldorf war aber schnell abgehakt, schien mehr eine Pflichtübung zu sein, angesichts des Topspiels, das bereits am Dienstag (Anstoß: 20.30 Uhr) ansteht. Dann reisen die Leipziger zur anderen Borussia, der widererstarkten aus Dortmund. "Es ist ein Spitzenspiel. Für solche Spiele lebt man als Fußballer. Wir freuen uns riesig und sind gut drauf", sagte Mittelfeldmotor Konrad Laimer.

Mit Blick auf das Spitzenspiel war der Spielverlauf in Düsseldorf geradezu perfekt. "Am Ende haben wir ein paar Körner für Dortmund gespart", gestand Trainer Nagelsmann. Allerdings: Auch die Dortmunder konnten beim 4:0 in Mainz Kräfte sparen. Der BVB hat sich aus seinem Zwischentief befreit und hat vier Pflichtspiele in Serie gewonnen. Mit 29 Zählern stehen die Dortmunder vier Punkte hinter den Leipzigern. In der Bilanz hat der BVB aber die Nase vorn: Von sechs Partien gewann Dortmund bisher drei, Leipzig zwei. Die vergangenen beiden Aufeinandertreffen konnte jeweils das Team von Lucien Favre gewinnen. "Man kann sich auf ein attraktives, spannendes Spiel freuen. Auch Dortmund wird mit viel Selbstvertrauen auftreten", sagte Außenverteidiger Lukas Klostermann.

Durch die Ausgangslage hat das Spiel durchaus Bedeutung in Sachen Meisterschaft. "Wir können einen sehr interessanten Punktevorsprung herausspielen, wenn wir gewinnen", sagte Nagelsmann. "Da geht es um viel, da werden die Weichen für den restlichen Verlauf der Saison gestellt. Das ist für uns ein Sechs-Punkte-Spiel", sagte Werner im ZDF. In dieser Saison scheint die Chance so groß wie nie zuvor zu sein, im Titelrennen mitzuschwimmen. Wenn nicht sogar anzugreifen.

Das Ziel "Meisterschaft" wird in Leipzig nicht offen formuliert, die Lust um den Titel mitzuspielen ist aber stets zu spüren. Oft sprechen Spieler und Verantwortliche von ambitionierten Zielen, die man als Mannschaft noch erreichen wolle. Doch welche Ziele sollen das außer der Meisterschaft sein, wenn man so weit oben in der Tabelle steht?

Die Blicke der Leipziger richten sich allerdings heute erst einmal Richtung Nyon. Am Sitz der Uefa in der Schweiz werden die Achtelfinalbegegnungen der Champions League ausgelost. Erstmals ist auch RB mit dabei. Als Gruppenerster können die Leipziger "nur" auf einen Gruppenzweiten treffen. Die haben es aber in sich. Es sind Größen wie Real Madrid, Atletico Madrid oder der FC Chelsea.

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