"Derbys ganz ohne Tacklings"

Golfspieler kommen in Gahlenz wieder zum Zug. Zudem hofft der Betreiber, demnächst auch viele Fußballer auf dem Grün begrüßen zu können.

Gahlenz.

Auf dem Golfplatz in Gahlenz fliegen wieder die Bälle. Als Vereinschef René Schmitt am Mittwoch voriger Woche um 8 Uhr den Platz öffnete, seien wenig später die ersten Vereinsmitglieder auf den Kurs gegangen, erzählt der Präsident der Sportfreunde Gahlenz. "Und wir hatten auch schon einige Gäste." Die Anlage in Gahlenz sei einer der wenigen Golfplätze in Sachsen, die nach der Corona-Zwangspause nicht nur Vereinsmitglieder auf den Platz lassen, so Schmitt.

Seit 2017 leitet der 53-Jährige den Golfplatz im Oederaner Ortsteil und steht auch an der Spitze des mehr als 100Mitglieder zählenden Vereins der Sportfreunde Gahlenz. Täglich von 8 bis 18Uhr ist jetzt wieder geöffnet, die Startzeiten können und sollten online gebucht werden. Das sei auch ein wichtiger Punkt seines Hygienekonzeptes, erklärt der frühere Fußballer - da so ein möglicher Stau umgangen werde. "Ansonsten ist die Abstandsregel bei uns kein Problem", so Schmitt. 40 bis 70Leute können gleichzeitig auf das insgesamt 60 Hektar große Areal. Der Betreiberverein der Sportfreunde Gahlenz hat für den aktuell eingeschränkten Spielbetrieb auf der Golfanlage auch eine neue Platzordnung erlassen. Vom Gesundheitsamt und von der Stadt Oederan habe es dafür ohne Probleme das Okay gegeben, so Schmitt.

Neben den Golfern hofft der Vereinschef, künftig viele Fußballer begrüßen zu können. Denn in Gahlenz kann auch Footgolf gespielt werden, eine Kombination aus Fußball und Golf. Schmitt ist in dieser jungen Sportart ein Vorreiter in Deutschland. Beim ersten internationalen Turnier 2019 waren Aktive aus Tschechien, Italien, England, Norwegen, Belgien, Frankreich sowie Ungarn und sogar Weltmeister Matias Perrone aus Argentinien angereist. Aktuell werde die 18-Loch-Anlage für die Footgolfer auf 25 Löcher erweitert, erklärt Schmitt. Neu sei ein Angebot Minifootgolf: 9 Löcher mit kurzen Bahnen, vor allem für Familien geeignet. Eine Familienkarte koste dabei 15 Euro, so Schmitt.

Der 53-Jährige, der auch schon den 1. Footgolfclub Erzgebirge gründete, strebt zudem eine Kooperation mit dem Sächsischen Fußballverband und den Kreisverbänden an. Vereine könnten die abgebrochene Punktspielrunde ja beim Footgolf zu Ende spielen, schlägt Schmitt vor - und zwar völlig kontaktlos: "Derbys ganz ohne Tacklings", lacht der Bruder des früheren Auer Zweitliga-Trainers Rico Schmitt - der übrigens zu den Gründungsmitgliedern des Footgolfclubs Erzgebirge gehört.

Am Samstag, 16. Mai, soll bereits ein erstes Footgolfturnier steigen, ebenso das erste Golfturnier des Jahres, so René Schmitt. "Gäste sind dazu herzlich willkommen."

www.golfclub-erzgebirge.de

www.footgolf.jetzt

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