Sieg in Bremen: Bayern stoppen Liga-Talfahrt mit Kovac

Niko Kovac darf durchatmen: Emotionsgeladen dirigiert von seinem in die Schusslinie geratenen Trainer hat Bayern München seine sportliche Talfahrt in der Bundesliga gestoppt. Nach drei Ligaspielen ohne Sieg setzte sich der Rekordmeister bei Werder Bremen verdient mit 2:1 (1:1) durch und hält damit im Titelrennen Anschluss. Die Bayern schoben sich zumindest vorübergehend auf Position drei vor.

Matchwinner der Gäste war ausgerechnet der Ex-Bremer Serge Gnabry. Der Nationalspieler war in der 20. Minute gegen Werder-Torhüter Jiri Pavlenka erfolgreich, fünf Minuten nach Wiederbeginn traf er erneut. Für die Norddeutschen reichte es nur zum zwischenzeitlichen Ausgleich, erzielt per Kopfball von Yuya Osako (33.). Bremens Niklas Moisander sahen wegen wiederholten Foulspiels (90.+2) die Gelb-Rote Karte.

Vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion war der FC Bayern erwartungsgemäß das spielerisch stärkere Team, in den entscheidenden Szenen aber fehlte oft die Konsequenz im Zweikampf. So eroberten die Hanseaten oftmals die zweiten Bälle und zerstörten so zumindest phasenweise den Münchner Angriffsschwung.

Aber es fehlte zunächst auch an Bayern-Tempo, weil die FCB-Oldies so gut wie keine Rolle spielten. Arjen Robben musste nach dem Aufwärmen kurzfristig von der Liste der Reservisten gestrichen werden. Franck Ribery verließ nach nur 38 Minuten das Spielfeld - mit verkniffenem Gesichtsausdruck.

Nach dem Seitenwechsel aber verschob sich das Kräfteverhältnis mehr und mehr. Das Team von Coach Florian Kohfeldt konnte sich kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien, zu geschickt war die Raumaufteilung der Münchner.

Der Bremer Trainer beorderte seine Schützlinge ein ums andere Mal in die Offensive - es war vergeblich. Deshalb kam in der Schlussviertelstunde der mittlerweile 40 Jahre alte Torjäger Claudio Pizarro, der lange Jahre auf den Dress der Bayern getragen hatte, auf den Rasen.

Anders als zuletzt im Heimspiel gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf machten die Münchner nicht den Fehler, den knappen Vorsprung zu verwalten. Sie ließen bis in die Schlussminuten nicht nach und waren mehrfach einem weiteren Tor sehr nahe.

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