Auftakt ganz in Grün-Weiß

Wie schon im Vorjahr trifft Leubsdorf im Fußball-Kreispokal auf Niederwiesa. Das letzte Duell haben alle in unguter Erinnerung.

Leubsdorf.

Fortuna präsentiert sich manchmal als eine sehr launische Diva. Als in der vergangenen Saison dem SV Grün-Weiß Leubsdorf der erste Gegner im Kreispokal zugelost wurde, stand der SV Grün-Weiß Niederwiesa auf dem Tableau. Am Sonntag müssen die Leubsdorfer in der Ausscheidungsrunde des Pokals auflaufen - und treffen erneut auf Niederwiesa.

"Jetzt hoffe ich gleich in doppelter Hinsicht, dass sich die Ereignisse des Vorjahres nicht wiederholen", sagt der Leubsdorfer Vereinschef Peter Mittmann. Denn die Begegnung war von einer schweren Verletzung des Niederwiesaer Spielers Roland Lippert überschattet. "Er ist am letzten Spieltag der vergangenen Serie noch einmal symbolisch für fünf Minuten aufgelaufen. Doch er hat nach diesem Sportunfall die Fußballschuhe an den Nagel gehängt", erklärt der Niederwiesaer Abteilungsleiter Sören Kaltofen.

Sportlich sah es für Leubsdorf nicht gut aus. Michael Grundmann und Sascha Reichel hatten vor zwölf Monaten für eine 2:0-Pausenführung gesorgt. Doch das reichte nicht, um eine Runde weiterzukommen. Denn nach dem Seitenwechsel sorgten Maik Lasch mit zwei Toren sowie André Meier dafür, dass Niederwiesa als 3:2-Sieger vom Platz ging.

Jetzt kann es praktisch die gleiche Mannschaft erneut versuchen, diesen Lapsus zu korrigieren. Denn beim Leubsdorfer Team gab es in der Sommerpause weder Zu- noch Abgänge. "Sicherlich wollen wir alles daran setzen zu gewinnen. Doch Niederwiesa wird nicht leicht zu knacken sein", ist sich Mittmann der Schwere dieser Heimaufgabe bewusst. Immerhin zählte der Leubsdorfer Kontrahent jahrelang zur Mittelsachsenliga, bevor es wegen akuten Personalmangels erst zur Abmeldung der Mannschaft und dann zu einem Neuanfang in der 2. Kreisklasse kam.

Im Niederwiesaer Lager hat man den denkbar knapp verpassten Staffelsieg und den damit auch vergebenen Aufstieg in die Kreisliga mittlerweile verkraftet. "Am Ende fehlte uns im Juni ein Zähler zum Erfolg. Aber das ist abgehakt", sagt Kaltofen. Nunmehr gehe es darum, in der bevorstehenden Saison Nägel mit Köpfen zu machen und in der Tabelle wieder ganz weit vorn zu landen. Immerhin muss Niederwiesa in der neuen Saison nicht wie im Vorjahr eine hohe Anfangshypothek von sechs Minuspunkten wegen jahrelangem Schiedsrichterunterbestand mitschleppen. "Das haben wir mittlerweile geklärt", hebt der Abteilungschef hervor.

Die Partie gegen Leubsdorf nimmt das weiterhin von Stefan Gerlach trainierte Team ernst. "Wir nehmen jede Herausforderung an und wollen im Pokalwettbewerb so viele Spiele bestreiten, wie möglich", betont Kaltofen. Das bedeutet, dass sich die Leubsdorfer Gastgeber am Sonntag warm anziehen sollten. Bis auf Lippert, der aus bekannten Gründen nicht mehr zur Verfügung steht, gab es in Niederwiesa keine weiteren Abgänge zu verzeichnen. Hingegen will Gerlach in den kommenden Monaten Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die Truppe einbauen.

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