Brander Damen sagen für immer Servus

2. Kegel-Bundesliga: SSV verliert zum Abschluss und zieht sein Team zurück

Brand-Erbisdorf.

Die letzte Niederlage hat besonders wehgetan. Mit 2:6 unterlagen die Bundesliga-Keglerinnen des SSV 91 Brand-Erbisdorf zum Abschluss der Saison bei Lok Elsterwerda und verabschieden sich mit 18:18 Punkten als Fünfte der 2. Bundesliga Nord/Ost. Es ist ein Abschied für immer: Denn ab September steht kein Team des SSV 91 mehr in der zweithöchsten deutschen Spielklasse auf der Bahn.

"Wir werden unsere Mannschaft ab der Saison 2019/20 aus dem Spielbetrieb abmelden", sagt Teamchefin Rica Ulbricht (Foto). Der Grund ist die dünne Personaldecke: Für eine weitere Spielzeit bekomme sie keine spielfähige Mannschaft mehr zusammen, erklärt die langjährige Kapitänin . "Das tut schon sehr weh." 23 Jahre mischten die Brand-Erbisdorfer Keglerinnen national vorn mit. Als letzter Deutscher Classic-Meister (100 Wurf) ging das Team 2016/17 sogar in die Geschichte des Keglerbundes ein. Danach sicherten sich die über viele Jahre erfolgreichen Zweitliga-Damen den Aufstieg in die neue 2. Bundesliga Nord/Ost 120 Wurf und meisterten die neue Herausforderung in der Vorsaison mit Platz 3. Doch nun sei endgültig Schluss, so Ulbricht, da ab September nur noch fünf Spielerinnen zur Verfügung stünden.

Uta Baumgart und Antje Lippmann beenden ihre Laufbahn, während Marlies Wurscher Mutterfreuden entgegensieht. Silke Lange ist langzeitverletzt, während Alexandra Weinhold nur noch sporadisch zur Verfügung stehe, zählt die Teamchefin die Abgänge auf. Andererseits habe der SSV 91 keine einzige Nachwuchsspielerin, schüttelt die 50-Jährige den Kopf. Da auch im Umfeld das Potenzial für die 2.Bundesliga nicht vorhanden sei, " haben wir uns entschieden, dieses Kapitel jetzt zu schließen".

Die letzte Reise zum abstiegsbedrohten ESV Lok Elsterwerda war so nebensächlich geworden. Nur Rica Ulbricht und Katrin Heutehaus gewannen ihre Duelle, am Ende hatte der SSV fast 100 Holz weniger ab- geräumt als die Gastgeberinnen (3159:3250). "Lok hat stark gespielt und verdient gewonnen", lobt Ulbricht. Für ihr Team endet eine turbulente Saison mit einer ausgeglichenen Bilanz und dem Klassenerhalt - der aber nun bedeutungslos ist. Katrin Heutehaus (Damen) und Rica Ulbricht (Seniorinnen A) haben sich noch für die Landesmeisterschaften im April und im Mai qualifiziert. "Und das war's dann", so die Brander Kapitänin. (mit uc)

 

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