Außenseiter prüft den Spitzenreiter

Im Achtelfinale des Fußball-Kreispokals warten am Sonntag einige hochkarätige Duelle - aus früheren Zeiten.

Falkenau/Niederwiesa.

Es ist noch nicht lange her, da haben sich beide Teams noch im mittelsächsischen Fußball-Oberhaus gegenüber gestanden. Am Sonntag kreuzen der TSV Falkenau und der TSV Großwaltersdorf/Eppendorf erneut die Klingen - doch diesmal geht es nicht um Punkte, sondern um den Einzug ins Viertelfinale des Kreispokals. Nachdem die Falkenauer nach der Saison 2017/18 ihren freiwilligen Rückzug aus der Mittelsachsenliga erklärten, befinden sie sich in der Mittelsachsenklasse in schwerem Fahrwasser. Derzeit haben sie gerade fünf Punkte auf dem Konto und sind Vorletzte. Ganz anders sieht die Situation beim Gegner aus, der seit vergangener Woche wieder die Mittelsachsenliga anführt. "Wir nehmen sicherlich die Favoritenrolle ein und wollen dieser auch gerecht werden", sagt der Großwaltersdorfer Trainer Robert Hohlfeld.

Sören Kaltofen kann sich an die letzten beiden Spiele gegen Fortuna Langenau nicht mehr erinnern - oder will es nicht. Dem Fußball-Abteilungsleiter des SV Grün-Weiß Niederwiesa sollte man dabei aber mildernde Umstände zugestehen, schließlich datieren beide Duelle aus der Saison 12/13 und waren deftig für Niederwiesa: Der SVN verlor 0:4 und 1:5. "Ich stand damals als Spieler mit auf dem Platz, kann aber heute zum Verlauf nichts mehr sagen", erklärt der heutige Funktionär.

Nach der Saison löste sich Niederwiesas Mannschaft wegen Personalmangels auf. Doch diese Zeiten sind vorbei, längst steht die Truppe wieder im Spielbetrieb und hat sich als Aufsteiger auf Platz 1 der Kreisliga Süd festgesetzt. Den Niederwiesaern ist durchaus klar, dass der Kontrahent zwei Klassen höher agiert und in der Mittelsachsenliga auf Rang 4 notiert ist. "Natürlich wissen wir um die Rollenverteilung. Aber wir haben uns diesen sportlichen Höhepunkt hart erarbeitet", sagt der Niederwiesaer Trainer Stefan Gerlach. "Wir sind klarer Außenseiter, deshalb kann in diesem Spiel nur Langenau verlieren", blickt der Coach entspannt auf den Sonntag.

Ähnlich sind die Kräfteverhältnisse in der Partie der SpG Halsbrücke/Conradsdorf. Der Dritte der Kreisliga Süd, als VfB Halsbrücke lange im Oberhaus des damaligen Kreisverbandes Freiberg unterwegs, empfängt mit Flöha den Dritten der Mittelsachsenliga. Anpfiff auf allen Plätzen ist 13 Uhr.

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