Dancing Sox treten vor Kamera

Wettkämpfe sind für die zwei Frankenberger Tanzgruppen in diesem Jahr Mangelware. Für einen haben sich die Sportlerinnen nun virtuell beworben.

Frankenberg.

Wie für viele Sportler hat es auch für die Frankenberger Tanzgruppen der Dancing Sox in diesem Jahr Training und Wettkämpfe nur auf Sparflamme gegeben. Die großen Höhepunkte der Abteilung des SV Turbine - der Tag des Tanzes im Mai und der Deutschland-Cup im DTB-Dance - fielen der Corona-Pandemie zum Opfer. Auch dem Müritz-Dance-Cup, der am kommenden Wochenende in Röbel an der Müritz stattfinden sollte, bleiben die Gruppen diesmal fern. Doch dort wollten die Veranstalter in Mecklenburg-Vorpommern den Wettstreit nicht ganz ausfallen lassen: Die Tanzgruppen dürfen ihre Darbietungen auf Video aufzeichnen und einsenden. Von dieser Möglichkeit machten auch die Frankenbergerinnen Gebrauch.

"Da der Einsendeschluss aber schon am Mittwoch ist, musste es für uns ganz schnell gehen", sagt die Abteilungsleiterin und Trainerin bei den "Dancing Sox", Martina Funke. "Bei der Erwachsenengruppe war ohnehin klar, dass sie in diesem Jahr nicht nach Röbel fährt. Sie hat ihr Video schon länger im Kasten." Doch bei der Frankenberger Jugendgruppe war in den vergangenen Tagen Eile geboten: "Nachdem die Politik entschieden hat, dass ab Montag Sport in den Vereinen nicht mehr möglich ist, haben wir das zweite Video am Freitag gedreht", sagt Funke.

"Die Schöne und das Biest" - so lautet der Titel der neuen Choreografie, die drei Minuten dauern muss. "Darüber hinaus dürfen verschiedene Sequenzen nicht zusammengeschnitten werden", informiert Martina Funke. "Das Video muss einen kompletten Durchgang zeigen." Für die U-18-Gruppe von Turbine hat das am Freitag ganz gut geklappt. "Schon nach dem vierten Dreh waren wir zufrieden und überzeugt, dass wir diese Darbietung einreichen können." Vor allem auf die Synchronität komme es dabei an, so Funke, die am Frankenberger Martin-Luther-Gymnasium als Lehrerin arbeitet.

Nach der Einsendung der Beiträge entscheidet am Wochenende eine Jury in einer Konferenz über die Preisvergabe. "Vielleicht bekommen wir ja demnächst ein Päckchen aus Röbel", so die Frankenberger Trainerin mit einem Schmunzeln. Die Preise sollen diesmal verschickt werden.

Es ist für die Tänzerinnen immerhin ein kleiner Höhepunkt in einem Jahr ohne große Auftritte. "Nachdem der Tag des Tanzes im Mai ausgefallen war, wollten wir ihn im Februar nachholen. Aber ich denke, dass wir ihn noch einmal verschieben müssen", sagt Funke. "Die Planung dafür ist immens aufwendig." Ebenso abgesagt wurde der Deutschland-Cup im DTB-Dance, was für die Frankenbergerinnen die nationale Meisterschaft darstellt. "Diese hätte in diesem Jahr im hessischen Kaufungen stattfinden sollen. Wir waren Ende September dort im Trainingslager, um uns die Gegebenheiten vor Ort anzuschauen und noch einmal zusammenzukommen."

Besonders hart hat die Dancing Sox die Absage des Leipziger Turnfestes 2021 getroffen. Dies war das große Fernziel der Tanzgruppen. "Wir hoffen, dass wir trotzdem dabei sind", sagt Funke. Die Organisatoren haben ein "Rendezvous der Besten" ausgelobt, für das sich die Frankenbergerinnen beworben haben. Über die Nominierung entscheidet der Deutsche Turner-Bund als Dachverband. Mit guten Resultaten beim Online-Wettbewerb in Röbel könnten die Dancing Sox noch eine sportliche Visitenkarte abgeben. Nun heißt es für die Sportlerinnen, individuell zu trainieren. "Vielleicht klappt es im Dezember mit einigen Weihnachtsauftritten", hofft die Abteilungsleiterin. "Diese Programme können wir spontan tanzen."

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