Dachse von Lok noch überrollt

Handball-Oberliga: HSG verliert in Pirna 23:26

Freiberg.

Die Handballer der HSG Freiberg haben im Sachsenderby die erhoffte Trendwende verpasst. Aufgrund einer schwachen 2.Halbzeit, in der vor allem im Angriff kaum etwas zusammenlief, unterlagen die HSG-Dachse bei den Eisenbahnern des ESV Lok Pirna/Heidenau mit 23:26 (12:11) und rutschten auf den letzten Platz der Mitteldeutschen Oberliga ab. Da der HBV Jena in Halle 34:32 gewann, übernahmen die Freiberger mit nun 1:7 Punkten die rote Laterne.

Dabei hatte die 1. Halbzeit Hoffnungen geschürt, im vierten Spiel der neuen Saison endlich den ersten Sieg einfahren zu können. Nach einem schnellen 2:5-Rückstand stabilisierte sich die Deckung. Den aufopferungsvoll kämpfenden Gästen gelangen zahlreiche Ballgewinne, die sie zu einfachen Treffern aus dem Tempogegenstoß nutzten. Beim 6:6 (16.) gelang der HSG erstmals der Ausgleich, und in einer nun ausgeglichenen Partie zogen die Bergstädter durch einen Treffer von Jens Tieken unmittelbar vor der Halbzeitsirene mit 12:11 in Front.

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte verloren die Gäste jedoch jegliche Aggressivität in der Deckung, begleiteten die Gegenspieler nur noch, anstatt zu attackieren. Da auch im Angriff jeglicher Spielfluss verloren ging und nicht zuletzt das Timing in den Abläufen fehlte, rannten sich die HSG-Spieler mehr und mehr in der körperbetont agierenden Pirnaer Deckung fest. Zudem nahmen sich die Gäste unvorbereitete Würfe und fabrizierten mehrere technische Fehler, was die Elbestädter dankend annahmen.

Spätestens beim 18:15 (38.) hatte Lok das Spiel wieder gedreht und bog auf das Siegergleis ein. Während sich in der Folge die HSG-Deckung - auch aufgrund der guten Leistung des in der Schlussviertelstunde eingewechselten Christoph Renzing (Foto) im Tor - wieder stabilisierte, blieb der Angriff weiter ohne Durchschlagskraft. "Bis auf wenige Ausnahmen haben sowohl das Tempo als auch das Spiel über die Außen komplett gefehlt", sagte Co-Trainer Andreas Tietze. Spätestens beim 18:22 (53.) war die Partie aus Sicht der Freiberger gelaufen - die damit zahlreiche tief enttäuschte HSG-Fans in der Sporthalle am Sonnenstein zurückließen. (atz/sb)

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