Altmeister gibt Tipps weiter

58 junge Kicker sind in den Sommerferien beim Fußballcamp mit Ex-DDR-Nationalspieler Peter Ducke dabei. Gestern ging es allerdings in die Halle. Nächstes Jahr könnte der 76-Jährige durchaus nochmals vorbeischauen.

Frankenberg.

Seit über einem Jahrzehnt kommt Peter Ducke mit seinem Fußballcamp in den sächsischen Sommerferien inzwischen schon nach Frankenberg. Gestern gab es für ihn dennoch ein Novum. Schuld war das Wetter. "Aufgrund des Regens muss ich mit den Kindern das erste Mal in die Halle ausweichen, was ich sonst eigentlich nicht gern mache." Doch durch das Tief "Gislinde", das aus Skandinavien nach Sachsen hereinzog, blieb ihm keine andere Wahl. "Dabei haben wir bei unseren Gastspielen in Skandinavien eigentlich immer ganz gut gespielt", sagte der 68-malige DDR-Nationalspieler, der 1972 beim Olympischen Fußballturnier Bronze gewann, schmunzelnd.

Der Umzug in die Halle sei gestern auch deshalb problematisch gewesen, weil unter dem Dach die Abwechslung bei den Spielformen begrenzt ist. "Wir haben uns daher entschlossen, ein kleines Turnier zu spielen", so der 76-Jährige. Die 28Camp-Teilnehmer wurden auf vier verschiedene Teams aufgeteilt. "Wichtig ist, dass wir in diesen Altersklassen jede Übung mit dem Ball machen." Ducke lobte das Engagement der jungen Kicker. "Alle sind mit Eifer, Kampfgeist und vor allem Ehrgeiz dabei - und einige Talente habe ich bereits erkannt."

Allein könne er das Camp allerdings nicht mehr durchführen, sagt er. In dieser Woche helfen ihm der Organisator des Camps Peter Gawlik sowie der ehemalige Barkas-Präsident Andreas Morgenstern und der 18-jährige Moritz Berninger. "Die Jungs haben einen großen Anteil an der Durchführung", so Ducke.

Zum Abschluss der gestrigen Vormittagseinheit wurde in der Frankenberger Dreifelder-Halle wieder ein König vom Strafstoßpunkt ausgeschossen. "Solche kleinen Wettbewerbe streue ich immer einmal ein", sagt der 76-Jährige. Kurz vor dem Mittagessen gewann gestern der elfjährige Max Balzer, der beim TSV Dittersbach auf Torejagd geht. "Besonders die Turniere machen mir immer wieder Spaß", sagt der Jugendspieler, der bereits das dritte Mal am Camp teilnimmt. "Mir gefällt es, weil es eine lockere Atmosphäre ist und sich hier jeder verbessert."

Ducke selbst zeigte sich auch diesmal erstaunt darüber, dass sein Camp so gut angenommen wird. Bereits in der vergangenen Woche nahmen 30 junge Fußballer daran teil. Nach Frankenberg kamen auch Sportler aus Hainichen, Mittweida, Niederwiesa, Flöha und Dittersbach. "Wir haben hier 2007 mit den Fußballcamps angefangen", erinnert sich Peter Gawlik. Damals gastierte die Traditionsmannschaft des FC Carl Zeiss Jena mit Peter Ducke an der Zschopau, in der Folge blieb Gawlik mit Ducke in Kontakt. "Wir sind schon lange befreundet und haben dann das Camp ins Leben gerufen." Inzwischen ist es das einzige, bei dem Ducke noch mitwirkt. "Aber er sagt ja eigentlich jedes Jahr, dass es das letzte ist", so Pawlik. Auch gestern waren solche Töne zu vernehmen. Doch Pawlik ist zuversichtlich, dass er seinen Kumpel zur Durchführung eines weiteren Camps im kommenden Jahr überreden kann und zog gestern einen kleinen Trumpf aus dem Ärmel. "Im kommenden Jahr ist die sächsische Landesgartenschau in Frankenberg, da lohnt sich das Kommen doppelt." Peter Ducke war ganz angetan von diesem Hinweis, sodass es in dieser Woche nicht zwingend sein letzter sportlicher Besuch in Frankenberg sein muss.

Bewertung des Artikels: Ø 1 Sterne bei 1 Bewertung
 Artikel versenden
Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...