An einer Medaille vorbeigefahren

Geländefahrer Luca Fischeder aus Geringswalde galt als Titelfavorit beim Deutschen Juniorenpokal. Am Ende wurde es "nur" Platz 5. Doch das hat Gründe.

Geringswalde.

Mit dem 2. Platz beim Finallauf "Rund um Zschopau" im deutschen Juniorenpokal hinter einem tschechischen Gaststarter hat Luca Fischeder bewiesen, dass er zu den nicht übermäßig gesäten Talenten im nationalen Endurosport gehört. Der Geringswalder sammelte damit die 25 Punkte für den Klassensieg ein, am Ende wurde es aber nur der 5. Rang in der Gesamtwertung.

"Ich bin nicht zufrieden mit der Gesamtplatzierung, wollte natürlich viel mehr erreichen", sagt der 19-Jährige. Tatsächlich wäre bei seinem Potenzial deutlich mehr drin gewesen. Dass er es nicht abrufen konnte, hat Gründe. Kurz vor der Saison ist Fischeder vom Zschopauer KTM-Sturm-Team zu Marcus Kehr nach Flöha (Sherco Academy) gewechselt. "Ein Kumpel hatte mich angesprochen, einfach mal eine 125er Maschine zu testen. Das hat ganz gut funktioniert, und so kam es dann halt", erzählt der Mittelsachse, der mit Florian Görner aus Scharfenstein und Kevin Nieschalk (Lengefeld) zwei starke Klassen-Kontrahenten im eigenen Team hatte. "Das war aber nicht ausschlaggebend für meinen Wechsel", betont Luca Fischeder.

Aus der Retrospektive betrachtet, war aber quasi schon mit dem ersten Wettkampf klar, dass es mit dem avisierten Ziel Podiumsplatz nichts werden würde. "In Tucheim konnte ich zum Auftakt nicht starten, weil ich krank war. Und dass die Saison wegen der vielen Wettkampfausfälle aufgrund der extremen Witterung derart dezimiert wurde, konnte auch keiner ahnen", sagt der gebürtige Rochlitzer. So wurde der Punkterückstand unbeeinflussbar groß, am Ende zu groß für das Podest. Die lange Zeit zwischen den Wettkämpfen hat Fischeder aber genutzt, um bei Wettkämpfen wie dem Sächsischen Offroad-Cup zu trainieren. "So würde ich auch meine Saison 2018 bezeichnen. Gewinnen konnte ich nichts mehr, aber dafür viel lernen." Jedenfalls hat er bei "Rund um Zschopau", dem nationalen Enduroklassiker, gezeigt, was er drauf hat.

In der neuen Serie wird Fischeder voraussichtlich noch einmal bei den Junioren an den Start gehen. Um jedoch weiter voranzukommen, ist auch ein Start in der EM geplant. "Dazu brauche ich jedoch jede Menge Unterstützung", hofft der junge Geländefahrer auf Gönner.

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