Aufsteiger ringt Absteiger nieder

Mittweidas Sachsenliga- Fußballer haben für die nächste Sensation gesorgt und den Tabellenzweiten Kamenz 2:1 bezwungen. Damit hat der Neuling sechs Punkte Vorsprung auf einem Abstiegsplatz.

Mittweida.

Wenn der SV Germania Mittweida gegen den Tabellenzweiten der Landesliga gewinnt, ist das schon etwas ganz Besonderes. Mit dem 2:1-Sieg gegen den Oberliga-Absteiger Einheit Kamenz haben die Schneider-Schützlinge einen gehörigen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht und für einen weiteren Paukenschlag in der Sachsenliga gesorgt. So freute sich der Mittweidaer Trainer nach dem Spiel enorm: "Das war das i-Tüpfelchen der vergangenen Wochen. Vom Zeugwart bis zum Trainer - hier ziehen alle an einem Strang", strahlte Uwe Schneider. Das übertrage sich auf die Mannschaft, die wieder überragende Disziplin und Moral gezeigt habe.

Dabei begann die Partie für die Gastgeber mit einem Tiefschlag: Bereits mit dem ersten Angriff erzielte Kamenz nach nur zwei Minuten den Führungstreffer: Schulze stand am linken Flügel frei und zirkelte den Ball mit dem Außenrist ins lange Eck. Germania-Schlussmann Maik Ebersbach schaute dem Ball nur hoffend hinterher, doch vom Innenpfosten sprang dieser ins Netz.

Vom frühen Rückstand beeindruckt, fanden die Gastgeber in den ersten 30 Minuten überhaupt keinen Zugriff. Kamenz agierte abgeklärt und ballsicher. In der 14. Minute war Ebersbach bei einem Freistoß aus zentraler Position auf dem Posten. In der 27. Minute musste er bei einem Schuss aus spitzem Winkel erneut eingreifen. In Minute 32 erzielte Felix Ebert dann den zu diesem Zeitpunkt etwas überraschenden Ausgleich: Entschlossen tankte sich der offensive Mittelfeldmann in den Strafraum und schob das Leder durch die Beine des Kamenzer Schlussmanns Mikolajczuk.

Quasi im Gegenzug hatten die Mittweidaer bei einem Lattentreffer der Gäste das nötige Glück zur Seite. Doch ab diesem Zeitpunkt war Germania wach und fand immer besser in die Partie. In der 40. Minute hatte Silvio Grötzsch die Führung auf dem Fuß, doch diesmal stand den Kamenzern das Glück zur Seite: Sie konnten den Ball zweimal kurz vor der Linie abwehren. Bei der anschließenden Ecke lenkte der Kamenzer Keeper einen Kopfball von Tobias Grau mit den Fingerspitzen gerade noch über das Tor.

Nach der Pause erwischte der Favorit erneut den besseren Start. In der 46. Minute hatte Hänsel nur noch Torwart Ebersbach vor sich. Dieser drängte den Kamenzer aber entscheidend nach außen ab. Der Nachschuss von der Strafraumgrenze landete über dem Tor. Die Germanen befreiten sich schnell vom Anfangsdruck, die Partie war nun ausgeglichen. Die Mittweidaer spielten es geschickt, standen hinten dicht gestaffelt und sorgten nach vorn immer wieder für Nadelstiche. Markus Pietsch traf in der 58. Minute nach einer Ecke von Grötzsch mit herrlichem Kopfball zum 2:1.

Weitere gute Toraktionen von Hannes Ryssel (63.), Philipp Raute (69.) sowie Ebert (75.) verfehlten knapp ihr Ziel. In der Schlussphase versuchten die Gäste nochmals alles, doch viel ließ die stabile Mittweidaer Defensive nicht zu. Die letzte große Gelegenheit der Kamenzer konnte Ebersbach (87.) mit einer starken Parade vereiteln.

"Wir haben uns damit eine sehr gute Ausgangsposition im Abstiegskampf geschaffen", sagte Trainer Schneider. Die gelte es in den kommenden Wochen zu veredeln. "Wir müssen weiter die Ruhe bewahren und die Konzentration hochhalten." Zunächst erwartet seine Mannschaft beim Elften in Radebeul die nächste schwierige Aufgabe.

Statistik Germania Mittweida: Ebersbach - Weinert, Kuhl, Salim (62. Hönig), Pietsch - Ryssel, Rauthe, Antal (87. Hahn), Ebert - Grötzsch, Grau (90. Wilsdorf) Tore: 0:1 Schulze (2.), 1:1 Ebert (32.), 2:1 Pietsch (58.) - Schiedsrichter: Ordon (Lichtenstein) - Zuschauer: 122

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