Arbeitssieg bei Schmuddelwetter

Die Landesliga-Fußballer von Germania Mittweida haben die Kickers Markkleeberg mit 2:1 (1:0) bezwungen. Erfolgreich war dabei auch der Kapitän nach seinem Comeback.

Mittweida.

Wenn eine Sportmannschaft am Ende einer Saison ziemlich weit oben stehen will, dann gehören solche Siege wie jener der Mittweidaer Landesliga-Kicker am Sonntag gegen die Kickers Markkleeberg dazu. Das Team von Trainer Uwe Schneider schlug die Gäste mit 2:1 (1:0), machte es dabei aber unnötig spannend.

"Der Sieg geht für uns natürlich in Ordnung, aber wenn man wie wir eine Vielzahl an Chancen liegenlässt, dann bekommt der Gegner die zweite Luft", sagte Schneider nach dem Abpfiff. Im Prinzip hätte seine Mannschaft schon in der ersten Viertelstunde für klare Verhältnisse sorgen können. Die Mittweidaer nahmen den Rückenwind des Spiels in Bautzen (1:0) mit und legten los wie die Feuerwehr: Zunächst scheiterte Felix Ebert mit einem 20-Meter-Schuss an Gästetorwart Paul Kruse. Kurz darauf waren die Mittweidaer schon wieder frei vor dem Torwart, doch hier geriet der Querpass von Kevin Frieden auf Tobias Grau zu steil, sodass ein Markkleeberger zur Ecke klären konnte. Nach dieser zappelte der Ball dann aber im Netz: Roy Blankenburg köpfte zur Mittweidaer Führung ein (11.). Bei weiteren Gelegenheiten verpassten es die Hausherren im Anschluss, aus aussichtsreichen Positionen den Abschluss zu suchen.

Nach dieser ersten Druckphase kamen die Gäste in einem erstaunlich offen geführtem Spiel besser in die Spur. Im Mittelfeld waren bereits nach 20 Minuten viele große Lücken zu erkennen, die die Kickers vor allem im Konterspiel ausnutzen wollten. Julian Vass verzog aus guter Position, zudem hielt Germania-Torwart Maik Ebersbach einen Freistoß von Schwaiger. Von Mittweida kam in dieser Phase nicht viel nach vorn, zudem bestimmten viele Fehlpässe das Spielgeschehen und die Abseitsfalle der Gäste funktionierte.

In der zweiten Halbzeit kamen die Mittweidaer wieder besser in die Partie. Bei seifigem Boden im Dauerregen war vor allem Roy Blankenburg der Dreh- und Angelpunkt im Mittweidaer Spiel. Nach einer guten Stunde hatte er den Ball gleich zweimal auf seinem starken linken Fuß. Einmal verzog er, beim nächsten Versuch lenkte Kruse den Ball mit den Fingerspitzen noch an die Latte. Kurz zuvor feierte Kapitän Philipp Rauthe nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Comeback und durfte als Stoßstürmer wirbeln. Er war sofort an den besten Szenen in der Schlussphase beteiligt. Zunächst zischte sein Volleyschuss nur knapp am Tor vorbei, doch in der 84. Minute belohnten sich die Mittweidaer mit dem schönsten Spielzug der Partie für ihre Mühen: Blankenburg tunnelte an der Eckfahne einen Gästespieler. Seine scharfe Hereingabe ließ Philipp Krasselt zu Rauthe abtropfen und der Kapitän traf mit links zum 2:0. Reden wollte er nach Spielende aber nicht viel. "Ich bin froh, wieder mitwirken zu können, aber ich muss noch viel trainieren", so seine kurze Antwort.

Doch die Partie war mit dem 2:0 noch nicht ganz entschieden. In der 89. Minute fand eine Markkleeberger Flanke den Weg zu Morales, der nach einem Haken trocken per Linksschuss ins Tor traf. "Der Treffer war letztlich aber nicht mehr als Ergebniskosmetik", sagte Germania-Trainer Uwe Schneider. Vor allem, weil sich Routinier Roy Blankenburg in der Nachspielzeit mit dem Ball an der Eckfahne einigelte und somit einige Minuten von der Uhr nahm. "Wir hätten den Sack eher zumachen können. Dann wäre das Spiel sicher auch ruhiger verlaufen", sagte Innenverteidiger Christoph Antal. Für ihn und seine Teamkollegen geht es am Donnerstag weiter. Dann reist Germania zum Nachholspiel der dritten Sachsenpokal-Runde beim VfB Weißwasser. Die Ostsachsen verloren am Samstag ihr Landesklasse-Spiel gegen Rotation Dresden mit 1:3.

Statistik Mittweida: Ebersbach - Weinert, Antal, Kuhl, Heinrich (87. Hönig) - Ryssel, Frieden - Ebert (70. Hahn), Blankenburg, Krasselt - Grau (57. Rauthe) - Tore: 1:0 Blankenburg (11.), 2:0 Rauthe (84.), 2:1 Morales (89.) - Schiedsrichter: Schiebe (Pirna) - Zu.: 102

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