Bronze krönt starken Auftritt im Norden

Zwei Leichtathleten aus Mittelsachsen haben bei der Jugend-DM in Bremen aufhorchen lassen. Eine Bestleistung wurde sogar mit einer Medaille belohnt.

Augustusburg/Niederwiesa.

Bei den deutschen Jugendmeisterschaften der Altersklasse U 16, die am Wochenende in Bremen über die Bühne ging, haben auch zwei junge Leichtathleten aus Mittelsachsen überzeugt - und sogar Edelmetall geschürft. Jeremy Neubert aus Augustusburg gewann im Hammerwerfen die Bronzemedaille, Liv Zoe Strohbach aus Niederwiesa verpasste über 300 Meter als Vierte nur hauchdünn eine Medaille. "Beide haben sich bei widrigen Bedingungen sehr, sehr gut geschlagen und absolut überzeugt", lobt Maik Werner, Regionaltrainer Erzgebirge und Trainer beim LV 90 Erzgebirge.

Im Trikot des sächsischen Landesstützpunktes starten beide jungen Mittelsachsen. "Fast vier Meter weiter als je zuvor - das ist eine Hausnummer", hebt auch Stützpunktleiter Sven Lang die Leistung von Jeremy Neubert hervor. Der 15-Jährige hatte bei seiner ersten nationalen Meisterschaft den vier Kilogramm schweren Hammer auf 52,76Meter geschleudert und sich Bronze gesichert. "Dass er so nervenstark auftritt und sich so steigern kann, ist beachtlich", lobt Lang, der auch Bundestrainer Kugelstoßen ist. Diese Disziplin, für die sich Neubert ebenfalls qualifiziert hatte, ließ er jedoch aus. "Es wäre zu Überschneidungen mit dem Hammerwerfen gekommen", begründete es Lang. Der junge Augustusburger trainiert erst zweieinhalb Jahre leistungsorientiert, erzählt Maik Werner. Er sichtete Neubert als 13-Jährigen bei einem Schulwettkampf in Flöha. "Er war sehr schnell und konnte auch alles andere." Am LV-Stützpunkt habe sich der frühere Fußballer rasant entwickelt. "Jeremy hat viel investiert und sich jetzt dafür belohnt", sagt Werner, der die beiden jungen Sportler des LV 90 bei den Titelkämpfen in der Bremer Sportanlage Obervieland betreute. 2018 wechselte Neubert ans Sportgymnasium Chemnitz. Im August startet der 15-Jährige auch bei der Block-DM im westfälischen Lage.

Liv Zoe Strohbach lief im Norden knapp an einer Medaille vorbei. Über 300 Meter hatte sich die Niederwiesaerin, die ebenfalls das erste Mal bei einer DM startete, als Fünfte für den Endlauf qualifiziert. Im Finale steigerte sie sich nochmals und kam nach 40,82 Sekunden als Vierte ins Ziel. "Eine tolle Zeit bei schwierigen Bedingungen", lobt Werner. Eine Woche zuvor lief sie zur Mitteldeutschen Meisterschaft in 40,26 s zwar schneller zum Titel, in Bremen machten aber Regen und Kühle den Athleten zu schaffen. Liv Zoe Strohbach trainiert seit fast fünf Jahren beim LV 90. Auch sie war von Werner in Flöha entdeckt und zum Probetraining eingeladen worden. Er habe anfangs Überzeugungsarbeit leisten müssen: "Aber jetzt ist sie mit Herz und Seele dabei", lobt der Regionaltrainer die Entwicklung. (mit mas)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...