BSC kommt bei Rapid unter die Räder

Die Freiberger Sachsen- liga-Fußballer verlieren in Chemnitz mit 1:5 und rutschen auf Platz 14 ab. Die Partie war schon nach einer knappen Viertelstunde entschieden.

Freiberg.

Kay Mattheß, der Trainer des BSC Freiberg, hatte am Sonntagnachmittag ordentlich zu schlucken. Wie schon am Mittwochabend im Nachholspiel gegen den FC Eilenburg kam sein Team auch am 10. Spieltag der Fußball-Sachsenliga mit 1:5 (0:3) unter die Räder. Nur dass der Gegner diesmal nicht der Spitzenreiter, sondern mit Rapid Chemnitz eine Mannschaft war, mit der sich die Freiberger im Kampf um den Klassenerhalt bislang auf Augenhöhe sahen.

"Das war eine desolate Leistung von uns, vor allem in der 1. Halbzeit", wollte der BSC-Trainer nach dem Abpfiff auch nichts schönreden. Im Prinzip war die Partie schon nach einer Viertelstunde gelaufen, ärgerte sich Mattheß. Denn zu diesem Zeitpunkt lagen die Freiberger beim Vorjahresaufsteiger 0:3 im Hintertreffen. Florian Mielke hatte die Chemnitzer mit einem lupenreinen Hattrick innerhalb von acht Minuten klar in Führung gebracht.

"Wir sind von Beginn an draufgegangen. Aber das muss man auch bei diesem tiefen Boden", sagte der 24-jährige Chemnitzer, der früher unter anderem in der U 19 von Energie Cottbus gespielt hatte. Da die für 15 Uhr angesetzte Partie kurzfristig um 45 Minuten nach vorn verlegt worden war - auf dem Chemnitzer Rasenplatz an der Irkutsker Straße ist kein Flutlicht vorhanden - musste BSC-Trainer Mattheß allerdings seine Abwehr umstellen: Patrick Löbel, großgewachsener Innenverteidiger, traf so erst zur Halbzeitpause in Chemnitz ein, da er bis kurz zuvor arbeiten musste. Und alle drei Treffer des 1,98 m großen Rapid-Stürmers fielen per Kopf. "Ich habe vor zwei Jahren in Kamenz schon mal einen Hattrick erzielt. Aber drei Kopfballtore, das habe ich noch nicht geschafft", sagte Mielke.

Nach einigen Umstellungen und zwei Wechseln wurde das BSC-Spiel in der 2. Halbzeit etwas ansehnlicher. Aber mehr als der Ehrentreffer durch Rick Römmler gelang nicht. Zuvor hatte der Ex-Niederwiesaer Marcus Vettermann noch das 4:0 für Rapid markiert.

"Das war richtig bitter heute", sagte Kay Mattheß. Nach der dritten Niederlage innerhalb einer Woche ist der BSC auf Abstiegsplatz 14 abgerutscht (6 Punkte). Nächster Gegner ist nun der Tabellenzweite Kamenz (22). Vor allem aber die zwölf Gegentore in den letzten drei Spielen bereiten dem BSC-Trainer Kopfschmerzen: "Wir müssen uns umgehend Gedanken machen."

Statistik BSC Freiberg: Metzner - Jabbar, Otto, Scholz, Uhlig - Berger, Gommlich, Hantke, Römmler - Ismael (65. Löbel), Kiontke (65. Klengel)

Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Mielke (5., 9.. 13.), 4:0 Vettermann (59.), 4:1 Römmler (69.), 5:1 Damisch (75.) - Zuschauer: 138

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