Dämpfer mit Ansage: HSG sieht sich weiter im Aufwind

Nach drei Siegen in Folge haben die Mittweidaer Basketballer nun gleich eine richtige "Packung" kassiert. Davon lässt sich die Mannschaft aber keinesfalls beunruhigen.

Mittweida.

Es gibt Tage, da läuft zu ziemlich alles schief. So ging es den bis dahin ungeschlagenen Basketball-Männern der HSG Mittweida am Samstag am 4. Spieltag der Landesliga in Leipzig. Der gastgebende USC setzt sich deutlich mit 61:33 durch - ein Debakel für Mittweida, dem Spielertrainer Steffen Kandler aber sogar noch etwas Positives abgewinnen konnte: "So schlecht waren wir wirklich nicht - die zweite Hälfte ging an uns."

Allerdings wurde die HSG in den ersten zehn Minuten förmlich überrannt. Leipzig entschied das erste Viertel mit 31:4 für sich, lag zur Halbzeit mit 48:12 vorn. "Wir haben zunächst gar nichts auf die Reihe bekommen, waren hoffnungslos unterlegen", gestand Kandler ein. Allerdings musste die HSG an diesem Tag auch auf drei ganz wichtige Spieler verzichten, allen voran der bisherige Punktegarant Christopher Hausmann. Zudem fehlte der etatmäßige Aufbauspieler und zuletzt beste Werfer Dominik Krumbiegel berufsbedingt. Robert Fröhner muss zudem weiterhin wegen einer Verletzung passen.

Leipzig hingegen konnte an diesem Spieltag erstmals seine zwei Akteure einsetzen, die bisher in der Regionalliga aktiv waren. "Da kam wirklich so viel zusammen - und alles lief leider auch gegen uns", sagte Kandler. "Allerdings haben wir in den ersten Minuten auch gar nichts getroffen. Wenn wenigstens einige Würfe reingehen, läuft das Spiel auch ganz anders". Den Beweis sollte die HSG nach der Pause antreten.

Plötzlich lief es im Spielaufbau der HSG, alle Akteure konnte ihre Nervosität ablegen und die Mission "Schadensbegrenzung" recht erfolgreich gestalten. Somit gingen die beiden letzten Viertel sogar an die Gäste - für Kandler ein sehr wichtiges Signal: "Wenn wir an diesem Tag nur einen unserer drei Stammspieler mit dabei gehabt hätten, wäre durchaus was drin gewesen."

Weiter will er aber nicht spekulieren, schließlich steht am Sonntag, 16 Uhr gegen ESV Lokomotive Chemnitz schon die nächste Aufgabe an, und auch für diese Partie gegen den Tabellenzehnten kann Kandler personell nicht aus dem Vollen schöpfen. Fröhner wird garantiert fehlen, Hausmann und Krumbiegel sind noch fraglich. Außerdem hat sich Alexander Wagner schon für die Partie abgemeldet.

Spielfrei hat die neugegründete U 18 der HSG. Nach einer deutlichen sowie einer knappen Niederlage zuletzt gegen die BV Chemnitz hat das Team auswärts den ersten Erfolg eingefahren. Der Mittweidaer Nachwuchs gewann mit 66:50 beim SV Automation Leipzig.

Ebenfalls am Sonntag, 16 Uhr, kommt es in der Bezirksliga zum Spitzenspiel der bislang ungeschlagenen Teams. Der TSV Dittersbach hat in der Turnhalle der Frankenberger Erich-Viehweg-Schule den neugegründeten Basketball-Club Vogtland zu Gast, der mit dem besseren Korbverhältnis Tabellenführer ist.

Statistik HSG Mittweida: Buttler (2), Herfter (17), Kandler (5), Lamm (2), Poppitz (2), Schneider (8), Wagner (11).

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