BSC fehlt noch ein Punkt

Die Freiberger Landesklasse-Fußballer wollen am Sonntag in Hartmannsdorf ihren zweiten Matchball nutzen. Personell hat der Primus aber erneut einige Sorgen.

Freiberg.

Rein statistisch gesehen hat Christopher Hauswald in dieser Saison nicht einmal ein Gegentor pro Partie kassiert. 14-mal spielte der junge Torhüter des BSC Freiberg mit seiner Mannschaft zu Null. In Freital (1:4) und in Weinböhla (4:4) musste er allerdings gleich viermal hinter sich greifen, und zuletzt hatte es beim Tabellenneunten Wesenitztal dreimal in seinem Kasten geklingelt. Zwar glich der BSC einen 0:3-Rückstand innerhalb einer Viertelstunde aus, der Punktverlust beim 3:3 schmerzte jedoch. "Wir hätten dort schon alles klarmachen müssen", blickt Hauswald zurück.

"Wenn wir zu Beginn gleich in Führung gehen, geht das Spiel ganz anders aus", ist der 20-jährige Keeper überzeugt. Da der BSC aber seine klaren Chancen nicht nutzte, musste er am Ende sogar mit dem einen Punkt zufrieden sein. Damit war die Chance, Staffelsieg und Aufstieg in die Sachsenliga bereits drei Wochen vor Abpfiff der Saison unter Dach und Fach zu bringen, dahin.

Mit 53 Punkten hat der BSC aber immer noch fünf Zähler Vorsprung auf Verfolger Motor Wilsdruff - und auch das um zwölf Treffer bessere Torverhältnis (57:17). Damit würde den Freibergern nun am Sonntag im Gastspiel beim Hartmannsdorfer SV Empor (10./24) im Prinzip ein Punkt reichen. Ein Remis sei aber kein Thema, wehrt Hauswald ab. "Wir spielen auf Sieg und wollen nicht noch einmal zittern."

Das Hinspiel gegen Empor hatte der BSC dominiert, sich gegen die kompakte Deckung der Osterzgebirger aber durchaus schwergetan. Auch am Sonntag brauche man Geduld, so Hauswald. "Wir müssen die Ruhe bewahren und auf unsere Chancen warten." Dass sie das kann, habe die Mannschaft schon oft genug bewiesen, sagt der Student der Fachhochschule Mittweida und schmunzelt: "Und dann hat's sich."

Der gebürtige Roßweiner hat sich in Freiberg innerhalb kurzer Zeit zur Nummer 1 gemausert und gehört inzwischen auch zu den besten Keepern der Landesklasse. "Er strahlt trotz seiner erst 20 Jahre ganz viel Ruhe aus, ist reaktionsschnell und spielt auch sehr gut mit", lobt Swen Hennig, der Co-Trainer des BSC. Mit "Hausi" habe man einen echten Glücksgriff getan. Und auch der Freiberger Co-Trainer hofft, dass die Mannschaft den zweiten Matchball verwandelt - auch wenn mit Krause, Mehner und Otto drei absolute Stützen fehlen. "Wir wollen am Sonntag den Deckel draufmachen."

Landesklasse Mitte 25. Spieltag - So., 15 Uhr: Empor Hartmannsdorf - BSC Freiberg (Waldsportplatz Hartmannsdorf-Reichenau)

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